Einige ehemalige und noch bestehende Mitarbeiter beim Entwickler Infinity Ward verklagen Activision. Es geht um bisher nicht ausgezahlte Bonusgelder.

Die klagende Gruppe, die sich „Infinity Ward Employee Group“ (IWEG) nennt, besteht aus insgesamt 38 Mitgliedern. Allesamt sollen von Activision immer noch eine große Summe an Bonusgeldern bekommen, welche durch die Verkäufe von Call of Duty: Modern Warfare 2 zu Stande kamen.

So schuldet Activision ihnen angeblich zwischen 40 bis 55 Millionen Dollar im 4. Quartal von 2009, zwischen 30 und 45 Millionen Dollar im ersten Quartal 2010, sowie zusätzlich 5 bis 25 Millionen Dollar an weiteren Gebühren.

Außerdem habe Activision angeblich schon bis zu 28 Millionen Dollar an Bonusgelder ausgezahlt, den Rest aber bewusst einbehalten, um das Team zu zwingen, Modern Warfare 3 fertigzustellen.

Die IWEG fordert deshalb einen Schadenersatz, der zwischen 75 und 125 Millionen Dollar liegt sowie einen Strafzuschlage in Höhe von 75 und 500 Millionen Dollar. Dazu kommen noch einige zusätzliche Schäden.

Activision selbst sieht das natürlich anders und hält die Klage für unbegründet. „Activision behält sich die Diskretion ein, um die Höhe und den Zeitplan der Bonuszahlungen für Modern Warfare 2 zu bestimmen und hat zu jeder Zeit im Rahmen unseres Rechts und den Gesetzen gehandelt. Wir warten auf die gerichtliche Bestätigung, dass wir mit unserer Position im Recht sind.“

Der Anwalt Robert Schwartz, der die Klage von Jason West und Vince Zampella vertritt, ist der Meinung, dass diese neue Klage auch einige der Anschuldigungen seinen Klienten gegenüber ungültig macht. „Es ist toll zu sehen, dass andere Leute von Infinity Ward für sich selbst eintreten. Hoffentlich realisiert Activision, dass die Zeit gekommen ist, ihre Versprechen auch einzuhalten.“