Es war der Aufreger in dieser Woche: Vodafone Kabel Deutschland wollte Filesharing drosseln und setzte dies bereits bei einigen Nutzern in den vergangenen Tagen durch.

Maximal 10 GB sollten Filesharer herunterladen dürfen – Dienste wie Steam, Netflix und Co. sollten auf keinen Fall von dieser Limitierung betroffen sein, wie Vodafone betonte, auch wenn so mancher Nutzer Gegenteiliges behauptete.

Dabei ging es vor allem um Online-Click-Hoster, Newsgroups und P2P-Verbindungen. Selbst einige bekannte Cloud-Dienste waren betroffen.

"Ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB pro Tag wird die Übertragungsgeschwindigkeit nur für File-Sharing-Anwendungen und nur bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s begrenzt. Alle anderen Anwendungen (z. B. Internetsurfen, Video-Streaming, Video-on-Demand, Social Networks) sind hiervon nicht betroffen", heißt es in einer Passage des Vertrages.

Filesharing-Drosselung wird wieder raufgehoben

Es war schon länger geplant, das Filesharing auf 10 GB zu begrenzen, zuvor lag das Limit bei 60 GB. Nun hat ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Spiegel Online erklärt, dass es sich dabei um ein Pilotprojekt handelte und je nach Ergebnis geplant war, es im Kabelgebiet auszurollen oder nicht.

"Die bisherigen Ergebnisse des Tests bewegen uns dazu, die Maßnahme nicht fortzuführen. Damit entfallen zugleich auch sämtliche Beschränkungen für Filesharing-Dienste - sowohl die ab einem Verbrauch von 10 Gigabyte als auch die bereits seit längerem bestehenden ab einem Verbrauch von 60 Gigabyte", heißt es.

Somit dreht sich das Unternehmen überraschend um 180 Grad und wird das Vorhaben komplett kippen. Die AGB sollen anscheinend erst einmal nicht geändert werden, vielmehr gehe es um die praktische Umsetzung der Richtlinien.