Harry Potter und der Gefangene von Askaban (PC-Test)
(von Manfred Duy)

Nicht nur im gleichnamigen Buch/Film wäre Zauberlehrling Harry Potter ohne seine beiden Freunde ganz schön aufgeschmissen. Auch bei diesem Action-Adventure stehen ihm Ron und Hermine hilfreich zur Seite.

Sozusagen eine Premiere, denn im neuesten Harry Potter-Spiel (zum Film zum Buch) haben Sie erstmals Gelegenheit, neben Hauptdarsteller Harry auch dessen Mitschüler zu betreuen. Während man allerdings in der Konsolenversion jederzeit zwischen den drei Zauberlehrlingen wechseln kann, ist dies in der PC-

Version nur in bestimmten Situationen vorgesehen und geschieht vollautomatisch, denn jeder der drei verfügt über individuelle Eigenschaften, die es bei passender Gelegenheit einzusetzen gilt: Harry ist ganz gut zu Fuß, Hermine ist die begabteste Zauberin und Ron der Mann für Knobeleien

Wer suchet, der findet...
Die Geschichte orientiert sich natürlich am gleichnamigen Buch, hier wie dort werden Harry, Ron und Hermine in ziemlich mysteriöse Ereignisse verstrickt.

Ein dubioser Dunkelmann namens Sirius Black ist aus dem Askaban-Gefängnis entflohen und nun sucht eigentlich jeder nach irgend etwas: Die Gefangenenwärter nach Sirius, Sirius nach Harry, Harry nach Sirius, Hermine nach dem passenden Zauberspruch, Ron nach der nächsten Knobelnuss und der Spieler nach aufklaubbaren Bohnen und Passwörtern, um die nächste Türe aufzubekommen und die Sache wieder ein Stück voranzutreiben.

Harry Potter und der Gefangene von Askaban - Harry zaubert sich durch... und zwar ganz schön schnell!

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In einigen kleinen Zwischenfilmchen wird die Geschichte auch ein wenig weitergesponnen, das interaktive Geschehen selbst dagegen beschränkt sich größtenteils auf Minispielchen, die mit der eigentlichen Story herzlich wenig zu tun haben.

So müssen Sie etwa Salamander einfrieren, nach bissigen Büchern schießen, über das Eis gleiten, unzählige Lebensmittel einsammeln, Feinde übertölpeln sowie diverse Hüpfeinlagen meistern. Dies alles gestaltet sich in der spielerischen Praxis wesentlich einfacher, als es sich anhört: In aller Regel leuchtet irgendwo ein Schalter auf, blinkt übergroß ein wichtiges Objekt, warten

Feinde darauf, dass Sie ihnen endlich einen Tritt verpassen...

Packshot zu Harry Potter und der Gefangene von AskabanHarry Potter und der Gefangene von AskabanErschienen für GBA, PC, PS2, XBox und GameCube kaufen: Jetzt kaufen:

Fingerübungen für Nichtmagier
Auch die Auswahl der ca. zehn Zaubersprüche (davon drei Neuzugänge) geschieht sozusagen im Schlaf: Falls Magie benötigt wird, leuchtet das entsprechende Objekt auf. Ein kleiner Klick genügt, schon wird der richtige Zauberspruch automatisch angewählt und abgefeuert.

Auf diese Weise werden Hasen und Minidrachen zum Leben erweckt, Wasser eingefroren, kleine Kobolde beschworen und Feuersalamander "gelöscht". Nur bei einem Spruch bedarf es eines gewissen Maus-

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Timings, der Rest der Magie wird wie durch Hexerei per simplem Knopfdruck bewältigt.

Für die Hüpfeinlagen gilt Entsprechendes: Eine deutliche Markierung zeigt stets an, wohin Sie den nächsten Fuß zu setzen haben. Gesteuert wird der zumeist

rennende, manchmal auch hüpfende Harry mittels einer Maus/Tastaturkombination, die zunächst mal in einem Tutorial einstudiert wird. Das wäre allerdings gar nicht nötig, denn die Steuerung erweist sich als sehr einfach (Links-Klick = Rennen, Rechts-Klick = zaubern). Dennoch wäre es noch einfacher gegangen, denn warum hat man nicht auch eine Pad-Unterstützung eingebaut? Besitzer der deutlich ausgereifteren und um etliche Bonusspielchen angereicherten Konsolen-Version haben es auch hier wieder deutlich besser.

Kurz-Weil
Sicher, hinter mancher Tür verbergen sich auch in der PC-Version etliche Extraspiele, die sind aber weder sonderlich originell noch haben sie was mit dem eigentlichen Lösungsweg zu tun: So müssen Sie beispielsweise haufenweise Bohnen und Kürbisse einsammeln, um Türen aufzubekommen, hinter denen sich weitere Bohnen verbergen.

Harry Potter und der Gefangene von Askaban - Harry zaubert sich durch... und zwar ganz schön schnell!

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Und wenn Sie alles fleißig aufgesammelt haben, werden Sie zu guter Letzt in´s nächste Schuljahr versetzt. Was das alles mit Sirius Black zu tun hat, fragen Sie sich? Nun, das frage ich mich auch! Da es zudem für jedes Problem exakt eine einzige Lösung gibt und keinerlei Abweichungen oder Extratouren vorgesehen sind, wird man durch die gesamte Story geradezu durchgepeitscht und entsprechend schnell ist das Abenteuer denn auch zu Ende: Begabte Zauberlehrlinge erleben schon nach einem einzigen Schultag, sprich nach etwa vier Stunden den Abspann, Otto-Durchschnittsspieler dagegen müsste dafür noch runde drei Stunden nachsitzen. Und wenn Sie alles fleißig aufgesammelt haben, werden Sie zu guter Letzt in´s nächste Schuljahr versetzt. Was das alles mit Sirius Black zu tun hat, fragen Sie sich? Nun, das frage ich mich auch! Da es zudem für jedes Problem exakt eine einzige Lösung gibt und keinerlei Abweichungen oder Extratouren vorgesehen sind, wird man durch die gesamte Story geradezu durchgepeitscht und entsprechend schnell ist das Abenteuer denn auch zu Ende: Begabte Zauberlehrlinge erleben schon nach einem einzigen Schultag, sprich nach etwa vier Stunden den Abspann, Otto-Durchschnittsspieler dagegen müsste dafür noch runde drei Stunden nachsitzen.