Selbst in der Hölle können gelegentlich goldige Zeiten ausbrechen und das nicht etwa wegen einer Invasion von über Regenbogenrutschen einfallenden Teddybären, sondern weil Metropolis Software die Arbeiten an seinem Third-Person-Shooter Infernal mittlerweile abgeschlossen hat. Dies und obendrein noch Das brachte Pawel Miechowski, Pressesprecher des Unternehmens, nun in ein Interview ein:

So wurde das Grundkonzept von Infernal zunächst vor allem von der Absicht beflügelt, mit dem Protagonisten Ryan Lennox eine andere Form von Helden zu kreieren und das in fast jeder Beziehung. Kein Wunder also, dass sein Charakter, sein Style, sein Aussehen und seine infernalischen Fähigkeiten deswegen auch Dreh- und Engelpunkt der Spielmechanismen sowie der Story des Titels bilden.

Angesiedelt ist die Geschichte in dem Szenario des ewig tobenden Kampfes zwischen den Mächten von Gut und Böse. Allerdings setzen diese in Infernal schon lange nicht mehr die Heerscharen von Himmel und Hölle in Bewegung, sondern haben den Konflikt statt dessen in eher "bürokratischere" Bahnen gelenkt. Aufgegliedert in die Special Intelligence Agencies (SIA), stehen sich nun die Lichtgestalten von "EtherLight" und die Dunkelmänner von "Abyss" feindlich gegenüber. Doch die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß beginnen schnell zu verwischen, nachdem Ryan Lennox von seinem Arbeitgeber "EtherLight" aufgrund seiner zu unbürokratischen - sprich gewalttätigen - Vorgehensweise gefeuert wird. Denn die eigentlichen Saubermänner vom Paradies wollen sich mit der endgültigen Ausrottung von "Abyss" ordentlich die Hände schmutzig machen und liquidieren dazu in einem ersten Schritt alle Agenten des satanischen Bundes. Verzweifelt aufgrund seines rapiden Personalschwunds schlägt Mr. Black, seines Zeichens Präsident von "Abyss", im Gegenzug dem gefallenen Engel Lennox einen faustischen Pakt vor. Dieser willigt nur zu gerne ein, weiß er doch, dass "EtherLight" ihn aufgrund seiner Kenntnisse über ihre Zukunftspläne ebenfalls auf die Abschussliste gesetzt haben wird und darüber hinaus: Niemand sollte die lodernden Rachegelüste eines verschmähten Mitarbeiters unterschätzen!

Ryan Lennox wechselt also die Fronten und startet Flügel- und Zügellos unverzüglich seinen ganz persönlichen Feldzug gegen seinen ehemaligen Brötchengeber. Dazu hat er nicht nur handelsübliche Waffen wie Wurfsterne, Pistolen, Maschinengewehre, Flammenwerfer oder Bazookas bei der Hand, sondern im Kampf gegen seine Feinde auch die Mächte der Hölle im gestärkten Rücken. Hinter deren kann er sich aufgrund dessen unter anderem teleportieren, um im Gefecht Auge um Kehrseite, Zahn um Zahn den Überraschungsmoment auszunutzen. Im weiteren Spielverlauf perfektioniert er dabei seine teufelgegebenen Talente immer weiter, bis er es gar vermag, wortwörtlich Gegner, Gegenstände und die Kuh fliegen zu lassen.

Ein Engel geht durch das Zimmer - so lautet jedenfalls ein altes Sprichwort. Gestutzte Flügelträger kommen hingegen scheinbar fast überall hin. Denn schon in den ersten Missionen von Infernal rechnet Ryan Lennox bereits mit seinen zumeist humanoiden Kontrahenten, in denen allerdings durchaus verborgene Fahigkeiten schlummern, unter anderem in einem mittelalterlichen Kloster und einer Raffinerie ab.

Für die Spieler jedoch beginnt dieser Tag der Abrechnung erst am Ende des ersten Quartals dieses Jahres. Dann dürfte sich wohl auch entscheiden, ob sich das von Playlogic vertriebene Spiel als Geschenk des Himmels oder als Ausgeburt der Hölle entpuppt. Ein vorläufiges Urteil indessen könnt ihr euch zum mindestens schon anhand der zwölf neuen Screenshots in unserer Galerie bilden.

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