2003 sorgte der deutsche Hacker Axel Gembe für einen Schockzustand des Entwicklers Valve, als er sich in die Server hackte und den Entwickler-Code von Half-Life 2 stibitzte - und das Monate vor Release. Geschätzt wurde der damalige finanzielle Schaden auf 250 Millionen US-Dollar.

Half-Life 2 - Half-Life-2-Dieb Gembe: "Es tut mir so leid"

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Gabe Newell
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In einem Interview mit Eurogamer zeigt Gembe Reue. Bei seinem damaligen Vorgehen habe er nie geplant, seinem "Lieblingsentwickler" Schaden zuzufügen. Der damals 20-Jährige habe sich einfach so sehr auf das Spiel gefreut, dass die Beschaffung der neuesten Informationen zu dem Spiel zur Besessenheit wurde.

Durch einen extra dafür angepassten Trojaner konnte er sich Zugang zu Valves Netzwerk verschaffen und stahl Passwörter, um schließlich den Sourcecode des Spieles zu entwenden. Danach fand sich das Spiel in Tauschbörsen wieder und Valve musste den geplanten Release auf über 12 Monate verschieben.

Gembe richtete in dem Interview seine Worte auch an Valve-Boss Gabe Newell und erklärte, dass es im leid tut, was er ihm und Valve angetan habe. Wenn er könnte, würde er alles rückgängig machen. Er versichert zudem, dass er alle künftigen Spiele von Valve kaufen wird.

Dass Gembe überhaupt geschnappt wurde, ist aber kein Zufall. Damals schrieb er Newell eine E-Mail und gestand seine Tat. Daraufhin stellte Newell ihm eine Falle und lud ihn in sein Büro ein. Allerdings war die deutsche Polizei schneller und verhaftete Gembe vor seiner Ausreise in die USA.

Da er kooperativ war, sich zuvor nichts zu Schulden kommen lassen hat und auch selbst nicht das unfertige Spiel im Internet veröffentlichte, kam er mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon.

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