Die Half-Life-Erweiterung Opposing Force war das Erstlingswerk des 1999 gegründeten Studios Gearbox. Doch wie kam es überhaupt dazu?

Half-Life - Wie Gearbox den Auftrag für eine Erweiterung bekam

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Nach Opposing Force folgte das zweite Add-on Blue Shift
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Gearbox-Chef Randy Pitchford sprach das Thema auf der Nordic Game 2012 an und erklärte, dass Valve nach dem Release von Half-Life wie id Software sein und eine Erweiterung haben wollte, sie es aufgrund fehlender Kapazitäten aber nicht selbst machen konnten. Es gab auch noch keinen, den sie hätten beauftragen können.

Deshalb flog Pitchford nach Seattle und setzte sich mit Gabe Newell zusammen. Er schlug vor, dass man doch die gleichen Ereignisse im Hauptspiel aus der Sichtweise einer der Soldaten erleben und Gearbox den Auftrag übernehmen könnte: „Ich wollte Gabes Fantasie beflügeln. Jedes Mal wenn du einen Macher dazu bekommst über etwas nachzudenken, können sie sich auch dafür begeistern.“

Anschließend musste er noch Sierra, Valves Publisher, davon überzeugen, dass man dem Studio trauen kann. Da das Team aber zuvor bereits Erfahrungen mit Duke Nukem 3D gemacht hat, war das benötigte Geld das wichtigere Thema.

„Ich habe nach 2 Millionen Dollar gefragt, was eine unglaubliche Menge Geld war. Aber ich sagte, 'Gebt mir einen Tag und ich mache euch ein passendes Angebot'. Es wurden 900.000 Dollar und der Typ dachte, 'Scheiße, das ist mehr als die Hälfte weniger!'. Aber selbst das war noch 250.000 Dollar über unseren Berechnungen“, gibt Pitchford zu. „Das sind billige Tricks, die man bei jedem anwenden kann.“

Die Arbeit für Valve sei wichtig gewesen, um die Glaubwürdigkeit herzustellen, an den Marken anderer Unternehmen arbeiten zu dürfen. Später folgten noch Portierungen von Tony Hawk's Pro Skater 3, James Bond 007: Nightfire und Halo: Combat Evolved. Aktuell hat man mit Aliens: Colonial Marines wieder eine fremde Marke in Entwicklung.

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