Ebay -Händler, insbesondere gewerbliche Anbieter, sollten in Zukunft aufpassen. Es könnte nämlich sein, dass sie Besuch von Vertretern des Finanzamts bekommen, die freundlich aber bestimmt nach einem Steuerbescheid fragen, der massenhafte An- und Verkäufe steuerlich beglegt. Nach der Enttarnung des Ebay-Betrügers Chris Chong Kim (wir berichteten gestern) scheinen Online-Aktionshäuser nun in die Rasterfahndung nach Betrügern gekommen zu sein.

Bei knapp 68 Millionen registrierten Usern weltweit und einem Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro jährlich, ist Unübersichtlichkeit schwer zu vermeiden. Zumindest scheinen das einige gewerbliche Anbieter, sogenannte Profiseller , zu glauben, die im Trödelmarkt-Stil Produkte günstig kaufen, um sie dann entsprechend teurer wieder zu verkaufen.

Jedoch muss nun nicht jeder Ebay-Nutzer Panik bekommen. Auch wenn beispielsweise im Zuge eines Umzugs im großen Stil Möbel und ähnliches versteigert werden müssen, wird das Finanzamt nicht nachhaken. Doch die Grenze vom Hobby-Händler zum Profi ist dünn und schwer erkennbar. Wer sie nicht genau sehen könne, so rät auch Ebay, solle einen Steuerberater aufsuchen - wenn auch nur, um einem Konflikt mit dem Gesetz zu entgehen.