Held des Monats: Mario
(von Nina Ernst)

Karrierelaufbahn:
Marios Karriere ist einzigartig. Vom Mann ohne Namen hat er es geschafft, sich zu einem der populärsten Videospielcharaktere hochzuarbeiten. Zum ersten Mal tauchte er 1980 auf, als der damals noch wenig bekannte DesignerShigeru Myamoto die Figuren für sein Spiel Donkey Kong entworfen hat. Zu jener Zeit wurde unser Held einfach nur Jumpman gerufen.Bereits zwei Jahre später hat der Spielcharakter zusammen mit seinem Bruder ein eigenes Abenteuer bekommen: Mario Bros. Nun hatte er auch endlich einen Namen.

Den verdankt er Mario, dem Vermieter des Firmengebäudes von Nintendo Europa. Die beiden sehen sich angeblich ähnlich.
Die Abenteuer der Mario-Brüder waren so beliebt, dass im Laufe der Zeit etliche Spiele um den knollennäsigen Hüpfer erschienen sind.

Im Gegensatz zu Stars aus der Musikbranche ist unser Held seinem Entdecker immer treu geblieben und arbeitet ausschließlich für Nintendo. Nur eines seiner Abenteuer ist auf keiner Nintendo-Plattform erschienen: Der Film über die Brüder. Da dieser Ausflug in die Filmindustrie eher mäßig bis schlecht war, ist Mario schnell wieder zu seinen Wurzeln zurück gekehrt und hat uns an vielen neuen Abenteuern teilhaben lassen. Momentan dreht er mit dem Kart auf dem GameCube seine Runden und knockt seine Mitstreiter mit Bomben und Bananenschalen aus.

Tätigkeit:
Als Mario noch der Jumpman war, hat er als Schreiner gearbeitet. Vorseinem ersten eigenen Spiel hat er schnell eine Umschulung zum Klempner absolviert. Neben dem Reparieren von Rohren vertreibt sich Mario vor allem mit dem Sammeln von Münzen die Zeit. Kommen ihm dabei Gegner in den Weg, zertritt er sie einfach. Aber auch als Putzmann an exotischen Stränden hat er bereits sein Talent bewiesen. In seiner Freizeit fährt unser Held am liebsten Kart und spielt Golf oder Tennis.
Erkennungsmerkmale:
Jeder kennt Mario. Sein Ausspruch "It´se me!" reicht schon, um zu erkennen, um wen es sich handelt. Wenn dann noch das dazugehörige Gesicht mit der Knollennase samt Schnurrbart und roter Kappe auftaucht, wissen selbst Nichtspieler, wer da vor ihnen steht.

Nicht zu vergessen die typische Latzhose, von der er wahrscheinlich unendlich viele Exemplare in seinem Schrank hat. Unvergesslich bleibt auch seine Geste, die Mario immer zeigt, wenn er eine Aufgabe geschafft hat: die motiviert empor gestreckte Faust.
Wirkungsbereich:
Die Welt, in der Mario lebt, ist einfach schön. Kitschig, aber schön. Hier ist alles so bunt, als ob die Umgebungen samt Bewohnern aus einem Kaugummiautomaten oder japanischen Spielwarenladen stammen.

Hier gibt es grüne Wiesen, bunte Städte und Sandstrände. Klar, dass wir in der Welt eines Klempners auch eine Menge Rohre finden, durch die wir zum Beispiel hindurchschlüpfen können.

Doch das Böse lauert bekanntlich überall - auch in Marios Heimat. Daher finden wir hier an jeder Ecke Herausforderungen wie Fleisch fressende Pflanzen oder Marios Widersacher Wario.
Freunde und Familie:

Was wäre Mario ohne seine Freunde. Auch wenn er in den meisten Games allein die Hauptrolle spielt, tauchen seine Freunde immer wieder auf. Sein Bruder Luigi hat mit Luigi´s Mansion zum GameCube-Launch sogar ein eigenes Spiel bekommen, in dem er mit einem Staubsauger bewaffnet durch ein Geisterschloss wandelt.

Nicht zu vergessen sind alte Bekannte wie Prinzessin Peach, Yoshi, Kirby und die andern Bewohner des Nintendo-Landes.
Warum wir ihn lieben:
Dank Mario wissen wir, dass man nicht nur als Super-Cop, Alien-Jäger oder Abenteurer, sondern auch als Klempner ein Held sein kann. Außerdem hast du uns gezeigt, dass man die Welt auch retten kann, ohne ungehalten zu werden und die guten Manieren abzulegen.

Wir lieben natürlich auch die Welt, in der du lebst. Auch wenn es dort Feinde gibt, wirkt in diesem Bonbon-Ambiente alles so schön harmlos. Wie gern würden wir auch dort leben - oder zumindest mal Urlaub machen.

Deine Freunde haben wir natürlich ebenfalls ins Herz geschlossen - auch wenn wir wohl nie verstehen können, was du an Prinzessin Peach findest. Danke Mario, für die vielen schönen Stunden, die wir dank deiner zahlreichen Abenteuer vor dem Bildschirm verbringen durften.Erwartungen:
Hoffentlich erleben wir noch eine Menge gemeinsamer Abenteuer. Weiter so, Mario. Bleib, wie du bist.