Sebastian ThorWenn ihr ab heute vor einem Regal voller "Hitman: Absolution"-Verpackungen steht und eine mitnehmt, kann es sein, dass ihr nicht alles bekommt, was ihr früher hattet. Je nachdem, welche Motivation eure Finger damals durchfuhr, als ihr die Packungen der Vorgänger aus einem ähnlichen Regal nahmt. Es kann gut sein, dass ihr nicht all das kriegt und das Spiel trotzdem sehr, sehr mögt.
Trotz einiger Vereinfachungen ein sehr gutes Spiel für Tüftler, die sich ausleben wollen.FazitIch betone das, weil es euch wirklich ähnlich gehen könnte und zumindest für mich klar ist, warum. Schuld sind neben dem großen "Hitman: Blood Money" und "Contracts" auch die ersten beiden Teile mit ihren weitläufigen Arealen und vielen offenen Türen.
Ein Spielplatz für den mürrischen Auftragskiller, bewaffnet mit Übersichtskarte und Klaviersaite, der sich seinen Weg zur Zielperson suchte.
Manch einem dürfte heute die Verworrenheit des Beldingford-Anwesens fehlen, einem anderen die großen russischen Kellergeschosse. Es sind vielleicht weniger einzelne Kulissen oder gestalterische Ideen – die sind gut bis klasse in "Hitman: Absolution" –, sondern eher die Größenverhältnisse dahinter.
Früher waren Räume oft karg aneinandergereiht – klar, ist über zehn Jahre her –, leicht zu verwechseln auf jeden Fall, beliebig, und doch wichtige Punkte auf der Route des Killers. Wer konnte schon ahnen, wann man diesen einen Rückzugspunkt brauchen würde? "Absolution" entfernt sich hiervon ein Stück weit.
Trotz einiger Vereinfachungen: Hitman Absolution, das ist Kauern im Schatten und Zuschlagen im rechten Moment.Statt ihre Levels in Anonymität untergehen zu lassen, erzählen die dänischen Entwickler von IO Interactive mit jedem Abschnitt eine kleine Geschichte, man muss nur genau hinsehen und die Ohren öffnen. Dann hört man nicht nur die Geschichte des entführten Mädchens, das zu schützen Agent 47 mit seinem Leben geschworen hat, sondern auch die des Gangsters, der gerade am Telefon von seinem Arzt des Prostatakrebses freigesprochen wird. Er freut sich wie ein kleines Kind – so jemanden kann man nicht aus dem Fenster zerren. Er würde an den Klippen zerschellen. Kriegt ihr so etwas übers Herz?
"Es geht nicht darum, dass man bereuen soll, einen Charakter zu töten, aber man soll wenigstens wissen, was für Leute sie sind", sagte Game-Director Tore Blystad damals im Gespräch. Das gelingt natürlich nicht immer, doch es entsteht zumindest hier und da ein besseres Verständnis für die Welt und ihre Bewohner. Eure Entscheidung, ob ihr zuhören wollt oder nicht. Wenn ihr "Absolution" danach immer noch actionreich spielen möchtet, dann sei es so – IO legt euch keine Steine in den Weg.
Man erfährt das spießige, kleinbürgerliche Leben in Hope, einem Kaff in South Dakota, zumindest das, was davon noch übrig ist, als man durch die von Sondereinsatzkräften abgeriegelten Straßen schleicht, vorbei an genetisch aufgepumptem Gemüse für den Dorfwettbewerb, über die riesige Showbühne. Man trifft weinerliche Stripperinnen, Hausmeister, pöbelnde Nachtclubgäste und bekiffte Gangster, die "nach den Sternen greifen" – auch wenn die entsprechenden Personen von dem Treffen selten etwas mitbekommen.
Nicht dass man so etwas tun sollte, aber Absolution gibt euch die Möglichkeit.Es geht durch dichte Mais- und versteckte Hanffelder, einstürzende Fabriken, Gerichtsgebäude, überschwemmte Keller, rein in Stripclubs und raus aus brennenden Hotels. Man verfolgt Wissenschaftler lauschend auf ihrer Route durch geheime Forschungseinrichtungen, sprengt Fleischberge im Kampfring, vergiftet Sushi in einem Penthouse und einiges mehr.
Ich bin mir sicher, manch einer würde diese kleinen Geschichten eintauschen gegen die große Anonymität noch größerer Schauplätze. Viele Räume lassen sich auch heute von mehreren Seiten betreten, das ja, und einige Einsatzgebiete sind immer noch angenehm ausladend, etwa das Terminus-Hotel, die Kifferbude oder das Waisenhaus.
Aber...
von Eidos, IO Interactive
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Eigentlich tut es mir ja Leid, aber die Taste war schneller gedrückt, als er den Satz beenden konnte ;)
Wenn man Hitman als Shooter spielt - was ich durchaus auch mal probiere, wenn ich entdeckt werde und die Konfrontation unausweichlich ist -, dann empfinde ich 47 als zu wenig agil und hakelig in der Steuerung. Auch die Kletterpassagen hätte man etwas freier gestalten können.
Einige Passagen wirken ziemlich linear, bieten aber dennoch genügend Freiraum zum Experimentieren.
Ich mag übrigens den skurrilen Humor.
Macht aber aufjedenfall Laune :D
Habs schon durch bin ein suchti :D:D
Kann ich ohne storytechnisch was wichtiges zu verpassen bei Hitman: Absolution zugreifen, oder sollte ich mir irgendwo ein Let's Play oder eine Inhaltsangabe anschauen? Bin normalerweise jemand, dem die Story sehr wichtig ist (würde niemals empfehlen mit Assassin's Creed 3 anzufangen, sondern mit dem ersten Teil), aber wenn die nicht richtig zusammenhängen, muss das für mich nicht unbedingt sein.
Soweit würde ich sagen, dass du das Spiel ohne Vorkenntnisse spielen kannst, einzig die Vergangenheit von Nr.47 (wer/was er ist) sollte man sich vielleicht im Wiki durchlesen.(Dann weiß man warum er so krass ist^^)
Jo, die Freiheit ist echt der Hammer! Kleine Level, dafür so viele Möglichkeiten.
Kann ich ohne storytechnisch was wichtiges zu verpassen bei Hitman: Absolution zugreifen, oder sollte ich mir irgendwo ein Let's Play oder eine Inhaltsangabe anschauen? Bin normalerweise jemand, dem die Story sehr wichtig ist (würde niemals empfehlen mit Assassin's Creed 3 anzufangen, sondern mit dem ersten Teil), aber wenn die nicht richtig zusammenhängen, muss das für mich nicht unbedingt sein.
Die Kritikpunkte versteh ich nicht, wer sich das Spiel kauft sollte wissen, was er da hat! In den alten Teilen konnte man auch shooten, hat man das gemacht? Nö, weil es dann kein Hitman mehr war! Meiner Meinung nach nur ein Zeugnis davon, dass der Tester nicht wirklich kapiert wie Hitman aufgebaut ist. (oder die früheren Teile einfach nicht gespielt hat bzw. es als Egoshooter gespielt hat)
Ansonsten, eine Übersichtskarte? Also bitte, die Level sind so klein, das brauch doch kein Schwein! Außerdem erhöht es die Glaubwürdigkeit in meinen Augen, denn im realen Leben hab ich doch auch keine Übersichtskarte mit der ich sehen kann, wer sich hinter der nächsten Tür befindet...
Zum jetzigen Zeitpunkt würd ich dem Spiel 92-93% geben!
Ach und zu den KI Aussetzern: Spiel mal Assassins Creed 3, dann weiß der Tester was ne miserable KI ist...
Das Spiel wird von Square Enix und nicht mehr von Eidos gepublisht.
Ein sehr guter Test, nagut der Punkt als ,,Shooter nicht reizvoll,, ist für mich nicht relevant
Die Hitman-Serie war nie als ein Shooter gedacht und hatte schon immer ihren Schwerpunkt auf Stealth-Elemente gelegt. Warum das plötzlich negativ sein soll ist mir schleierhaft.
Was solche "positiven Shooter Elemente" mit einer ehemals guten Serie anrichten, hat man erst bei Resident Evil eindrucksvoll gesehen. Und da hilft es auch wenig, wenn man den Entwicklern auch noch vermittelt "zu wenig Shooter ist schlecht und drückt die Wertung". Wer Call of Duty spielen will, soll Call of Duty kaufen.
P.S Und ja ich weiß, es wirbt mit mehreren Wegen, sein Ziel zu erreichen. Aber dafür reicht die Mechanik in Hitman alle mal aus.
Die gleiche Argumentation hatte ich bei Deus Ex 3 auch angebracht, aber es wollen anscheinend trotzdem viele noch "ballern".
Solange der wichtige Kern bleibt kann man ruhig mit dem stupiden Gameplay ein paar von der Masse locken und mit dem wichtigen die Fans. Nur wenn dann die Essenz, welche die alten Teil gut gemacht hat, deshalb darunter leidet, dann sollten sie sich lieber auf eines von beiden (vorzugsweiße Stealth) konzentrieren.
Die Hitman-Serie war nie als ein Shooter gedacht und hatte schon immer ihren Schwerpunkt auf Stealth-Elemente gelegt. Warum das plötzlich negativ sein soll ist mir schleierhaft.
Was solche "positiven Shooter Elemente" mit einer ehemals guten Serie anrichten, hat man erst bei Resident Evil eindrucksvoll gesehen. Und da hilft es auch wenig, wenn man den Entwicklern auch noch vermittelt "zu wenig Shooter ist schlecht und drückt die Wertung". Wer Call of Duty spielen will, soll Call of Duty kaufen.
P.S Und ja ich weiß, es wirbt mit mehreren Wegen, sein Ziel zu erreichen. Aber dafür reicht die Mechanik in Hitman alle mal aus.