Nachdem die PC-Version des ursprünglichen KickStarter-Projektes besonders aufgrund seiner Steuerung enttäuschte, will Entwickler Mojo Bones mit der Konsolen-Adaption noch einmal beweisen, was alles in dem Eiszeit-Überlebenskampf drinsteckt. Vorab kann ich sagen: Viele Konflikte, viele bittere Entscheidungen und wenig Hoffnung. Hier geht es zum PC-Test von Impact Winter.

Eiskaltes Survival (ohne Zombies!) seht ihr hier:

Impact Winter - Help Is Coming - PC-Release-Trailer

Ein Königreich für eine Büroklammer!

Jacobs Tag beginnt damit, dass er die lange Leiter zum Kirchenfenster hochklettert, um in die Außenwelt zu gelangen. Das Gotteshaus ist wie alle Überbleibsel der menschlichen Zivilisation seit einem Meteoriteneinschlag unter einer riesigen Schneeschicht begraben. Während seiner Abwesenheit passt seine vierköpfige Gruppe auf den Unterschlupf auf, hält das Feuer in Gang und tut ihr Bestes, sei es durch Kochen, Programmieren oder Werkeln.

Wir heizen die Hoffnung mit allem an, was brennbar ist

Jacob dagegen muss heute nach einer simplen Büroklammer suchen. Zusammen mit anderen Teilen lässt sich daraus ein Gerät bauen, das die Gruppe bis spätestens morgen braucht, sonst ist sie verloren. Allerdings fehlt es auch an Nahrung, Trinkwasser und Feuerholz. Vor lauter To Do’s will Jacob am liebsten stehen bleiben, aber das ist keine Option. In dreißig Tagen wird zwar jemand kommen, um sie zu retten, aber die Frage ist, wen derjenige dann noch antreffen wird. Also los!

Stunden später: Jacob befindet sich verwundet in einer Höhle, Wölfe sind ihm auf den Fersen. Die Büroklammer hat er gefunden, außerdem etwas Wasser. Aber die Hilfs-Drone, die ihm als Kompass und Lichtquelle dient, hat nur noch 15 Prozent Akku. Seine Körpertemperatur ist zudem kritisch. Am liebsten würde er einfach aufgeben, aber damit überlässt er seine Leute ebenfalls dem Tod. Also los! Zum Glück kann er die Wölfe mit einem anderen Überlebenden ablenken. Draußen geht der Drone der Saft aus, also er muss sie zusätzlich tragen. Die Kirche liegt südöstlich. Das glaubt er zumindest. Es wird Nacht.

Es ist Friedhof und Schatzkammer in einem

Zehn Tage sind vergangen. Jacob lebt noch, ein Mitglied baut gerade einen Generator und die übrigen drei sind krank. Sie brauchen dringend Medikamente. Also muss er heute zum eingestürzten Hotel, er erinnert sich, dass er beim letzten Mal im Keller, im hintersten Raum, in der Schublade eines Schranks Antibiotika gesehen hat. Auf dem Weg findet Jacob ein Kaninchen in einer seiner Fallen. Im Hotel realisiert er, unter welchem Durst er leidet. Per Funk erfährt er anschließend, dass der Unterschlupf von Banditen angegriffen wird. Beim Hinauslaufen fällt es ihm wieder ein. Erst vorgestern wäre er hier fast erfroren. Ist er aber nicht. Noch nicht.