I-Ninja (PS2-Test)
(von Nina Ernst)

Ninjas sind wahre Multitalente, wenn es ums Kämpfen geht. Das wissen wir aus zahlreichen Filmen. Was die Leinwandstreifen uns bisher verschwiegen haben: neben Anschleichen, lautlosem Töten und knallharter Disziplin zeichnen sich die Kämpfer durch wilde

Wirbelattacken, ihre Künste im Umherrollen in Kugeln und beim Rennen in Halfpipes aus.

Im schrägen PS2-Jump´n´Run I-Ninja steuert der Spieler einen Ninja-Kämpfer im Miniformat durch knallbunte Comic-Level.

Angefangen hat der ganze Stress damit, dass unser Ninja einen Wutstein gefunden hat. Als er den Stein berührt, bekommt der Kämpfer sofort einen Wutausbruch.

Nach dem Anfall merkt der Kleine, dass er seinen Meister auf dem Gewissen hat, der jetzt nur noch als Geist umherschwebt. So ein Mist, denn eigentlich wollte der Meister vor seinem Tod den Bösewicht Odor bezwingen. Diese ehrenvolle Aufgabe bleibt nun an unserem Mini-Helden hängen.

Also macht sich der Ninja auf, dem Fiesling das Handwerk zu legen. Das sieht der Schurke natürlich nicht gerne und schickt dem Mini-Kämpfer seine Schergen an den Hals.

Da unser Held allerhand Hiebe und Attacken beherrscht, lässt er sich durch die Gegner nicht von seiner Mission abbringen. Setzen sie ihm doch einmal heftiger zu, greift er zur Berserkerattacke. Die verleiht ihm nicht nur übermenschliche Kräfte, sondern frischt auch seine Lebensenergie auf.

I-Ninja - Spaßiger Spiele-Nachschub für JumpnRun-Fans

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Sind die Feinde erledigt, kann sich der Ninja wieder seiner Hauptbeschäftigung widmen: dem Meistern von Geschicklichkeitsübungen. Die sind sehr abwechslungsreich und stehen bei diesem klassischen Jump´n´Run im Vordergrund. Dass die Ideen für die Aufgaben bei anderen Spielen wie Sonic oder Marble Madness geklaut sind, trübt den Spielspaß nicht.

Kommt unser Held mit Sprüngen nicht weiter, überwindet er Abgründe, indem er Wände entlang läuft, sich mit seiner Kette hinüberschwingt oder mit Hilfe seines rotierenden Schwerts darüber hinweg gleitet. Außerdem hat er sich einige Fähigkeiten beim Skaten abgeguckt:
er grindet über Rohre und rennt in Halfpipes so lange hin und her, bis er blitzschnell die steile Wand erklimmt. Besonders knifflig sind die regelmäßig auftauchenden Passagen, in denen der Spieler den Ninja in einer Kugel über einen Geschicklichkeitsparcours lenken muss. Da die Kugel sich wie eine echte bewegt, ist sie nur schwer still zu halten. Das kann beim Rollen über schmale Stege schon mal herausfordern.

Dennoch kommt bei diesem unterhaltsamen Spiel mit den abwechslungsreichen Aufgaben kein Frust auf. Denn die Steuerung ist gut gelöst und einfach zu handhaben. Auch grafisch ist das Game recht gut gelungen. Es setzt mit seiner bunten Comic-Welt zwar keine neuen Maßstäbe, ist aber nett anzusehen und bietet hübsche Animationen. Die musikalische Untermalung wirkt eher trist bis zweckmäßig. Dafür sind die Kommentare des schrägen Ninjas gut umgesetzt und humorvoll.