Half-Life 2: Episode 1 (PC Review)
von Nedzad Hurabasic

Anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung des viel bejubelten Shooters Half-Life 2 (HL 2) hat Entwickler Valve nun die Fortsetzung veröffentlicht. Jedenfalls einen Teil davon, denn wie der Titel "Episode One" schon vorwegnimmt,

ist dies der nur erste von insgesamt drei Folgen, die bis Ende 2007 die Geschichte um Gordon Freeman und Alyx Vance fortschreiben werden. Ob der erste Teil der Episoden-Trilogie an das höchst überzeugende Niveau des Hauptspiels anknüpfen kann, haben wir für euch herausgefunden.

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Half-Life 2: Episode One ist ein eigenständiges Spiel, für das man Half-Life 2 nicht besitzen, wohl aber auch einen Steam-Account anlegen muss, um es spielen zu können. Inhaltlich setzt es genau dort an, wo das Originalspiel geendet hat: Die beiden Protagonisten Gordon und Alyx sind weiterhin auf der Flucht und wollen, nachdem sie der Explosion am Ende von HL 2 irgendwie entkommen sind, city 17 endlich den Rücken kehren. Dummerweise steht der Energiekern der Zitadelle kurz vor der dem Exitus und droht nun so ihre Flucht zunichte zu machen. Deshalb muss das Team zähneknirschend einen Umweg in Kauf nehmen, um die Zerstörung des Kerns aufzuhalten. Dass sich dabei eine ganze Reihe von Problemen ergeben, die mit Waffengewalt, aber auch Köpfchen, beseitigt werden müssen, liegt auf der Hand.

Stichwort Team: Die Zeiten, in denen sich Mr. Freeman als Einzelkämpfer durch die Szenerie und dunkle Bunker ballern und knobeln muss, sind ab sofort ad acta gelegt.

Half-Life 2: Episode 1 - Mr. Freeman ist wieder am Start: Wer Half-Life 2 gut fand, wird Episode One lieben!

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Über weite Strecken des Spiels agiert die hübsche Alyx an der Seite des Wissenschaftlers mit dem nervösen Zeigefinger und unterstützt ihn dabei nicht nur mit zielgenauen Schüssen auf die zahlreichen Feinde. Auch eine mehr als nette Optik, die von der Source-Engine der Spieleschmiede famos in Szene gesetzt wird, lässt die Fans auch diesmal wieder mit der Zunge schnalzen. Dass dieser Schritt nicht nur in Punkto Gameplay eine echte Bereicherung ist, wird auch in vielen Momenten deutlich, in denen Alyx mit Kommentaren zum Weitermachen auffordert, Hilfe von Gordon anfordert oder sogar mit ihm flirtet. Wobei dieser - wie immer - kein einziges Wort verliert.

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Atmosphärisch macht das eine Menge her und das Beseitigen der Gegner ist jetzt noch mal so amüsant.

Spieltechnisch hat sich mit den sechs neuen Kapiteln nicht viel geändert, allerdings "fühlt" es sich aufgrund der Begleitung noch etwas spannender an. Die lineare Geschichte lässt dem Spieler kaum Spielraum für Ausflüge jenseits des vorgeschriebenen Pfads. Damit das nicht langweilig wird, haben sich die Entwickler aber wieder einige interessante Aufgaben, Rätsel und Knobelaufgaben einfallen lassen. So laufen Gordon und Alyx nicht plump ballernd in der Gegend herum, sondern müssen auch das eine oder andere Hindernis aus dem Weg räumen.Mehr als einmal kommt dabei auch die Gravitron-Kanone zum Einsatz, ohne die viele Hindernisse gar nicht beseitigt werden können.

Außerdem müssen bisweilen Schalter für Türen gefunden und aktiviert, Nester von insektoiden Feinden verschlossen, Heckenschützen ausgeschaltet oder Fallen deaktiviert werden, bevor es weitergehen kann. Gelegentlich laufen dem Duo auch weitere altbekannte Gesichter über den Weg, die ebenfalls fliehen wollen oder Zivilisten aus der dem Untergang geweihten Stadt evakuieren sollen.

Dazu schließen sie sich dann für kurze Zeit unserem Team an und unterstützen es oder fordern Hilfe an. Erst nachdem Gordon geholfen hat die Zivilsten in Sicherheit zu bringen, darf auch er sich in die vermeintliche Sicherheit flüchten. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass Alyx weder sterben kann, noch ihre Munition zur Neige geht. Auch der Spieler muss den Tod nicht fürchten.So ist es möglich, jederzeit per Tastendruck den aktuellen Spielstand zu speichern, was das Spiel selbst auch in regelmäßigen Abständen vornimmt.

Nicht Neues dagegen ist in Sachen Waffenarsenal zu vermelden. Hier kommen die schon aus HL 2 bekannten Geschütze zum Einsatz. Neben dem bereits erwähnten Gravitron-Gewehr, das diesmal aber deutlich häufiger genutzt werden muss, gibt es natürlich auch das Sturmgewehr, einen Raketenwerfer, eine Schrotflinte, ein Brecheisen und diverse andere Schießprügel. Diese stehen aber wie bei diesem Genre gewohnt erst im späteren Spielverlauf zur Verfügung, in den ersten beiden Leveln steigert sich das Spielgeschehen erst recht langsam, bis sich die Spannung entlädt und der Spieler in den Besitz durchschlagskräftigerer Waffen gerät und nicht nur mehr auf die Gravitations-Kanone angewiesen ist, mit der anfangs viele Hindernisse beseitigt oder herabstürzende Trümmerteile aufgehalten werden müssen.

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Der hat aber dafür richtig viele Ballaststoffe geladen. Neue Multiplayerfunktionen oder neue Maps gibt es ebenfalls nicht. Als kleines Goodie ist es jedoch auch möglich, sich während des Spielens Kommentare der Entwickler anzuhören, äquivalent zu solchen Features bei DVDs.

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