Ferner wirft er in den Raum, "Canis Canem Edit" trainiere die Spieler zu kleinen Columbine-Mördern im Sinne von Klebold und Harris. In Interviews stellt er als Tatsache dar, dass die spielerische Gewalt zwingend zu Gewalt in der Realität führen werde. Er verweist hierzu auf Untersuchungen, welche eine derartige Verbindung zwischen Spiel und Realität angeblich unzweifelhaft nachweisen würden.
Rommee, nein Danke! "Canis Canem Edit" weckt das Tier in dir! In der Konsequenz verlangt Thompson die Herausgabe einer Kopie an sich, da er ansonsten das Erscheinen von "Canis Canem Edit" klageweise verhindern wolle. Grundsätzlich ist in den USA aber das Entertainment Software Ratings Board für die freiwillige Selbstkontrolle zuständig - jedenfalls nicht Jack Thompson. Das ändert nichts daran: Er besteht darauf, man solle ihn im Namen des Allgemeinwohls als Erstes ans Joypad lassen, sonst zocke niemand.
Bis vor kurzem verschlug mir dieser Mann die Worte. Ich konnte nur fassungslos den Kopf schütteln über eine derartig mangelhafte Fähigkeit zur Differenzierung. Über einen solchen Hang zur Selbstdarstellung. Über völlige Intoleranz gegenüber den Ansichten anderer Menschen. Über soviel Scheinheiligkeit und Heuchelei. Und ich wunderte mich, wie unterschiedlich Weltbilder sein können.
Doch dann kam mir plötzlich ein Gedanke, der mich versöhnlich stimmte: Wie verkehrt kann eine Person schon sein, die keinen HipHop mag und so früh wie möglich an Spiele von Rockstar Games kommen will? Eben!






















