Homeworld 2 (PC-Test)
Von game-radio.net

Das weite All... ein gutes Dutzend Abfangjäger formiert sich zu einem Geschwaderverband und setzt sich vor die Bomberstaffel. Deren Piloten haben bereits begonnen die Zielpeilung für das Schlachtschiff aufzuschalten, welches sich von unten eurem Mutterschiff nähert...

Gameplay
Von unten? Tja, im Gegensatz zu dem was uns Serien wie Star Trek zu verkaufen versuchen, ist das All eigentlich eine kniffelige dreidi-mensionale Angelegenheit. Nicht nur links und rechts müssen überwacht werden, es gibt auch Gefahren die von unten oder oben drohen.

Vor drei Jahren wurde dieser Gedanke erstmals in einem Strategiespiel umgesetzt: Homeworld und dessen Mission-CD "Cataclysm" spaltete die Riege der Strategiespieler: Manch einer freute sich über die dritte Dimension, manch ein anderer verzweifelte an der gewöhnungsbedürftigen Steuerung und der laufend wechselnden Perspektive.

Homeworld 2 wird sich diesem Problem nicht mehr stellen müssen. Keiner, dem der erste Teil nicht gefallen hat, wird sich freiwillig die Fortsetzung antun wollen. Doch blicken wir erst mal auf das Spiel an sich. Erneut steuert der Spieler ein massives Mutterschiff, welches relativ unbewaffnet im Raum schwebt.

Prinzipiell ist dieses Mutterschiff lediglich eine bewegliche Fabrik-, Lager- und Forschungsstätte. Wobei "beweglich" natürlich relativ gesehen werden muss, denn die Geschwindigkeit dürfte kaum messbar sein. Real steuern muss man dann kleine Raumschiffe, Korvetten, Fregatten und Schlachtschiffe.

Letztere bringen dann, wie das Mutterschiff, sogar Produktionskapazitäten mit, welche ihr mittels Rohstoffsammelschiffen füttern müsst. Dabei hat jede Gattung ein passendes Gegenstück:

Pulsar-Korvetten wirken gut gegen andere Korvetten und Fregatten, haben jedoch kaum eine Chance gegen Jäger. Dafür wirken Flak-Fregatten hervorragend gegen diese und Bomberverbände. Der feindlichen Schlachtschiffmannschaft dagegen zaubert das Flak-Abwehr-Feuer nur ein lächeln aufs Gesicht.

Story
Prinzipiell nichts was einen vom Hocker haut. Jeder einigermaßen bewanderte in Sachen Computer-spielen war schon mehrmals in der Situation, das letzte Mutterschiff der Menschheit zu befehligen, welches von einer ganz gemeinen Spezies zerstört werden soll.

Aber die alten Griechen haben schon gesagt: "Nichts neues unter der Sonne." Womit sie die immer wiederkehr-enden Geschichten im Theater meinten.
Doch die Handlung trägt einen mit sich und die Wendungen im Verlauf einer Mission tragen durchaus zu einem Interesse am Weiterspielen bei.

Gegnerintelligenz
Das ist nun eine zweigeteilte Sache. Zum einen setzt der Computer die Schiffsklassen äußerst effektiv gegen euch ein. Teilweise effektiver als ihr es in der kurzen Zeit mittels Klick-Befehlen überhaupt hinbekommen könntet. Auch muss er Rohstoffsammelschiffe befehligen und Schiffe bauen.

Doch gleich in der dritten Mission habe ich es geschafft ein einziges feindliches Trägerschiff zu isolieren und zu bewachen. Dieses Schiff produzierte jedoch noch immer Fregatte auf Fregatte, was mich doch ein wenig an die Zeiten von Command & Conquer 1 erinnerte, als der Computergegner ebenfalls über keinerlei Ressourcenlimits verfügte.

Nachschub
Der Ressourcenabbau funktioniert wie im ersten Teil mittels

Homeworld 2 - Die Fortsetzung der genialen Weltraumaction im Härtetest!

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Sammelschiffen, die Asteroiden anfliegen und Stück für Stück ihrer Mineralien berauben. So beladen fliegen sie dann entweder zum Mutterschiff oder zu einer Mobilraffinerie, die euch eine Menge Flugzeit erspart.

Letztere ist sogar leicht bewaffnet, allerdings eher zu grafischen Zwecken...Waffen
Es gibt insgesamt 5 Arten von Schiffen nebst Unterklassen und natürlich noch Raumbasen. Die erste ist die Jägerklasse. Hier werden Abfangjäger, Aufklärer und Bomber gebaut. Homeworld's zweite Klasse bilden die Korvetten. Dort gibt es neben Minenlegern auch etwas kernigere Arten, welche besonders effektiv gegen Jäger oder andere

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Korvetten einsetzbar sind. Fregatten bilden schließlich das Rückgrat eurer Flotte. Relativ teuer und behäbig, haben sie jedoch die durchschlagskräftigsten Waffen wie Ionenstrahlen und Torpedos. Auch macht es spaß, den Flak-Fregatten bei ihrer Arbeit zuzusehen. Die Schlachtschiffklasse erklärt sich selbst. Dort können dann sogar noch kleinere Raumschiffe gebaut werden.

Sound
Stimmig. Die Musik passt zu den endlosen Weiten des Alls und die Effekte im Gefecht lassen einen die Raumschlachten mitfühlen. Vor allem Besitzer eines Subwoofers werden gefallen daran haben, das Brummen der Mutterschiffstrieb-werke zu hören, wenn man einen Kurswechsel befiehlt. Die Übersetzungshürden sind dafür erfreulich klein geblieben. Aber soviel wird auch nicht geredet.

Doch wenn mir das Programm empfiehlt eine "Marine"-Fregatte andocken zu lassen, um eine Schiff zu kapern... (Gemeint ist natürlich eine "Mäährieen"-Fregatte, mit lauter kleinen "Mäährieens" darauf, welche das Schiff einnehmen. Als gäbe es in 4000 Jahren noch immer keine anderen Soldaten für so nen Job...).

Grafik
Überworfen hat man sich in der Programmierschmiede dabei nun wirklich nicht. Die Einheiten ähneln sehr stark denen aus Teil eins. Das Universum jedoch ist bunt wie niemals zuvor! Vergesst die endlose Finsternis, im Homeworlduniversum

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ist alles irgendwie mit Sonnenlicht durchflutet und durch bunte Raumnebel verschönert.

Multiplayer
Auch hier scheint man nicht viel Energie hineingesteckt zu haben. Es gibt das klassische Deathmatch. Damit muss man dann zufrieden sein. Gespielt wird entweder über das LAN oder mittels TCP/IP über das Internet. Doch grade hier hätte ich es spannend gefunden, mittels der "Mäährieen"-Fregatte ein "Capture the Ship" zu spielen oder mittels der festinstallierten Verteidigungsplattformen so etwas wie ein "Siege".