Die BitTorrent-Community arbeitet scheinbar an einem "Gegenmittel", nachdem viele Tracker-Sites, die zum Download von Dateien benötigt werden, durch Klagen bzw. Klageandrohungen der US-Filmindustrie MPAA geschlossen wurden. Wie verschiedene Online-Magazine übereinstimmend berichten, soll schon in der kommenden Woche ein P2P-Client namens "Exeem" veröffentlicht werden. Dieses Tool soll die Verwendung von Trackern unnötig machen, wozu allerdings eine Änderung des Torrent-Protokolls nötig ist. Was danach allerdings von den Vorzügen des dezentralisierten, serverbasierten Torrent-Dienstes übrig bleibt ist nicht nur ungewiss, es ist die große Frage.

Außerdem soll das Tool angeblich als Adware ausgeliefert werden, also mit Werbeeinblendungen. Das wird zum einen der Community überhaupt nicht schmecken und außerdem die bisher im Geheimen agierenden Entwickler genauso angreifbar machen, wie einst Napster und Kazaa. Schließlich müssen die Werbeeinahmen ja irgendwohin überwiesen werden. Unterdessen kämpfen Torrent-Sites wie LokiTorrent weiter gegen die drohende Schließung und sammeln Geld für einen Rechtsstreit.