Euer liebenswürdiger Nachbar natürlich! Und der hat es faustdick hinter den Ohren. Allein sein Gesicht verrät bereits böse Absichten und jede Menge Leichen im Keller, die allein ihr in seinem bizarren Hauskomplex aufspüren und als Beweismaterial einsacken müsst. Aber wehe, der Herr Nachbar erwischt euch - dann geht es euch an den Kragen.

Hello Neighbor - Announcement Trailer

Jeder kennt das: Gerade frisch umgezogen fällt euch ein merkwürdiger Nachbar auf, der in seiner gegenüberliegenden Bude sicherlich so einige unlautere Dinge versteckt. Da bleibt dem guten Bürger von Nebenan nichts anderes übrig, als sich eine Dose Bohnen zu schnappen, im Schleichmodus durch das Gras in den Garten des anderen zu kriechen und ein Fenster einzuschlagen. Schnell hopst ihr in sein Eigenheim und fangt an, den armen Kerl auszuspionieren, zu bestehlen und bis in seine privatesten Zimmerchen vorzudringen.

Voyeurismus vom Feinsten, Schnupperstunde für werdende Stalker: Hello Neighbor ist ein Stealth-Horror-Adventure, das mit einer recht amoralischen Idee glänzt und jede Menge Grusel und Spaß verspricht.

Hello Neighbor - Klopf, klopf – wer ist denn da?

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Hallo lieber Nachbar... siehst du mich?
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Nur weil er paranoid ist, heißt das nicht, dass ich nicht hinter ihm her bin

Hört ihr “Stalker” und “Horror-Spiel” in einem Satz, so muss es sich wohl um einen Titel handeln, bei dem ihr von einem dieser Verrückten verfolgt werdet. Ein bisschen so, wie in Slender. In Hello Neighbor jedoch übernehmt ihr die Rolle des Stalkers und habt den ganzen langen Tag nichts besseres zu tun, als euch so ungesehen wie möglich in das Haus eures Nachbarn zu schleichen.

Und warum das alles (abgesehen von der eigenen voyeuristischen Leidenschaft, die befriedigt werden möchte)? Die Antwort liegt direkt hinter der Haustür eures Opfers: Ein mit Drähten und verschiedenen Alarmanlagen gesichertes Tor, das es zu öffnen gilt. Komme, was wolle. Und einer wird ganz sicher kommen, nämlich der vermeintliche Übeltäter im Spiel: Euer nicht so begeisterter Nachbar.

Hello Neighbor - Klopf, klopf – wer ist denn da?

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Egal, wie ihr euch in dem Haus verschanzt: Euer Nachbar wird euch irgendwann finden
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Der böse Mann von Nebenan

Das Böse wacht in den Adleraugen eures Widersachers: Ein Nachbar, der euch das Fürchten lehren wird. Amnesia: The Dark Descent und andere Horror-Schocker können einpacken, denn dieser Schnurrbart-Mann sieht und hört nicht nur alles, nein, er rennt und springt euch auch wie ein junger Herkules entgegen, sollte er euch entdecken.

Einmal Stalker sein, beim Nachbarn einsteigen und seine dunkelsten Geheimnisse erforschen. Was müsst ihr noch wissen?Ausblick lesen

Doch Scherz beiseite: Hello Neighbor weckt zwar keinen Frictional-Games-Grusel, verdient sich die Einordnung ins Horror-Genre aber eindeutig. Musik und Ego-Perspektive bilden eine wunderbar unangenehme Einheit, während ihr durch das fremde Haus schleicht und versucht, dem Nachbarn zu entkommen. Entdeckt er euch, schießt der Sound in die Höhe und das Bild verschwimmt – tatsächlich ein wenig, wie bei den gängigen Horror-Klassikern.

Dazu kommt die fiese KI des Nachbarn, der mit jedem eurer Schritte dazulernt und sich so nach und nach besser gegen euch wappnet. Bärenfallen werden an den Türen und Fenstern aufgestellt, durch die ihr bereits eingebrochen seid, Alarmanlagen erscheinen und Gegenstände werden so platziert, dass sie bei eurer nächsten Stalking-Tour im Weg stehen, ihr gegen sie rempelt und eure Position verratet.

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Etliche Möglichkeiten: Mit einem Schuh kann ich ihn ablenken oder auch Fenster einschlagen
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Ein Labyrinth aus Ikea-Möbeln

… zumindest ist das die Idee hinter dem verrückt-gruseligen Indie-Game. Während ich die Beta spiele, funktioniert das Konzept zwar gut, aber nicht perfekt. Mr. Paranoid ist zwar ein ernstzunehmender Gegner, allerdings nur, wenn ich tatsächlich schleichend und ängstlich voranschreite. Renne ich jedoch an ein bestimmtes Ziel oder verstecke mich im Schrank (ja, auch das geht), kann ich meinem Nachbarn ein wenig zu gut entkommen.

Innerhalb von ein bis zwei Stunden erkunde ich so einen Großteil des Hauses – und verliere gänzlich meine Angst vor dem geheimnisvollen Mann. Noch dazu gelange ich nach einer kleinen Weile in die oberen Geschosse, in denen mein Gegenspieler kaum bis gar nicht auf Patrouille geht.

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Stattdessen warten dort zunehmend skurrilere Räume auf mich, voller umgekippter Schränke, Möbel-Haufen und Türen, die mitten durch den Boden in einen unteren Raum führen. Der Cut zwischen Stealth-Horror und Sandbox-Puzzle-Spiel ist hier ein wenig zu heftig, doch mit der Vollversion wird sich das hoffentlich noch ändern.