Ob der geplante Halo-Film jemals zustande kommen wird, das weiß offenbar auch Microsoft zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Die letzte Meldung dazu kam Ende letzten Jahres, wo ein französisches Presse-Kit zum Halo-Buch Cryptum für ein wenig Aufsehen sorgte. Darin stand, Steven Spielperg würde sich dem Halo-Film annehmen und noch dieses Jahr damit beginnen.

Halo: The Movie - Microsoft wollte zu viel: Warum der Film niemals realisiert wurde

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Im Moment scheint ein Halo-Film nur Wunschdenken zu sein.
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Sollte der Film jedenfalls eines Tages doch in die Produktion gehen, dann wohl nur, weil Microsoft Hausaufgaben gemacht hat. Das Projekt ist bislang aus dem Grund gescheitert, weil Microsoft die Regeln Hollywoods nicht verstanden hat.

So steht es in dem Buch Generation Xbox: How Videogames Invaded Hollywood, woraus Wired in einem Artikel zitiert. Zuerst brauchte Microsoft ein Drehbuch, weshalb sie sich Alex Garland (28 Day Later) an Land zogen und ihm eine Million US-Dollar zahlten, damit er ein Script schreibt.

Das Drehbuch entstand unter der Aufsicht von Microsoft, so dass sich dieses nahe an den Spielen orientierte. Nun hatte Microsoft also einen Blockbuster-Autor und eine der bekanntesten Videospiel-Spielmarken.

Schließlich stellte Microsoft zusammen mit Columbia Pictures' Peter Schlessel und Anwälten Bedingungen auf, wodurch der Deal zum teuersten und lukrativsten in der Geschichte Hollywoods wurde bzw. werden sollte. Doch nicht einmal ein Franchise vom Kaliber eines Harry Potter würde laut dem Buch das bekommen, was Microsoft letztendlich in den Bedingungen verlangte.

Das Unternehmen wollte einfach nicht vor Hollywood auf die Knie fallen und sie wussten, dass sie mit Halo als Film ein richtiges Goldstück hatten. Microsoft wollte 10 Millionen US-Dollar für einen Anteil von 15 Prozent der Einspielergebnisse, zuzüglich ein Budget von 75 Millionen UD-Dollar und eine schnelle Produktion.

Hinzu kamen dann noch Forderungen - Microsoft wollte das letzte Wort in der Produktion haben, also auch bei Regisseur und Schauspielern. Und bis auf die 1 Million Dollar für den Drehbuchautoren wollte das Unternehmen kein weiteres Geld in den Film stecken. Das Budget hätte also von einem Studio getragen werden müssen. Und die 60 First-Class-Flüge von Microsoft-Mitarbeitern sowie Gäste zur Premiere waren dann auch nur die Spitze des Eisberges.

Am Ende scheiterte es wie fast immer am Geld, zumal Microsoft ohnehin nicht bereit war, die Forderungen herunterzuschrauben.