Held des Monats: Gordon Freeman
(von Nina Ernst)

Es gibt sie noch, die wahren Helden. Zumindest die Welt der Spiele ist voll davon. Ob coole Machos, sexy Babes oder schräge Typen - wir stellen die interessantesten virtuellen Persönlichkeiten vor. Und das Tollste daran:Wer schon jetzt den Helden des kommenden Monats errät, wird mit einem Überraschungspräsent belohnt.

Karrierelaufbahn:
Im November 1998 durften wir zum ersten Mal in den Laborkittel von Gordon Freeman schlüpfen.

Als Held der deutschen Version des Spiels »Half-Life« hat er das Action-Genre revolutioniert. Seit dem Erscheinen des filmisch inszenierten Ego-Shooters wünschen sich Action-Fans ein Comeback des Helden. Nun hat Freemans Arbeitgeber Valve beschlossen, ihm im September mit »Half-Life 2« eine zweite Karrierechance zu geben.

Beruf:
Normalerweise ist unser Held Wissenschaftler in der Black Mesa Forschungsstation. Doch da das Schütteln von Reagenzgläsern nicht gerade zu den spannendsten Inhalten von Computerspielen zählt, hat Valve Freemans Arbeitsalltag dezent erweitert. Durch ein fehlgeschlagenes Experiment muss er sich mit Aliens und anderen fiesen Zeitgenossen herumschlagen. Und so macht sich Gordon daran, seine eigene Haut und die Welt zu retten.

Arbeitsplatz:
Das Intro von »Half-Life« war das Tor in eine neue Spieledimension.Während der Gondelfahrt zum Arbeitsantritt präsentierte sich die Black Mesa Forschungsstation als bis dato lebendigste Spielwelt.

Grüßende Kollegen, vorbeifliegende Hubschrauber und betriebsame Roboter - Freemans Arbeitsumfeld ist voller lebendiger Details.

Kein Wunder, dass er erst mal zu spät in sein Labor kommt. Schließlich will sich der Spieler zunächst in aller Ruhe umsehen und die Spinde der Kollegen inspizieren.

Erkennungsmerkmale:
Viele Ego-Shooter-Helden lassen sich nur an ihren Händen erkennen. Denn wann bekommt der Spieler den Rest von ihnen schon zu Gesicht?

Anders Gordon Freeman. Jeder Action-Fan erkennt ihn sofort wieder, denn der Wissenschaftler mit dem Schnauzbart und dem orange-schwarzen Strahlenanzug ziert nicht nur die Verpackung, sondern auch den Ladebildschirm.

Werkzeuge:
Freeman ist der erste Wissenschaftler, der neben Reagenzgläsern auch das Brecheisen schwingt und zum Knallgas-Test eine Handgranate benutzt.

Außerdem nicht wegzudenken ist der Strahlenschutzanzug, der zwar nur bedingt gegen beispielsweise Radioaktivität schützt, dafür aber den Träger mit Lebensenergie versorgt.

Warum wir ihn lieben:
In der lokalisierten Fassung von »Half-Life« hat er uns gezeigt, dass Spieltiefe nicht nur in Adventures und Rollenspiele gehört, sondern auch in Actiongames Spaß macht. Die Atmosphäre der detaillierten Welt hat Spieler nächtelang an den Rechner gefesselt. Das wären schon Argumente genug, um das deutsche »Half-Life« und seinen Helden in den Olymp der Spiele zu erheben.

Aber der wichtigste Grund ist ein anderer:

Ohne die Abenteuer von Gordon Freeman würde es kein »Counter-Strike«, kein »Team Fortress« und kein »Day of Defeat« geben. Kein Titel hat der Spiele- und Mod-Szene mehr Impulse gegeben als »Half-Life«. Millionen Online-Spieler auf der ganzen Welt sagen Danke, Gordon.
Erwartungen:
Wir hoffen, dass du dich nicht auf deinen vergangenen Taten ausruhst, sondern uns mit deinem neuen Abenteuer im Herbst wieder zum Staunen bringst. Außerdem wünschen wir uns, dass Valve Recht behält und die neue Episode tatsächlich eine noch bessere Mod-Plattform ist als der erste Teil. Ach ja, und vergiss bitte nicht das Brecheisen.