Tränen laufen dem Fan die Wange hinab. Ein Unbeteiligter, der sorglos des Weges kam, bleibt mit offenem Mund stehen. Eine Mutter schafft es nicht mehr rechtzeitig, ihrem Sohn die Augen zuzuhalten und der Spieler reißt verblüfft die selbigen auf. In einem furiosen Feuerwerk der Effekte explodiert vor dem Zuschauer eine Attacke nach der anderen. Ein Kampf der Götter findet seinen Höhepunkt und ein Spiel, das seinesgleichen sucht, befindet sich im Zenit seiner Faszination...

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Wo Story noch nicht belanglos ist

So oder so ähnlich, lässt sich „Injustice: Götter unter uns“ wohl beschreiben, wenn man die Spitze seiner Unterhaltung erreicht hat und fasziniert das Geschehen auf dem Bildschirm verfolgt. Doch die Frage, der wir hier so akribisch nachgehen wollen wie Batman, wenn er einen Fall zu lösen versucht, ist: Wann erreicht der Titel seinen Höhepunkt und wie schmerzhaft ist der Fall danach?

Injustice: Götter unter uns - Mehr als nur ein Mortal-Kombat-Klon?

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Tolle Kämpfe und tolle Story... Wer hätte das gedacht?
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Um hierauf die Antwort zu finden, müssen wir ganz an den Anfang zurück. In eine dunkle Zeit, als die Helden von DC-Universe noch die Stützkraft der Mortal-Kombat-Kämpfer benötigten und in einem abgedroschenen Trash-Spektakel um Aufmerksamkeit rangen. Von einer guten Hintergrundgeschichte konnte in diesen finsteren Zeiten niemand sprechen und Einfallsreichtum suchte man im Kampfgeschehen vergeblich.

Dabei hätte gar nicht so viel gefehlt. Vielleicht ein Körnchen Story hier und dort und einen Funken bodenständige Ideen, was die Steuerung und Umsetzung angeht. Mehr wäre gar nicht nötig gewesen. Denn alles was knallharte DC-Fans wirklich wollen, ist eine Hintergrundgeschichte, die sich mit ihrem Weltbild verträgt, und eine Controllerbelegung, die den Charakteren gerecht wird.

Um ersteres zu garantieren, wurden für Injustice Justin Gray und Jimmy Palmiotti verpflichtet, die vielen DC-Jüngern bekannt sein dürften, haben sie doch bereits viele Geschichten für die beliebten Comics ersonnen. Doch eine Handlung über viele, viele Seiten Papier zu erzählen oder eine solche in knapp fünf bis sechs Stunden Gameplay zu pressen, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge und so war das bangen und zittern bis zur letzten Minute groß.

Packshot zu Injustice: Götter unter unsInjustice: Götter unter unsErschienen für PS3, Wii U, Xbox 360, PC, PlayStation Vita und PS4 kaufen: Jetzt kaufen:

Niemand hat damit ein Problem, wenn NetherRealm uns in ihrem ganz eigenen MK-Universum einen vom Pferd erzählen und sich im Handlungs-Müll suhlen wie die Schweine im Dreck. Doch wenn sie gleichsam die heroischen Taten von Batman und Superman verunglimpfen und damit der übergroßen Fangemeinde vor den Kopf stoßen, könnte es hier und da zu mehr als nur enttäuschten Gesichtern kommen.

Kein Mortal Kombat, dafür ein richtig guter Titel mit eigenen Ideen.Fazit lesen

Doch die Revolution der Nerds, das Armageddon der Besserwisser und der Aufstand der Comicjünger darf verschoben werden. Was die reine Kampagne angeht, werdet ihr nicht mit einer 08/15-Storyline abgeschoben. Niemand hat sich in letzter Minute eine Art Geschichte ausgedacht, die euch jetzt wie Suppe vom Vortag präsentiert wird und keiner ist bei den Entwicklern so dumm gewesen, euch für genau das zu halten.

Injustice: Götter unter uns - Mehr als nur ein Mortal-Kombat-Klon?

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Nicht alle Erklärungen machen Sinn. Aber wenigstens gibt es welche.
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Nein, was Gray und Palmiotti da abliefern, lässt sich gut und gerne mit dem gleichsetzen, was ihr so gerne auf hochglanzbedrucktem Papier verfolgt. Eine waschechte Story, die nicht nur gut durchdacht ist, sondern auch direkt aus einer der unzähligen Comicreihen entsprungen sein könnte.

Ein wenig erinnert alles an „Crisis on Infinite Earths“ und es ist offensichtlich, dass diese Comicreihe aus dem Jahr 1985 hier und dort als Vorlage gedient hat. Entsprechend der Tatsache, dass es unendliche Welten gibt, die die unzähligen Entscheidungsmöglichkeiten aller Lebewesen auf unserem Planeten und der bekannten Galaxie widerspiegeln, sollte sich da draußen auch eine Welt finden lassen, in der es zu einer schrecklichen Katastrophe kam.

Der Clownprinz des Verbrechens, der psychopathische Joker, hat Superman getäuscht, seine Familie, sagen wir mal, „getötet“ und ganz Metropolis mit einer Atombombe in die Luft gejagt. Von Wut und dem Durst nach Rache in den Wahnsinn getrieben, wird Superman selbst zum Instrument der totalen Überwachung und einer Selbstjustiz, die für alle Bewohner unseres schönen Planeten schreckliche Konsequenzen hat.

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Superman läuft Amok. Wenigstens Batman war vorbereitet.
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Klar, dass es auf dem einen oder anderen Weg darauf hinausläuft, dass unsere beliebten Helden dieses Paralleluniversum aufsuchen und die Sache wieder bereinigen müssen. Und hier fängt ein vetraktes Spiel an, dass zwischen 'Gut' und 'Böse' kaum zu unterscheiden weiß und unsere Beschützer vor moralisch fragwürdige Entscheidungen stellt.

Ich würde nicht so weit gehen und Injustice storymäßig auf das höchste Treppchen stellen, das sich mit einem Prügelspiel erreichen lässt, doch kann man ohne Scham sagen, dass hier ein verdammt guter Job gemacht wurde. Die Hintergrundgeschichte ist spannend, gut erzählt und nicht ganz so vorhersagbar, wie man es sonst gewöhnt ist.

Schade ist, dass dieses hohe Niveau nicht auch in den anderen Modi gehalten werden konnte. Zwar hat man sich die Mühe gemacht, alle Fragen zu beantworten, so weit das eben ging, doch bleibt der bittere Nachgeschmack, dass 'nur' die Kampagne wirklich mit einer ausgezeichneten Story bereichert wurde. Die anderen Bereiche des Spiels sind vorhanden. Warum und was sie uns erzählen wollen, ist die Frage und ihr Sinn immerhin noch fragwürdig.

Injustice: Götter unter uns - Frische Screenshots zum Prügelspiel

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Injustice: Götter unter uns - Frische Screenshots zum Prügelspiel

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Weil einfach einfach einfacher ist

Die einen lieben es, die anderen hassen es und dazwischen stehen ein Haufen Leute, die geistesabwesend mit den Achseln zucken. Doch dass es hier und dort schon ein wenig nervig sein kann, mitunter sogar belastend, zeigt sich auch bei diesem Helden-Prügler. Gemeint ist natürlich der Weg der Steuerung; weg vom komplizierten Taktik-Knöpfe-Drücken, hin zum simplen Button-Masher.

Der Einstieg für Neulinge des Genres soll einfacher gestaltet werden und doch verspricht man, dass es genug Platz nach oben gibt, um auch Profis und Urgesteine der Prügelspiel-Szene zufrieden zu stellen. Die Frage, warum Neulinge sich in diese neuen Gefilde wagen sollten, wo Injustice doch ein eindeutiger Ableger einer sehr alten und sehr bekannten Prügelreihe ist, stellt sich in keiner Minute.

Die Antwort liegt klar auf der Hand: die Helden von DC. Sie sollen so manchen Genre-Neuling anlocken und vielleicht sogar den einen oder auch anderen MK-Fan hinter dem Ofen hervorzerren können. Doch nur, wenn sie nicht schon in den ersten Minuten frustriert mit dem Controller nach ihrer Katze werfen oder in Tränen aufgelöst in die Konsole beißen.

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Die Simpelsteuerung dürfte nicht für jeden ein Vorteil sein.
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Was das angeht, dürft ihr beruhigt sein oder auch in Rage geraten. Je nachdem, zu welcher Gruppierung ihr euch zählt und wo eure Prioritäten liegen. Der Einstieg ist tatsächlich ziemlich lässig, um nicht sogar zu sagen, so simpel wie in keinem anderen Titel.

Mit nur drei relevanten Tasten stürzt ihr euch ins Getümmel und könnt sofort die eine oder auch andere Kombo ans Tageslicht zerren. Diese drei Tasten stehen für den leichten, mittleren und starken Angriff und sind der Grundstein für furiose Attacken und atemberaubende Schlagkombinationen. Wer sich etwas sicherer fühlt, kann dann nach und nach auch die anderen Tasten mit einfließen lassen und so das ganze Potenzial von Injustice wecken.

Denn diesmal legt NetherRealm besonderen Wert darauf, dass sich die verschiedenen Charaktere auch deutlich unterscheiden. Und das nicht nur, durch ihre grundverschiedenen Techniken, Geschwindigkeit und Kampfstil, sondern auch durch ihre spezifischen Attacken. „Blah“ werdet ihr jetzt vielleicht sagen. Kunststück, sind „Flash“, „Wonder Woman“ und Co. doch schon in ihrem Ursprung so verschieden wie Katz und Maus. Wer braucht da noch eine Taste, die diese Tatsache verdeutlicht?

Injustice: Götter unter uns - Mehr als nur ein Mortal-Kombat-Klon?

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Hätte Nightwing gegen Flash eine Chance?
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Doch gerade der vierte Knopf, der individuelle Fähigkeiten ans Tageslicht bringt, hat es in sich. Mit ihm habt ihr den Unterschied zu anderen Figuren. Hier liegt ihre ganz eigene, besondere Kraft. Steuern sich die Charaktere in ihrem Kern ganz ähnlich, auch wenn sich die Grundvoraussetzungen deutlich unterscheiden, so könnt ihr mit dieser letzten Fähigkeit einen taktischen Vorteil ausspielen, der besonders erfahrenen Spielern einen Vorteil bringen wird.

Ähnlich läuft es mit den Finishern ab, der mächtigen Attacke, die ihr ausführen könnt, wenn ihr zum einen brav eure Power-Leiste aufgefüllt habt, statt sie für stärkere „Standard-Attacken“ zu verbraten und zum anderen geschickt eingesetzt und den Gegner damit getroffen habt. So hat jede Figur ihre ganz spezielle Art, dem Feind einen Großteil seiner Gesundheitsleiste zu berauben und unter Umständen sogar zu besiegen.

Doch ein Batman, der mit verschiedenen Gadgets und am Ende sogar mit seinem Batmobil gegen seinen Kontrahenten vorgeht, oder ein Superman, der seine Feinde ins Weltall befördert, um sie dann unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, verlieren erschreckend schnell ihren Reiz. Wo es ein Mortal Kombat noch schaffte, für Stunden, Tage und Wochen zu begeistern, ist bei Injustice schon nach wenigen Malen die Luft raus.

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Götter unter uns!
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Woran das liegt ist schnell erklärt. Die vereinfachte Steuerung macht es viel zu leicht, interessante Kombi zu wiederholen und öfter zur finalen Attacke anzusetzen. Alles lutscht sich zu schnell ab, fühlt sich bereits nach kurzer Zeit zu vertraut an und nach wenigen Malen nur allzu bekannt.

Obwohl die simple Steuerung durchaus Spaß macht und interessante Möglichkeiten bietet, hat sie einen entscheidenden Nachteil: sie kann nicht über so lange Zeit begeistern und Freude schenken, wie ein Konkurrenztitel es vermag, und trotz der bildgewaltigen Duelle und der imposanten Attacken, die sich wie an einem Laufband vor dem Auge des Betrachters abspielen, hat man viel zu schnell viel zu viel gesehen. Die Luft ist raus und kommt erst nach einigen Tagen Pause zurück.

Ähnlich verhält es sich mit den gewaltigen Arenen, die oft die Möglichkeit bieten, den Feind in einen anderen Abschnitt des Gebiets zu prügeln. Es sieht toll aus und macht verdammt viel Spaß. Aber bei 24 Kämpfern, die sich in einer überschaubaren Anzahl Arenen Schlagabtäusche liefern, kombiniert mit der bereits erwähnten, simplen Kampfsteuerung, passiert, was eben passieren muss.

Die liebevoll animierten Hintergründe und Szenerien büßen nach zu kurzer Zeit ihre Anziehungskraft ein und verlieren sich in Bedeutungslosigkeit. Nachdem mein Charakter das zehnte Mal von Giganta geschnappt und in einen anderen Abschnitt geworfen wurde, geht mir diese Sequenz leicht auf die Nerven. Schade. Ein paar mehr Kämpfer und vielleicht noch die eine oder andere Arena und dieses Defizit hätte leicht ausgeglichen werden können.

Injustice: Götter unter uns - Neue Screenshots von der TGS

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Batman und seine Schlampen

Wo sich der DC-Universe-Fan gemütlich zurücklehnt und genüsslich schmatzt, während er dabei zusieht, wie Batman den Joker verprügelt, wird sich ein etwas kritischerer Spieler die eine oder auch andere Frage nicht verkneifen können. Trotz des löblichen Kampagnen-Abschnitts hat Injustice im Detail nämlich mit ein / zwei Logikfehlern zu kämpfen, die nicht nur sauer aufstoßen, sondern auch für fragende Blicke sorgen.

Da kommen natürlich zum einen die storytechnischen Aspekte zum Vorschein, die vielleicht nicht ganz so einleuchtend sind, wie sich NetherRealm das vielleicht gedacht hat. Warum steht in dem ganzen Spiel Batman im Vordergrund? War das nicht eigentlich die 'Justice League' und nicht 'Batman und seine Schlampen'? Hier schonmal die Antwort: nein. Das war nie anders und da macht dieser Titel keinen Unterschied. Gleiches Universum, gleiche Regeln.

Doch warum Batman auch auf einer Raumstation sein Batmobil rufen kann, warum die Alternativversion von Harley Quinn bereits nach zwei / drei Schlägen und Mordversuchen vom Joker die Schnauze von ihm voll hat und warum eine kleine Pille es nicht nur schafft, dass 'normale' Charaktere wie Catwoman und Nightwing Schläge von Superman und Co. abkönnen, sondern auch noch in der Lage sind, diese zu besiegen, können selbst wir nicht beantworten.

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Dank Superpille gegen Solomon Grundy? Das probiere ich lieber nicht aus...
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Doch unterm Strich sind wir eigentlich bereits froh, dass wenigstens so eine Art Versuch unternommen wurde, die wichtigsten Fragen zu klären. Es wird nicht alles der Fantasie der Fans überlassen und das macht das Spiel um einiges zugänglicher und vor allem verständlicher. Leider nicht im Detail, aber darauf wollen wir nun nicht rumreiten.

Worauf wir aber alle gerne rumreiten würden, natürlich nur, sofern Harley Quinn nicht zur Auswahl steht, sind die leichten bis mittelschweren Balancing-Probleme, mit denen Injustice zu kämpfen hat. Vor allem im Versus-Modus wird deutlich, dass es noch immer Bedarf an Verbesserungen gibt.

So ist man dem Schaden beim Levelübergang schutzlos ausgeliefert, während der Gegenüber fleißig Kombo-Punkte sammeln kann, durch das Wager-System ist es viel zu einfach, Kombos zu unterbrechen und dem Gegner den Spielspaß zu verderben, und die Möglichkeiten mancher Charaktere, Fernangriffe auszuführen, rütteln kräftig am Spielrhythmus. Diese machen trotz Verteidigung nämlich ziemlichen Schaden und lassen sich sehr schnell hintereinander ausführen.

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Die Fernkampfangriffe sind einfach zu stark.
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Unterm Strich sind das nur kleine Problemchen, die den Spielspaß nie wirklich trüben, aber doch hier und dort für schlechte Laune sorgen können. Die richtet sich dann jedoch eher gegen den Spielpartner als gegen das Spiel selbst. Obwohl es ja genau eben dieses war, was solche Dinge erst möglich gemacht hat.

Wer daraufhin die Lust verloren hat, sich mit den Fähigkeiten anderer Spieler zu messen, dem bleiben immer noch freischaltbare Modifikationen für den Kampf, wie „ausbluten“ und „gegen die Zeit“ und natürlich die 240 S.T.A.R.-Labs-Missionen.

Zwar sind diese recht unterhaltsam und bestimmt ein guter Zeit-Totschläger, doch reichen sie nicht an das Niveau des Mortal-Kombat-Äquivalents heran. Es kann durchaus Spaß machen, mit Supermans Laserblick Fässer abzuschießen und mit Catwomans Hauskatze ins Museum einzubrechen. Doch bleiben diese Mini-Missionen oft unter ihren Möglichkeiten und dienen eigentlich nur dazu, neuen Kram freizuschalten.

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Die interaktiven Objekte in den Arenen gleichen die Verhältnisse oft aus.
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Aber genau hier kommt ja auch das wahre Herz eines solchen Spiels zu Tage. Wer sich darüber beschwert, dass das Spiel von der Zahl der Kämpfer / Arenen her zu niedrig gehalten wurde und wem die Steuerung zu einfach ist, weswegen sich viele Dinge zu schnell wiederholen, der darf sich zumindest darauf freuen, dass es genügend Kram zum Freischalten gibt.

Zwar kommt Injustice hier erneut nicht an ein MK heran, doch macht es aus Sammelleidenschaft eine Obession der ganz neuen Art. Denn wer sich schnell langweilt und nach neuen Möglichkeiten sucht, ist auch schneller von der Idee begeistert, Stunden über Stunden mit den Nebenmissionen zu verbringen, um neue Kostüme, Konzeptzeichnungen und Musikstücke freizuschalten. Ein Spaß für die ganze Familie.

Letzteres war übrigens ernst gemeint. Denn im Gegensatz zu einem Titel, der hier bereits über alle Maße oft erwähnt wurde, verzichtet Injustice auf übertriebene Gewaltdarstellung jeglicher Art und setzt stattdessen lieber auf völlig überzogene Attacken und Fähigkeiten seiner Protagonisten. Realistisch: nicht die Bohne. Dafür aber ungemein lässig und schon ziemlich cool...

Injustice: Götter unter uns - Screenshots: Deathstroke mischt im Prügelspiel mit

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Injustice: Götter unter uns - Screenshots: Deathstroke mischt im Prügelspiel mit

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