Ex-THQ-Chef Danny Bilson würde gerne das eingestellte Spiel inSANE von Filmemacher Guillermo del Toro (Pacific Rim, Pans Labyrinth) wiederbeleben, wie er in einem Interview mit vg247 erklärte.

Bilson war seit 2008 bei THQ dabei und kehrte dem Unternehmen im Mai 2012 den Rücken, um durch den ehemaligen 'Naughty Dog'-Chef Jason Rubin ersetzt zu werden. Im Dezember 2012 dann meldete THQ Insolvenz an.

Nachdem Bilson THQ verließ, stellte das neue Management als eine der ersten Maßnahmen inSANE ein. Wie er anführt, hat der Regisseur derzeit zwar offenbar keine Pläne damit, doch Bilson selbst hat eine Idee, wie man das Spiel wiederbeleben könne. Dafür will er sich schon in Kürze mit del Toro treffen.

Laut Bilson handelte es sich bei inSANE um ein Action-Adventure mit "wirklich großartigen Umgebungen, Story und Charakteren". Auch bezeichnet er es als historisch, und es sollte sich der Lovecraftian-Fiktion annehmen. So gab es außerdem Umgebungen in dem Spiel, die Spieler so noch nie durchquert hätten.

Er wolle nichts weiter darüber in der Hoffnung verraten, dass del Toro das Projekt eines Tages wieder angehen wird. Insgesamt hätten rund 35 Leute bei Volition (Saints Row) daran gearbeitet.

In dem Interview sprach er auch andere Spiele an, wie etwa Devil's Third, das Schöpfer Tomonobu Itagaki nun auf eigene Faust herausbringen möchte. Bilson wisse viel über das Projekt, wolle aber nichts weiter sagen, zumal in Kürze wohl eine Ankündigung komme. Und hier soll dann auch klar werden, wer inzwischen hinter dem Spiel als Geldgeber steht.

Und auch Dark Millennium Online war ein Thema - das Warhammer-MMO von Vigil Games (Darksiders). Als Darksiders 2 veröffentlicht wurde, soll sich das MMO auf einem guten Weg befunden haben. Durch die finanzielle Situation für THQ mussten dann aber einige Schnitte gemacht werden, darunter eben auch bei Dark Millennium Online. Ein solches Projekt zu entwickeln verschlinge viel Geld, während sich der MMO-Markt im Laufe der Entwicklung des Spiels verändert habe.

THQ habe auch verschiedene Geschäftsmodelle geprüft, doch als mit Star Wars: The Old Republic dann ein großes MMO-Projekt nicht ganz so gut lief und es auch nicht an die Zahlen von World of Warcraft herankam, entschied man sich schließlich für die Einstellung.

Da Vigil nicht aufgeben wollte, überarbeitete man das Konzept und kündigte an, es in ein Mehrspieler-Rollenspiel namens Inquisitor umzuwandeln. Das Spiel sollte entweder Free2Play sein oder zu einem günstigeren Preis angeboten werden.

Am Ende wurde aus Dark Millennium Online mehr eine Art Borderlands - es war ein Koop-Titel für vier Spieler, die jederzeit einsteigen konnten. Einige Elemente aus Dark Millennium Online wurden genommen und überarbeitet - man war auch der Meinung, dass man es in einem Jahr veröffentlichen könne.

Aber dann soll es Streiteren bzw. hitzige Disskussionen mit seinen Kollegen gegeben haben, die das Projekt am liebsten über den Haufen geworfen hätten. Sie wollten das Spiel nicht mehr unterstützen, auch nicht mehr finanziell. Sie hatten es bereits abgeschrieben. Und so kam es dann auch, das Rollenspiel wurde eingestampft. Und am nächsten Arbeitstag verließ Bilson THQ.

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