Jarosław Zieliński von Entwickler Destructive Creations stellte sich unseren Fragen, nachdem das Amokläufer-Spiel Hatred in den letzten Tagen für großes Aufsehen sorgte. Darin spielt man im Grunde einen Amokläufer und muss unschuldige Zivilisten töten.

Hatred - Entwickler im Interview: "die meiste Zeit über jagst du virtuelle Opfer"

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Hatred hinterlässt nicht nur unschuldige virtuelle Opfer, sondern auch viele Fragen und verärgerte Spieler.
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Dass das Studio diese Thematik wählte, hat laut Zieliński einen bestimmten Grund: Aufmerksamkeit. Denn hätte man beispielsweise ein Zombie-Spiel daraus gemacht, hätte niemand etwas von Hatred mitbekommen.

"Wir sind ein zu kleines Team, um uns eine große Marketing-Kampagne leisten zu können, also haben wir die Kontroverse für uns arbeiten lassen", so Zieliński.

Und Zombies, die vom Spieler weglaufen, habe wohl noch niemand gesehen. Genau das mache das Spielprinzip von Hatred zu etwas Besonderem: "Die meiste Zeit über jagst du virtuelle Opfer. Du bist der Jäger, du bist 'derjenige, der an die Tür klopft', wie Walther White [Protagonist der Serie „Breaking Bad“, Anm. d. Redaktion] sagen würde."

Warum der Spielecharakter einen Amoklauf startet, will Zieliński nicht verraten. Er solle stattdessen als mysteriöser Psychopath dargestellt werden. Man wolle dessen Taten nicht rechtfertigen und man wolle auch nicht, dass die Leute diesen verstehen oder gar mit ihm sympathisieren. Vielmehr sei er eine leblose Massenvernichtungswaffe: "Etwas über seine Vergangenheit zu erzählen, würde ihn zu menschlich werden lassen."

Und was würde man indirekt den Betroffenen eines Amoklaufs sagen, die sich durch Hatred gekränkt fühlen? Laut Zieliński werde niemand durch das Spiel verletzt und es gehe nur um virtuelle Menschen. Auch der Krieg sei eine grausame Erfahrung für all die Soldaten.

"Was würdet ihr zu ihnen sagen während ihr Battlefield spielt? Der Unterschied ist jedoch, dass Soldaten harte Typen und keine weinerlichen Pussys sind. Sie beschweren sich nicht darüber, dass ihre Erfahrungen als Referenz für virtuelle Unterhaltung genutzt wird", heißt es weiter.

Zieliński verriet uns auch, dass es insgesamt sieben offene Level mit unterschiedlichen Aufgaben und Neben-Missionen geben wird, die aufgrund der Handlung miteinander verbunden sind.

Mehr erfahrt ihr in unserem vollständigen Hatred Interview. Alternativ könnt ihr euch das Interview auch in englischer Sprache anschauen.

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