Wenn es nach THQ und den Kaos Studios geht, nimmt der Dritte Weltkrieg in naher Zukunft seinen Lauf. Ex-CIA-Mitarbeiter Tae verriet im Directors Guild Theater die Hintergründe: Im Jahre 2012 stirbt der koreanische Jogginganzug-Diktator Kim Jung-il und beerbt seinen Sohn Kim Jung-un mit den Regierungsgeschäften. Dieser gibt sich im Gegensatz zu seinem Vater vorerst friedfertig und vereint Nord- und Südkorea drei Jahre nach seinem Machtantritt.

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Parallel dazu befinden sich die USA in einer Wirtschaftskrise. Dank der anscheinend stabilisierten Lage ziehen sie ihre Beobachtungsposten aus Korea ab. 2018 überrennt Korea Japan und reißt sich in der Folge noch den Rest Südostasiens unter den Nagel. Amerika leidet derweil unter einer Grippewelle, die Millionen dahinrafft, die Machtverhältnisse haben sich verschoben.

Homefront - Ooooooohhhh Pisse Korea!

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Die Rebellen starten einen verheerenden Angriff mit infernalischer Wirkung.
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Ganz im Stile eines echten Schurkenstaates sendet Korea einen Satelliten ins All, der einen Nuklearschlag über den USA auslöst, der elektromagnetische Puls legt sämtliche Kommunikationsmittel lahm. In der Folge landet ein Konvoi aus Frachtschiffen in San Francisco, getarnt als Gefangenenaustausch. Allerdings befindet sich eine Invasionsarmee an Bord, die die Stadt in Windeseile einnimmt und sich über den Westen Nordamerikas ausdehnt.

Doch was hat das mit dem Spieler zu tun? Der gehört einer kleinen Gruppe von Aufständischen an, die in dem ersten Level, das THQ im Directors Guild of America Theater in New York zeigte, ganz auf Öko machen. Das Camp verbreitet mit seinen Windrädern und Wasserspeichern in Kombination mit den allgegenwärtigen Tarnnetzen echte Endzeitstimmung, Fallout lässt grüßen.

Ein Auge für's Detail

Autor John Milius, verantwortlich für Apocalypse Now und Red Dawn, verpasst der Geschichte ihren Tiefgang. In der friedlichen Siedlung kann man mit anderen Rebellen sprechen und erfährt von ihren Sorgen und Ängsten. Schließlich sind die meisten von ihnen Zivilisten und hielten vorher noch nie eine Waffe in ihren Händen. Doch im zweiten Level, das THQ uns zeigte, werden die Waffen auch benutzt.

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Koreanische Truppen bewachen einen Parkplatz und wir müssen mitten hindurch.
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Gemeinsam mit einer kleinen Rebellengruppe macht sich der Spieler laut Danny Bilson, THQ Executive Vice President of Core Game, auf, um einige Tanklastzüge nach San Francisco zu geleiten. Dort wird der Sprit dringend von anderen Aktivisten benötigt, die ebenfalls gegen die Besatzungsmacht kämpfen.

Eindrucksvolle Inszenierung, krachende Action - Homefront kann kommen.Ausblick lesen

Unser Charakter liegt gemeinsam mit einer anderen Rebellin in Deckung auf einem Dach. Die beiden blicken auf den Parkplatz eines Einkaufszentrums, auf dem Koreaner Patrouille laufen, das Gebiet ist befestigt. Details wie die große Hooters-Werbetafel verleihen dem Szenario etwas beängstigend Realistisches. Auf einmal leuchtet der nächtliche Himmel auf, eine Rakete zieht ihre Bahn, teilt sich in mehrere Sprengköpfe und löst ein Inferno aus.

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In der Siedlung der Rebellen könnten auch Ökos wohnen. Doch die Idylle ist trügerisch.
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Aus der geschützten Position heraus nehmen wir die noch lebenden Koreaner unter Feuer, brennende Soldaten explodieren nach kurzer Zeit wegen der Munition, die sie mit sich führen. In bester Shootermanier geht es vorwärts, wenn wir nicht gerade heranfliegenden Raketen ausweichen. Zu unserer Unterstützung durchbricht ein Radpanzer die feindlichen Linien und feuert auf unseren Befehl hin auf markierte Ziele. Doch auch das Vehikel ist nicht unverwundbar, die Koreaner wollen es mit EMP-Waffen lahmlegen.

Erwachet auf dem Wachturm

Im weiteren Spielverlauf sollen sich laut Creative Director Sean Dunn auch Fahrzeuge steuern lassen, die genau berechnet in ihre Einzelteile zerlegt werden können. Erst einmal erreichen wir allerdings einen Wachturm und klettern auf die Plattform, wo unsere weibliche Begleitung Rihanna einen Nervenzusammenbruch erleidet. Kaum hat sie sich erholt, taucht ein feindlicher Kampfhubschrauber auf und beginnt aus allen Rohren zu feuern.

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Eines der Highlights: die bombastischen Explosionen.
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Dunn versprach weiterhin Stealth-Missionen neben den adrenalingeladenen Actionsequenzen. Zudem verändert sich die Umgebung, wenn man im Spielverlauf vom Mittleren Westen nach San Francisco vordringt. Die Grafik wird dabei dank der Unreal Engine 3.0 wohl stets gut aussehen, zumindest bei den gezeigten Materialien gab es nichts zu bemängeln. Ebenso eindrucksvoll war der Sound, über den wir mehr bei einem Besuch der Kaos Studios erfuhren.

Tatsächlich hat man sich von der Schrotflinte bis zum schweren MG alle Waffen besorgt und diese sowohl auf weiter Flur als auch in geschlossenen Räumen abgefeuert, um die entsprechenden Geräusche zu bekommen. An anderen Stellen war wiederum Kreativität gefragt. Hunde, die Eiswürfel zerkauen, oder das Grunzen von Walrössern finden ebenso ins Spiel wie scheppernde Mülltonnen.

Bei einem modernen Shooter darf natürlich auch der Mehrspielermodus nicht zu kurz kommen, doch hier durften die Mitarbeiter leider noch nichts verlauten lassen. Lediglich die Tatsache, dass der Modus für den PC komplett eigenständig entwickelt wird, sickerte in den Gesprächen durch.