Seit der Premiere der ersten Xbox im Jahr 2002 gibt es keine Spieleserie auf der Konsole, die die Fangemeinde mehr begeistern konnte als das »Halo«-Franchise. Im September dieses Jahres stürzt sich der Master Chief endlich in sein drittes Abenteuer. Und natürlich soll »Halo 3« noch besser, noch größer, noch schöner soll werden und dabei das bekannte Shooter-Erlebnis maßgeblich verfeinern.

Dank der kürzlich gestarteten Multiplayer-Beta haben wir uns ein wenig in dem kommenden Blockbuster umsehen können und verraten euch, ob der Master Chief seinen Siegesfeldzug auch auf der Xbox 360 fortsetzen kann.

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In Liebe, Bungie
Schon beim Starten der Multiplayer-Beta stellt sich eine erwartungsvolle Atmosphäre ein: Das altbekannte »Halo«-Orchester ertönt aus den Fernsehboxen, der klassische Schriftzug schwebt durch das Hauptmenü und während des Ladevorgangs gibt es auch noch eine nette Geste von den Entwicklern: "Lade Halo 3 Beta. In Liebe, Bungie." Das ist sie also, die sehnlichst erwartete Multiplayer-Beta, an der sich gerade Tausende Spieler auf dem ganzen Globus ergötzen.

Halo 3 - Noch besser, noch größer, noch schöner - der Master Chief auf Next-Gen-Kurs!

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Das futuristische Design ist auch in Halo 3 mit von der Partie.
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Doch was hat die Anspielversion überhaupt zu bieten? Mit von der Partie sind wieder einmal die altbekannten Spielmodi, die schon in »Halo 2« für stundenlange Gefechte über Xbox Live sorgten: One Bomb, One Flag CTF, Crazy King (Hügelkönig), Slayer und Team Slayer. Interessant wird es hingegen erst unter dem Punkt Team Skirmish: Hier stehen den Beta-Testern taktische Spielmodi wie zum Beispiel VIP oder Territory zur Verfügung. Wer sich für ein VIP-Gefecht entscheidet, muss einen bestimmten Spieler zusammen mit seinem Team beschützen. Der Territory-Modus erinnert hingegen an die »Battlefield«-Serie: Hier müssen die beiden Teams verschiedene Flaggen erobern, um die Territorien einzunehmen.

Altbekanntes für die Zukunft
Auch das aus »Halo 2« bekannte Matchmaking-System kommt im dritten Ableger der SciFi-Trilogie zum Einsatz: Zu Beginn der Multiplayer-Beta sind deshalb alle Spieler auf Gedeih und Verderb ihrem Können ausgeliefert. Abhängig von der eigenen Leistung wird ein militärischer Rang berechnet, der den Zugang zu Spielern mit einer höheren Auszeichnung limitiert. Perfekt möchte man denken, schließlich haben so vor allem Shooter-Neulinge die Chance, auf gleichwertige Widersacher zu treffen. Als Nachteil stellt sich oftmals allerdings die lange Wartezeit heraus, die das System benötigt, um die passenden Gegner ausfindig zu machen.

Halo 3 - Noch besser, noch größer, noch schöner - der Master Chief auf Next-Gen-Kurs!

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Wer denkt hat verloren: Hier ist knallharte Action gefragt.
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Hat man die ersten Hürden des Matchmaking-Systems gemeistert, findet man sich kurze Zeit später in einer von drei Maps wieder: Snowbound, High Ground und Valhalla sind drei brandneue Beispiele für »Halo 3«-Schlachtfelder und entpuppen sich als Maps mittleren bis großen Umfangs - von der Schneewüste über eine Felslandschaft bis hin zur typischen Grünfläche mit Bäumen und Flüssen. Dabei fordert jede Karte die Kampfbereitschaft der Spieler, die sich am Steuer neuer Fahrzeuge wie dem wendigen Geländefahrzeug Mongoose wieder finden können. Ausgerüstet ist man dabei mit tödlichen Waffen wie der verbesserten Assault Rifle, dem brachialen Brute Spiker oder dem verheerenden Spartan Laser.

In Sachen Gameplay gibt es wenig Neuerungen: »Halo 3« ist immer noch dermaßen schnell und voller Action, das zweifelsohne ein Vergleich mit der »Unreal Tournament«-Reihe gezogen werden kann. Wer auf langsamen und gemütlichen Ballerspaß steht, sollte lieber zu anderen Genre-Vertretern greifen, zumal ihr in »Halo 3« nicht unbedingt viel Zeit zum Nachdenken habt. Aber genau das ist es wahrscheinlich, was den Mutliplayer-Modus der Serie so erfolgreich macht.

Für Abwechslung sorgen diesmal stationäre Geschütze, die ihr abmontieren könnt, um eure Gegner mit Hilfe eines gewaltigen Bleiregens den Garaus zu machen. Außerdem warten frische Items auf dem Schlachtfeld, die vor allem in taktischen Gefechten sehr sinnvoll sein können: Während man mit einer Annäherungsmine hervorragend heiß umkämpfte Plätze auf der Karte verteidigen kann, gewinnt man mit Hilfe eines Schutzschildes in Form einer Luftblase wertvolle Zeit, wenn eine Flagge erobert werden muss.

Halo 2.5?
Eine der interessantesten Fragen, die die Multiplayer-Beta von »Halo 3« wahrscheinlich aufwirft, betrifft die grafische Qualität des Titels. Kann der Master Chief in seinem dritten Abenteuer alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen? Deutliche Antwort: Bis jetzt noch nicht! Fast könnte man glauben, dass aus Versehen die »Halo 2«-Disc im Laufwerk der Xbox 360 gelandet ist.

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Heiße Action ist in der Multiplayer-Beta an der Tagesordnung.
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Klar, »Halo 3« ist sicherlich kein Spiel mit schlechter Grafik, die Charaktere sind nett animiert, das Wasser schlängelt sich in seinem Flussbett ansehnlich durch die Map und weist sogar physikalisch korrekte Eigenschaften auf. Der so genannte "Aha"-Effekt blieb aber während der gesamten Spielzeit aus. Nicht einmal der schicke Sonne-strahlt-durch-die-Bäume-Effekt kommt bisher in der Anspielversion vor. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Preview des dritten »Halo«-Teils nicht repräsentativ für die grafische Qualität des fertigen Titels steht, sondern lediglich zur Optimierung des Netzwerkcodes dient.