Spätestens seit Nintendos Wii sind neuartige Eingabemöglichkeiten wieder hoch im Kurs. Forscher auf der ganzen Welt suchen nach Alternativen zu Tastatur und Maus: Sprach- und Gestenerkennung sind schon lange in der Entwicklung. Shwetak Patel und Gregory Abowd von der Georgia Tech University, USA, wählen nun einen ganz neuen Ansatz: Sie stellen mit in den Monitor integrierten Mikrofonen fest, auf welche Stelle auf dem Bildschirm der Anwender pustet.

Die entsprechende Technik nennen die beiden Wissenschaftler BLUI. Die Abkürzung steht für "Blowable and Localized User Interaction". Damit wird das Steuern eines Mauszeigers, sowie das Klicken von Buttons, Scrollen etc. ermöglicht. Um korrekt zu funktionieren, muss die Software allerdings erst auf den jeweiligen Nutzer "abgerichtet" werden.

Wie golem.de berichtet, soll BLUI jedoch nicht die herkömmliche Maus ersetzen. "Dafür ist sie nicht nur zu ungenau, sondern auch zu mühsam. Sie ist vielmehr als Ergänzung für Anwendungsszenarien entwickelt worden, in denen der Anwender keine Hand mehr frei hat, um die Maus zu steuern oder wenn eine Sprachkontrolle zu aufwendig ist."