Dustin Browder, Game Director bei Blizzards Heroes of the Storm, entschuldigte sich auf dem offiziellen Blog für seine Aussagen in einem Interview.

Heroes of the Storm - Blizzard-Entwickler entschuldigt sich für seine Antwort auf die Frage nach dem Frauenbild

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Heroes of the Storm, ehemals Blizzard All-Stars
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Stein des Anstoßes war ein Interview mit Nathan Grayson von Rock, Paper, Shotgun, bei dem auch die Frage nach dem übersexualisierten Frauenbild in MOBA-Spielen aufkam, so auch beim alternativen 'Roller Derby'-Kostüm von Nova. Browder stimmte zwar zu, dass einige weibliche Charaktere etwas übersexualisiert seien, Blizzard aber nicht den Anspruch erhebe, damit eine bestimmte Message transportieren zu wollen.

"Wir machen nur Charaktere, die cool aussehen. Unsere Vorstellungen entsprechen mehr Comic-Büchern als anderen Dingen. Das ist unser Stand. Aber danke für das Feedback. Ich finde, das ist ein sehr faires Feedback."

Dann entglitt das Interview allerdings, denn als Grayson anführt, dass er Comic-Bücher nicht gerade für eine gute Referenzquelle halte, da dieses Medium für sein, nicht gerade positives Frauenbild berüchtigt sei, antwortet Browder, dass es nicht um eine Präsidentschaftswahl gehe. Es ginge Blizzard nicht um eine Message und niemand würde in ihrem Spiel nach einer solchen suchen.

Als Grayson nicht locker lässt und meint, es ginge in dem Genre schließlich um Befreiung und durch die Degradierung zum Objekt würden einige Spieler sich ausgegrenzt fühlen, reagiert Browder genervt.

"Uh-huh. Cool. Total."

Schade, dass das eigentlich höchst interessante Interview vom 22. November gegen Ende einen solchen Ton annahm. Dass es wohl nicht besonders angebracht war, merkte dann auch Blizzard. Browder entschuldigte sich nun über den offiziellen 'Heroes of the Storm'-Blog:

"In einem kürzlichen Interview mit Rock, Paper, Shotgun, verhielt ich mich unangebracht in Bezug auf ein Statement des Interviewers, das von übersexualisierten Charakter-Designs in Spielen handelte, und ich möchte mich hierfür entschuldigen. Dies ist ein ernstes Thema und ich möchte nicht, dass irgendjemand denkt, dass ich oder irgendjemand anderes bei Blizzard intolerant in der Darstellung unserer Charaktere wären."

"Es erfordert viel Arbeit, fesselnde Charaktere zu kreieren, aber es ist auch wichtig, einen Schritt zurück zu machen, um sicherzugehen, dass wir unsere Spieler nicht entfremden. Wir haben eine unglaubliche Auswahl an Helden und wir werden immer kämpfen, um sicherzugehen, dass jeder einen Helden haben kann, mit dem man sich identifizieren kann und mit dem man sich stark fühlt. Und am Ende des Tages wollen wir alle dasselbe - ein großartiges Spiel, bei dem man Spaß dabei hat, für den Ruhm zu kämpfen und vielleicht auch, um etwas zu prahlen."

Blizzard nehme Feedback ernst und wolle auch weiterhin, dass die Fans und Spieler Feedback liefern. Von daher danke er auch Rock, Paper, Shotgun für das ehrliche Feedback zu dem Thema.

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