Spiel? Film? Oder eher Spielfilm? Bereits mit den 'Metal Gear Solid'-Titeln hatte Hideo Kojima begonnen, die Grenze zwischen beiden Medien nachhaltig zu verwischen. Doch mit seiner neuesten Idee zu einem 'pay-to-play'-Online-Spiel scheint er sie wohl nun endgültig ausradieren zu wollen.

Denn anstatt dass man seinen Charakter selbst steuert, wird der Spieler vielmehr ferngesteuert. Kurioserweise bringt man dabei diesen vollkommenen Kontrollverlust sogar persönlich in Gang. So gewährt ein bestimmter Geldbetrag einem zunächst Eingang zu einer Stadt, die mittlerweile ihre schlechteren Tage unter der Herrschaft von Zombies fristet.

Zu dem Zeitpunkt noch alle sechs Sinne beisammen, kämpft der Spieler fortan darum, eben genau diese auch nicht zu verlieren. Sobald er allerdings von einem der schlurfenden Untoten gebissen wird, heißt es Abschied nehmen von Sinn, Verstand und seinem Charakter. Vom Verdammten nämlich nun zu purem Zuschauen verdammt, mutiert der Avatar selbst zum Zombie, der jetzt seinerseits der hemmungslosen Fleischeslust nach anderen Spielern frönt. Einzig und allein die Kameraposition kann noch manuell verändert werden, um das blutige Treiben in den richtigen Winkel zu rücken.

Ist das Spiel damit also vorbei? Nicht ganz, denn immerhin will die Rechnung beglichen werden. Dem vormaligen Opfer bleibt infolgedessen gar keine andere Wahl als in eine neue Haut zu schlüpfen und sich ihrer auf der Jagd nach seinem 'alten Ego' abermals zu erwehren. Dazu gewährt ein bestimmter Geldbetrag einem Zugang zu einer Stadt, die mittlerweile ihre schlechteren Tage unter der Herrschaft von Zombies fristet... So entsteht letztlich ein fortwährender Kreislauf aus Leben und Sterben.

Im Sinne des Erfinders mag dieses durchaus ein spannendes Konzept sein. Stellt sich nur die Frage, ob es auch im Sinne des Spielers bzw. des Spielens wäre? Auf die Antwort werden wir aber wohl noch ein wenig oder ewig warten müssen. Schlußendlich ist der Zombie-Titel ja im Augenblick nicht mehr als ein Gedankenspiel Hideo Kojimas.