Das Reallife lenkt bekanntermaßen vom Spielen ab. Suchtforscher weggehört: Das muss nicht sein! Ein Leben als vollständiger Grottenolm ist möglich! Sobald erstmal die Finanzierung sichergestellt ist (heißer Tipp: ALG II aka »Hartz IV«), bleibt nur noch die Frage nach der Aufrechterhaltung der biologischen Funktionen.
Damit ihr dabei nicht mit teuren Fertigprodukten euer Spielbudget unnötig verknappt oder - noch schlimmer - mit aufwändigem Slowfood eure Spielzeit verbratet, heiße ich euch willkommen zu meinem privaten Kochkurs »Essen wie (sicher nicht) bei Muttern«.
Wer sich bis jetzt nicht angesprochen fühlt, weil er eventuell wie ich mehr oder minder per Zufall in einen »echten Job« gerutscht ist, mag die Not trotzdem kennen: Die ohnehin nur spärliche Freizeit so umfassend wie möglich fürs Zocken verwenden zu wollen, aber nach fünf Jahren Fertigpizza-Dauersession Plastikwraps und integrierte Backpapiere nicht mehr sehen zu können, um gar nicht von verbrannten Gaumen und mit Tomatensauce bekleckerten Keyboards anzufangen.
Liebe geht durch den Magen, aber Zeit ist Geld. Außerdem kommt selbst im Leben der isoliertesten Bildschirmklette irgendwann der Zeitpunkt, wo sie im Netz über den passenden Gegenpart stolpert. Dann sitzt man sich plötzlich in Realität bei romantischem Monitorflackern gegenüber und erkennt die Gegenläufigkeit von »Liebe geht durch den Magen« und »Zeit ist Geld«.
Beginnen wir mit dem einfachsten aller Rezepte: »Hühnchen im Teigmantel«. Dazu schneidet ihr eine frische Hühnerbrust in mundgerechte Happen und paniert sie in zu feinen Krümeln zerdrückten Chips eurer Wahl. Schon nach ca. zwanzig Minuten im Backofen bei 220 C° Grad habt ihr praktische Bissen, die McDonald's Nuggets um Längen schlagen. Als Beilage passt der unten genannte »griechische« Salat.


Corell03.07.2007 23:41






















