Autor: Christopher Link

Name: Unbekannt. Beruf: Pilot eines bis an die Zähne bewaffneten Gleiters. Wir wissen ja nicht, ob sich das so gut in euren Lebensläufen machen würde.

Fest steht jedenfalls, dass im Shooter "Gunship: Apocalypse" vor allem eines zählt: der schnelle Finger am Abzug. Wir verraten Euch, ob ihr auch mit derselben Geschwindigkeit den Geldbeutel zücken oder lieber einen großen Bogen um das Game machen solltet.

Gunship Apocalypse - Trailer

Nüchtern nur Ernüchterung
Die quasi nicht vorhandene Story bedient sich sämtlicher Handlungsroutinen, die man schon aus vielen B-Movies kennt. Auf einer Marskolonie suchen wir die Grabensysteme des Planeten nach Überlebenden ab. Warum? Das wird man sich die ganze Zeit über fragen: Der Grund der Rettungsaktion ist jedenfalls nicht wirklich ersichtlich.

Sogleich in der ersten Mission macht sich eine weitere Ernüchterung breit: Das Gunship steuert sich so, als wäre es mit hochprozentigem Alkohol betankt worden. Zu Beginn wird man daher dank der schwammigen Steuerung regelmäßige Bekanntschaft mit den Klippenwänden machen. Denen mal "Hallo" zu sagen, ist ja auch nur freundlich. Aber fangen wir doch ganz von vorne an...

Gunship Apocalypse - Apocalypse oder Schokoriegel? Gunship lässt es auf dem Mars krachen!

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Noch habt Ihr die Möglichkeit, auf "Beenden" zu klicken!
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In der Basis, die als Start- und Zielpunkt einer jeden Mission dient, befinden sich neben Schleusen, die euch mit einem nervigen Zwischenladen in die jeweiligen Aufträge schicken, auch noch verschiedene Hotspots, wie etwa ein Ausrüstungscontainer, in dem ihr bessere Waffen und Munition kaufen könnt. Da wir am Anfang aber noch eine arme Sau sind, begnügen wir uns für die erste Mission mit zwei Lasern und schon geht's los...

Packshot zu Gunship ApocalypseGunship ApocalypseErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Dachten wir jedenfalls! Denn wieder erweist sich das Steuern als Ritt auf der Kanonenkugel: Die Gefechte werden meist zum Glücksfall, da man einfach keinen präzisen Schuss platzieren kann und sich die Feinde wie zugedröhnt von einer Stelle zur anderen bewegen. Die automatische Zielerfassung hilft da leider auch nicht viel!

Grabenkämpfe gegen die Steuerung
Einsteiger bekommen somit schon recht früh den ersten "Game Over"-Bildschirm zu sehen. Profis kämpfen sich mit einer großen Portion Glück durch die Anfangsmission und kaufen sich mit den ersten erworbenen Erfahrungswerten und gesammelten Credits bereits das ein oder andere Upgrade. Neben Lasern und Miniguns dürfen sich Bruchpiloten auch auf durchschlagkräftige Raketenwerfer freuen, die ihr ähnlich wie in einem Rollenspiel in eurem Inventar unterbringen könnt.

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Unmöglich: Zwei Gegner auf einen Schlag attackieren uns!
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Leider gestaltet sich dies mit fortgeschrittenem Spielverlauf zur Farce: Dank der verhunzten Steuerung führt zwangsläufig jeder abgeschossene Gegner zum Jubelschrei. Und glaubt uns: Übermäßig oft kam das nicht vor. Ferner reißen die Aufträge nicht wirklich vom Hocker: Meistens fliegt man lediglich von A nach B, zerlegt irgendwelche bösen Buben in dicken Gleitern oder bewaffneten Mechs - sofern man nicht schon vorher vom Himmel geholt wurde - und tritt dann wieder den Heimflug an. Bei so wenig Abwechslung schwindet die Motivation schon nach wenigen Aufträgen.

Optisch befindet sich "Gunship: Apocalypse" leider nur auf Sinkflug-Niveau: Das liegt vor allem an den tristen Umgebungen, die zu allem Überfluss wie leer gefegt wirken. Auch der Detailgrad der Schiffe und Feinde sowie die magere Farbpalette lassen stark zu wünschen übrig. Grafisch ist das Spiel, das die AGEIA PhysX-Technologie unterstützt, also nicht im Entferntesten ein Grund, sich eine Karte für die Berechnung erweiterter Effekte anzuschaffen.

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Das Design der Gleiter ist nicht gerade "State of the Art".
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Zumindest auf der akustischen Seite sieht es nicht gar so zappenduster aus: Der rhytmische Electro-Soundtrack ist jedenfalls erste Sahne und peppt die ansonsten recht langweiligen Gefechte "ge-hörig" auf. Auch die hämmernden Soundeffekte wissen zu gefallen, ein leistungsfähiges Boxensystem vorausgesetzt. Von der monotonen Sprachausgabe unseres Bordcomputers zeigten wir uns hingegen unbeeindruckt.