Guido GroseChinatown. Den meisten warscheinlich als Mikrokosmos New Yorks bekannt, war der Schauplatz, den Square Enix uns nach mehreren Nur-zuschau-Demonstrationen erstmals voll spielbar offenbart hat. Ich sitze davor und freue mich wie ein kleines Kind. Verdammt lang ist es her, den Strichcode-Emotionsminimalisten mit tödlicher Vergangenheit und Zukunft befehligen zu dürfen. Kopfhörer auf und rein in den spielbaren Level „King of Chinatown“.
Agent 47 mit hochglanzpolierter Glatze, sinnvollen Neuerungen und Hilfen für Einsteiger, der langjährigen Fans aber trotzdem das Urgefühl und die Spielbarkeit der Serie versprechen wollte und halten kann.AusblickIch betrete den Marktplatz zu später Stunde. Für diese Uhrzeit ist hier noch ausgesprochen viel los. Menschenmassen drängeln sich aneinander vorbei, die Flammen aus den Woks schlagen mir entgegen, einen Stand weiter bietet ein Marktschreier seinen Fisch feil und an der Sushi-Bar daneben wird bezeichnenderweise frisches Sushi vorbereitet. Chinatown eben. Aber natürlich sind wir hier nicht zum eigenen Vergnügen, sondern weil wir einen Auftrag haben: den King of Chinatown liquidieren.
Dumm nur, dass der es sich in einem Pavillon in der Mitte des Platzes gemütlich gemacht hat, flankiert von bis an die Zähne bewaffneten Leibwächtern. Ganz zu schweigen von den auf dem Markt patrouillierenden Polizisten. Natürlich könnten wir uns es jetzt einfach machen. Wir marschieren direkt auf ihn zu, zücken unsere Pistole und verbleien seinen Kopfinhalt. Ist möglich. Sorgt aber für Massenpanik und nicht enden wollende Polizistenhorden, die selbst dem Hitman über den Kopf wachsen können.
Damit geht's schnell, ist aber nicht lautlos.Nein, da muss es eine elegantere Methode geben. Also den neuen Instinktmodus angeschmissen, der uns in den leichten bis normalen Schwierigkeitsgraden wichtige Personen, Feinde und deren Laufwege anzeigt. Dieser ist aber nicht unbegrenzt verfügbar und füllt sich mich erfolgreichen Aktionen während der Mission wieder.
Und schon hab ich jemanden erspäht. Ein hagerer Typ, gekleidet wie Ali-G. Ich beobachte ihn und stelle fest, dass er Zugang zum Pavillon hat und zwischendurch in einem Haus in der Gasse in der Nähe verschwindet, welche von einem Polizisten bewacht wird.
So sieht Agent 47 aus, wenn er sich die Klamotten des Dealers überstreift.Also müssen wir uns eine Tarnung besorgen, um Zugang zum Haus zu bekommen. Ich schau mich weiter um und bemerke in einer anderen Gasse einen Polizisten, der das Auto des Kings bewacht. In einem unbemerkten Moment betäuben wir ihn, entsorgen ihn in der Mülltonne und schlüpfen in das Polizeioutfit.
Zurück in die Gasse und im richtigen Moment die Mütze ins Gesicht ziehen, denn Uniform bedeutet nicht gleich blindes Vertrauen der „neuen“ Kollegen. Oben in der Wohnung finden wir dann auch den Grund für den Sonderstatus des Halbstarken gegenüber dem King: Er ist sein Drogendealer. Wir finden hier auch ein Scharfschützengewehr, aber das ist mir zu plump.
von Eidos, IO Interactive
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