Der kommende Singleplayer

Wenn sogar Spieler, die selbst noch kein Gwent spielen, auf die kommende Singleplayer-Kampagne Thronebreaker gespannt sind wie ein Flitzebogen, dann mag das was heißen. Kein Wunder, denn Thronebreaker ist viel mehr als eine dezente Erweiterung. Die Kampagne soll über 15 Stunden dauern, die Geschichte stammt von den Autoren von The Witcher 3. Auch absolviert ihr nicht nur simple Kartenspiele gegen Gegner, sondern wandert in einer offenen Welt umher, erledigt Sidequests, redet mit Charakteren und trefft wichtige Entscheidungen, die Einfluss auf die Geschichte haben.

Viel hat sich seit Gwents Ankündigungstrailer auf der E3 2016 getan:

Gwent - E3 2016 TrailerEin weiteres Video

Hier erwartet Gwent-Fans und die, die es noch werden sollten, nicht nur eine kleine Expansion sondern ein vollwertiger Titel à la Banner Saga, der genauso gut als eigenständiges Spiel hätte erscheinen können. Scheinbar hat CDPR auch hier keine Kosten und Mühen gescheut, um mit Gwent mehr als einen weiteren 08/15-Titel im Sammelkartensortiment zu liefern. Zum Glück.

Ohren auf gegenüber der Community

Wenn man ehemalige Profis wie Lifecoach fragt, warum sie Hearthstone, das mit Abstand populärste Online-Kartenspiel von allen, verlassen haben, stößt man auf taube Ohren. Also, nicht seitens der Profispieler, sondern bei den Blizzard-Entwicklern. Wenn Karten, wie beispielsweise Buccaneer oder Jade Idol, nie oder viel zu spät generft werden, dann muss man sich fragen, ob Team 5 den Spielern überhaupt noch zuhört. Sowohl den Casual-Spielern als auch den Profis.

Bei Gwent hingegen ist das Gegenteil der Fall: Täglich tummeln sich Entwickler und PR-Leute von CDPR auf reddit und twitter, diskutieren Änderungen an Karten, das Meta-Game und versuchen zu erklären, wieso und weshalb gewisse Entscheidungen getroffen wurden. Es herrscht Dialog. Natürlich werden nicht alle Community-Wünsche umgesetzt - was nur zu begrüßen ist! Schließlich sollten die Entwickler immer das letzte Wort haben, sie sind die Autorität. Aber der Umstand, dass Entwickler sich bewusst in die Feuerlinie stellen, ist äußerst löblich. Gerade bei einem Spiel, das von seinem Multiplayer-Aspekt lebt und bei dem Balancing der wichtigste Aspekt von allen ist. Falls ihr euch also in Zukunft mal wieder über eine komplett overpowerte Karte in Hearthstone aufregen solltet, wechselt zu Gwent. Es lohnt sich.

Insgesamt ist Gwent also tatsächlich auf dem Weg, zum besten Online-Sammelkartenspiel überhaupt zu werden. Womöglich ist es das sogar schon - und das obwohl es sich noch in der Open Beta befindet. Spätestens mit dem Erscheinen von Thronebreaker sollte kein anderes Kartenspiel mehr Gwent das Wasser reichen können. Ob es allerdings auch das populärste Online-Kartenspiel von allen wird, das bleibt abzuwarten. Ich würde es CD Projekt Red wünschen.

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