Seit wenigen Tagen häufen sich auf Twitter Meldungen von H1Z1-Entwicklern. Diese berichten darüber, dass sie ihren letzten Tag bei Entwickler Daybreak hatten. Offenbar kam es zu einer großen Entlassungswelle. Die möglichen Gründe dafür sind aber weitreichender, als jeder vermutet hätte.

Was passiert nun mit H1Z1?

H1Z1 - Official Teaser-Trailer

Etwa 100 Entwickler von H1Z1 sollen laut Berichten einiger Quellen (EQWire) entlassen worden sein. Doch angeblich soll dies nicht an der vergleichsweise niedrigen Anzahl von Spielern liegen. Grund dafür seien die US-Sanktionen gegen russische Oligarchen. Zu diesen zählt wohl auch Viktor Vekselberg, Besitzer des Konzerns Renova Group, dessen Konten nun auf Eis liegen. 2015 hat Vekselbergs Konzern Sony H1Z1, Planetside 2 und weitere Titel abgekauft und die Entwickler dahinter in Daybreak umbenannt. Viele vermuten, dass das Geld für das Studio nun auch nicht mehr fließt und deshalb Mitarbeiter entlassen werden müssen.

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Alles nur Spekulation?

Daybreak selbst meldete sich ebenfalls zu dem Thema zu Wort. Angeblich wäre die Renova Group nie Besitzer des Entwicklerstudios gewesen. Der ehemalige Manager, Jason Epstein, wäre der Hauptaktionär gewesen. Er habe das Unternehmen der Renova Group aber bereits 2017 verlassen.

Dagegen sprechen jedoch die eigenen Pressemitteilungen von Daybreak. So gab es seit 2015 mehrere Wechsel an der Spitze, die aber immer im Zusammenhang mit Columbus Nova und der Renova Group standen. Mittlerweile wurden diese Mitteilungen aber von den Servern gelöscht. Zudem gab es einen Versuch, die Wiki-Seite von Daybreak Anfang April zu ändern. Zur selben Zeit begannen die Sanktionen gegen russische Oligarchen. Ein User mit dem Namen "Daybreakpr" versuchte "Die Firma hat keine Verbindungen zu Columbus Nova. Jason Epstein ist und war immer der Haupteigentümer und Executive von Daybreak" zu schreiben. Da keine Quellen genannt wurden, wurde der Eintrag wieder entfernt. Mittlerweile ist der Account gebannt worden.