UPDATE:

Wie Kotaku AU nun erfahren hat, bemängelt das australische Classification Board unter anderem eine im Spiel auftauchende Szene, die einen Spoiler enthält. Lesen also nur auf eigene Gefahr:

ACHTUNG SPOILER:

Laut einem Report verweigerte das Classification Board die Freigabe aufgrund einer Vergewaltigungsszene. In einer offensichtlich als Midnight Animal betitelten Mission streckt der Protagonist auf einem Filmset erst eine Reihe an Männern nieder, bevor er sich an einer wehrlosen Frau zu schaffen macht, die er offenbar vergewaltigt.

SPOILER ENDE

Dies soll allerdings nur ein Auszug an Szenen sein, die bemängelt werden. Die beschriebene Mission ist also nicht allein ausschlaggebend für die Verweigerung der Freigabe. Interessanterweise ist es aber genau die Szene, die auch schon zuvor kritisiert wurde, woraufhin Entwickler Dennaton Games versprach, sich ihrer anzunehmen, und sie womöglich abzuändern. Offenbar war das also doch nicht der Fall, sonst wäre die besagte Mission nicht mehr in dieser Form im Spiel vorhanden.

Es dürfte nun also hoch interessant sein, zu erfahren, wie Publisher Devolver Digital und Entwickler Dennaton Games weiter verfahren wollen. Werden sie die kritisierten Stellen abändern oder nehmen sie einen Quasi-Bann in Australien in Kauf? Und wenn es eine speziell angepasste Version geben wird, darf man dann davon ausgehen, dass sie diese Version automatisch auch in Deutschland anbieten, oder erhalten wir dann die Uncut-Version?

Ursprüngliche Nachricht:

Langsam könnte man meinen, dass es die Australier trotz endlich eingeführtem 18er-Rating noch weitaus schwerer haben als wir in Deutschland. Nun hat es Devolver Digital und Dennaton Games' Hotline Miami 2: Wrong Number erwischt, das vom australischen Prüfungsgremium keine Freigabe erhalten hat, und somit praktisch gebannt ist.

Hotline Miami 2: Wrong Number - Spiel in Australien praktisch gebannt, da keine Freigabe *UPDATE*

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Zugegeben, auch in Hotline Miami 2: Wrong Number wird es nicht zimperlich zugehen
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Das 18er-Rating wurde in Australien Anfang 2013 eigentlich eingeführt, um endlich auch Spiele in Australien auf den Markt bringen zu können, die nicht extra geschnitten werden mussten, oder die aufgrund ihrer Gewalt- oder sonstigen anstößigen Darstellungen nicht das MA15+, quasi das Äquivalent zum deutschen USK:16 erhalten hätten.

Doch die Praktiken scheinen sich trotz der neuen, erwachsenen-orientierten Freigabe nur marginal geändert zu haben. Das merkte man schon an den Problemen, die Spiele wie South Park: Der Stab der Wahrheit, Saints Row 4 oder State of Decay hatten.

Devolver Digitals und Dennaton Games' Hotline Miami 2: Wrong Number hat nun mit denselben Problemen zu kämpfen. Das australische Classification Board hat dem Spiel keine Freigabe erteilt, was de facto einen Bann bedeutet - ohne die Freigabe darf das Spiel nicht verkauft werden.

Wie man am Trailer sehen kann, darf man wohl davon ausgehen, dass die extreme Gewalt angeprangert wird. Wie Devolver Digital weiter vorgehen will, steht noch nicht fest.

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