GUN
von Thomas Bayer

Das Entwicklerstudio Neversoft war und ist bislang hauptsächlich für seine ausgezeichnete Tony-Hawks-Reihe bekannt. Dass die Jungs auch anders können, beweisen sie mit »GUN«. Im Wilden Westen Ende des neunzehnten Jahrhunderts schlagt ihr euch als Colton White durch eine

weitgehend freie Spielwelt, in der allerlei Abenteuer auf euch warten. Bis auf wenige Ausnahme steuert ihr Colton in einer 3rd-Person Ansicht - übrigens bei weitem nicht das einzige, was euch während des Spielens an GTA erinnern wird.

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Jäger und Sammler
Zu Beginn verdient sich Colton seinen Lebensunterhalt gemeinsam mit seinem "Vater" Ned (dazu später mehr) als Jäger. Die Ereignisse überstürzen sich jedoch schnell. In einem kurzen Tutorial müsst ihr einige Wachteln, Wölfe und Hirsche erlegen.

Dazu stehen euch zu Beginn des Spiels ein sechsschüssiger Colt und eine Flinte zur Verfügung. Die Flinte verfügt über einen sekundären Feuermodus, in dem an die Gegner herangezoomt werden darf, mit allen Pistolen könnt ihr das "Schnellziehen" aktivieren. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein First-Person Zeitlupeneffekt, in dem ihr zusätzlich durch einen einfachen Tastendruck die Gegner direkt anvisieren könnt.

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Cool! Selbst ganze Gruppen von Feinden lassen sich so später problemlos ausknipsen. Die "SlowMo" hält allerdings nur einen begrenzten Zeitraum und muss sich danach zunächst wieder aufladen. Je mehr Gegner ihr ohne Schnellziehen erledigt, desto schneller füllt sich diese wieder auf.

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Riverboat Party
Sind die Viecher alle erfolgreich in die ewigen Jagdgründe überführt, geht's rund. Colton und Ned besteigen einen Flussdampfer, der kurz darauf von einer Bande böser Buben unter Führung des bösartigen Reverend Reed überfallen wird. Das folgende Gefecht auf dem Dampfer dient als zweiter Teil des Tutorials und lässt euch erneut den Umgang mit den Ausknipsern üben. Zwischenzeitlich

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bedient ihr sogar die Bordkanone des Schiffes und ballert auf fiese kleine Boote, die euch das Leben schwer machen.

Der Überfall endet mit einem doppelten Schock für unseren Colton: Zunächst eröffnet ihm Ned, dass er gar nicht sein Vater ist - kurz darauf findet er auf dem explodierenden Kahn den Tod. Zuvor drückt er seinem Ziehsohn allerdings noch eine Münze in die Hand, die als Eintrittskarte zu einem Freudenhaus in Dodge City fungiert. Dort soll Colton nach einer gewissen Jenny zu fragen. Colton kann dem Flammeninferno knapp entkommen und wird drei Tage später vom "Ehrlichen Tom" am Ufer geweckt, als dieser ihn gerade von der Last der Münze "befreien" will.

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Das Glück dieser Erde…
Colton braucht ein Pferd, und da Mr. Tom davon zwei Stück mit sich führt, schlägt er einen kleinen Wettstreit vor, in dessen Verlauf ihr euch unter anderem in der Kunst des Reitens üben dürft.

Ein zentraler Punkt von »GUN«, war das Pferd in der damaligen Zeit doch die einzige Möglichkeit, schnell von A nach B zu kommen. Entsprechend detailliert wurde das Geschehen auf dem Rücken der Vierbeiner umgesetzt. Die Gangarten gehen nahtlos ineinander über - wer es eilig hat, kann seinem treuen Gefährten die Sporen geben, um diesen weiter anzutreiben. Aber Vorsicht: Übertreibt ihr es mit dem Sporeneinsatz, nimmt euer Gaul schaden und kann sogar

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sterben! Selbstverständlich darf auch vom hohen Ross herunter geballert werden was das Zeug hält. Außerdem könnt ihr mit dem "Trampelangriff" Tiere und Menschen schnell und ohne Waffeneinsatz niederreiten.

Sind alle Wettbewerbe gewonnen, hat der "ehrliche" Tom noch eine Überraschung auf Lager. Denn so ehrlich scheint er doch nicht zu sein, immerhin hetzt er uns, nachdem wir uns auf den Rücken unseres Preises geschwungen haben, seine Bande auf den Hals. Nachdem auch dieses Problem, ähm, gelöst ist, geht's ab nach Dodge City. Dort beginnt das eigentliche Spiel.

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Die Freiheit des Westens
Natürlich führt euch die Storyline als roter Faden durch Colton gesamte Geschichte. Es ist aber jederzeit möglich, Nebenmissionen anzunehmen oder einfach frei durch den Westen zu reiten. Durch eine intelligente Streaming-Technologie werden übrigens Ladezeiten komplett vermieden - sehr löblich.

Auf euren Reisen trefft ihr auf Postkutschen und Eisenbahnen, Saloons und Goldgräber-Siedlungen, Indianerdörfer und Trapper-Blockhütten. Wild, Wild West, wir kommen!

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Aber es muss nicht immer Knallen: Steht euch der Sinn nach einer etwas friedlicheren Beschäftigung, besorgt ihr euch einfach beim örtlichen Händler eine Spitzhacke und geht unter die Goldgräber.

El Arsenal
Im Laufe des Spiels kann Colton auf mehr 14 originalgetreu gestaltete Waffen zurückgreifen. Neben den Schießprügeln wie Revolver, Schrotflinte, Scharfschützengewehr stehen auch Messer für den Nahkampf zur Verfügung.

Solltet ihr etwas mehr "Bums" brauchen, kann Colton entweder mit Whiskeybomben (die Molotow-Cocktails des wilden Westens) oder Dynamitstangen herumfuchteln.

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Durch ein ausgeklügeltes Trefferzonen-Modell, spielt es eine gewichtige Rolle, ob ihr die Gegner an Bein, Arm, Kopf oder Hand trefft. Gute Schützen können mit einem gezielten Schuss durchaus ihren Widersachern die Wumme aus der Hand schießen. Yeah!

Besiegt ihr einen "Boss"-Gegner, gliedert Colton dessen Waffe in sein Arsenal ein und ihr könnt zukünftig darauf zurückgreifen. Je öfter ihr eine Knarre benutzt, desto besser lernt Colton damit umzugehen.

Darüber hinaus könnt ihr euch Lebensversicherer in mehreren Stufen upgraden lassen. Mehr Schaden uns schnelleres Nachladen sind nur zwei Beispiele. Natürlich sind solche Upgrades weder

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kostenlos noch umsonst. Der Händler knüpft euch je nach Ausbaustufe einen Teil euer Barschaft ab - dafür machen sich die Verbesserungen im Kampf aber auch deutlich bemerkbar.

Gut und Böse liegen nah beieinander
Im Verlauf des Spiels könnt ihr euch entscheiden, auf wessen Seite sich Colton schlagen soll. Ob als Bandit oder Indianer-Sympathisant, alles ist möglich. Selbstverständlich bleibt euer Handeln nicht ohne Folgen. Die Bewohner der Siedlungen sind Indianerfreunden ebenso wenig wohlgesonnen wie die Kavallerie, und Sheriffs werden sich naturgemäß mit fiesen Straßenräubern kaum auf einen gemütlichen Schluck Whiskey treffen.

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Multiplattform
Ihr solltet euch also gut überlegen, wen ihr unterstützt. Vom gefeierten Held bis zum Outloaw könnt ihr so ziemlich zu allem werden, was der Wilde Westen hergibt. Ergänzt wieder dieses System von der Möglichkeit, Charaktereigenschaften und besondere Fähigkeiten Stück für Stück zu verbessern.

Gun erscheint nicht nur für PS2, XBox und PC, sondern im Dezember auch für die XBox 360. Grafik und Animationen sind auf der aktuellen Konsolengeneration durchaus hübsch und gehen vollends in Ordnung, können sich hardwarebedingt aber natürlich nicht mit dem PC oder der XBox360 messen.Der PC-Fassung kommt zu Gute, dass nicht eine PS2 oder XBox-Version auf den PC portiert werden musste, sondern ein XBox360 Spiel. Von den üblichen Problemen wie matschigen Texturen o.ä. bleibt GUN deswegen auf dem PC verschont und zeigt sich optisch von seiner besten Seite. Shader-Effekte setzen den Wilden Westen so schön in Szene wie nie zuvor.Der PC-Fassung kommt zu Gute, dass nicht eine PS2 oder XBox-Version auf den PC portiert werden musste, sondern ein XBox360 Spiel. Von den üblichen Problemen wie matschigen Texturen o.ä. bleibt GUN deswegen auf dem PC verschont und zeigt sich optisch von seiner besten Seite. Shader-Effekte setzen den Wilden Westen so schön in Szene wie nie zuvor.