In Sachen Geheimniskrämerei werden bei großen Medienhypes heutzutage Dimensionen erreicht, bei denen selbst der US-Geheimdienst mit den Ohren schlackern dürfte. Umso überraschender, dass bereits mehrere Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart eine abfotografierte Version des neuen Harry-Potter-Romans im Internet auftauchte.

Auf der Jagd nach dem Übeltäter greifen Verlag und Autorin Joanne K. Rowling auf Methoden zurück, wie man sie sonst nur aus Crime-Serien wie CSI kennt. So will der Kamerahersteller Canon mit forensischen Mitteln Rückschlüsse auf den Fotografen der ominösen Fotos ziehen und ihm auf die Weise auf die Schliche kommen.

Nach Aussagen von Canon sind in jeder digitalen Fotografie Daten in codierter Form enthalten, die u.a. das Modell, den Hersteller sowie eine spezielle Seriennummer enthalten. Offenbar wisse man dadurch bereits, dass die fragliche Kamera in den USA verkauft wurde.

Sollte sie mit Kreditkarte bezahlt, zur Reparatur eingeschickt oder gar beim Hersteller registriert worden sein, ist die zugehörige Person relativ leicht auszumachen. Weitere Informationen ließen sich aus Spuren etwaig verwendeter Bildbearbeitungsprogramme ziehen.

Ob es sich bei dem Käufer dann auch tatsächlich um den Täter handelt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Ebenso wie die gesellschaftlich relevante Schwere der Tat...

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