GT Legends (PC-Review)
(von Michael Dötz)

Auch in diesem Jahr haben wir das Sommerloch mal wieder überwunden und wir nähern uns langsam aber sicher dem Weihnachtsgeschäft an. Da darf natürlich in den Regalen der Händler

ein Rennspiel mit dem Flair der 60er und 70er Jahre nicht fehlen. Ob Atari dabei mit dem Titel 'GT Legends' der große Wurf gelungen ist, erfahrt ihr natürlich in unserem Review.

GT Legends - GC Trailer

Ich bring dich ganz groß raus
Nach der Installation in den Menüs angekommen dürfte der eine oder andere die geringe Auswahl an fahrbaren Untersätzen kritisieren, doch wer dies tut hat noch nicht den Karrieremodus entdeckt, denn im Verlauf eurer Karriere könnt ihr Strecken und Fahrzeuge freispielen, bis euch am Ende 95 Variationen von 29 Rennboliden der 60er und 70er zur Verfügung stehen. Diese können auf 25 Krusen wie dem Hockenheimring oder dem Nürburgring um die Kurven manövriert werden.

Am schnellsten könnt ihr euch über diesen großen Fuhrpark freuen, wenn ihr die Rennen in einem hohen Schwierigkeitsgrad bestreitet und

GT Legends - Mit 200 Sachen in den Rennspielhimmel!

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auch gewinnt, denn dann freut sich euer Konto über reichlich Einnahmen. Das gute an diesem Konzept ist, dass das Spiel auch einsteigerfreundlich gehalten wurde, denn in den geringeren Schwierigkeitsgraden, ist es relativ leicht ein Rennen zu gewinnen. Die Kehrseite der Medallie ist hier, dass ihr aber viel mehr Rennen bestreiten müsst, um neue Boliden oder Strecken freizuschalten. Bei dem ein oder anderem dürfte dies einen heftigen Dämpfer bei der Langzeitmotivation versetzten.

Packshot zu GT LegendsGT LegendsErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Herrliche Optik
Bei der Optik setzt GT Legends nahezu neue Maßstäbe im Rennspielsektor.

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Neben den fotoreifen Innenraumansichten, könnt ihr auch detailgetreu nachgebildete Strecken bewundern. Vor allem die Cockpits wurden sehr liebevoll ausgestaltet und man vermisst eigentlich nicht das geringste Detail. Hier wurde ganze Arbeit geleistet. Doch diese ganze Freude über herrliche Ansichten hat leider auch einen Nachteil, denn die Ladezeiten, bis man endlich einmal in ein freies Training, die Qualifikation oder das Rennen erreicht, sind gigantisch.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die sehr hohen Hardwareanforderungen, auf der Spielebox wird zwar bei den Minimalangaben nur ein 1,3 GHZ Rechner mit 512 MB Verlangt, doch wer nicht gerade in einer 640*480 Auflösung spielen möchte, sollte über einen neueren Highendrechner mit einer Spitzengrafikkarte verfügen, um alle Details zu genießen.

[Tipp:]

Die meisten Rennspielneulinge dürften sich sowieso mit der Tastatur an GT Legends heranwagen, doch ohne Fahrhilfen ist es nahezu unmöglich die Boliden auf der Strecke zu halten und dabei noch akzeptable Zeiten zu erzielen, deshalb lohnt sich auf jeden Fall die Investition in ein Lenkrad.Neben der Optik konnte uns auch der Sound völlig überzeugen, denn in jedem Menü wartet eine passende Hintergrundmelodie und auch die Motorensounds vermitteln ein so tolles Fahrgefühl, dass man sich gar nicht mehr vom Bildschirm lösen will.

Der Wechsel von Tag zu Nacht
In früheren Rennsimulationen war man es gewohnt auszuwählen, ob man bei Tag oder bei Nacht seine Rennen bestreitet, nicht so bei GT Legends, denn hier findet ein dynamischer Tageszeitwechsel statt. Von Minute zu Minute verändern sich die Schatten und mit zunehmender Tageszeit und geringerem Sonnenlicht verschlechtert sich auch eure Sicht, dies führt zu einem bislang kaum dar gewesenen Realitätsgefühl.

Vor jedem Rennen solltet ihr auf jeden Fall eine Trainingseinheit absolvieren, um euer Fahrzeug an die neue Strecke anzupassen,

um nicht von der Strecke abzukommen. Aufgrund der Vielzahl von Einstellungs-möglichkeiten ist dies eine große Herausforderung für Profis, als auch insbesondere für Anfänger.

Doch auch eure Boxenstopptaktik kann entscheidend beeinflussen, welche Position ihr am Ende des Rennens einnehmt, deshalb müsst ihr euch auch hier den Kopf darüber zerbrechen, wann der Gang an die Boxen am taktisch klügsten ist.

Multiplayeraction oder Multiplayerflop?
Wem der Singleplayermodus noch nicht gereicht hat, der kann sich auch noch online ins Renngetümmel stürzen, leider mussten wir auch hier ewige Ladezeiten überstehen, bis wir endlich ins Renngeschehen eingreifen konnten.

Den Multiplayermodus könnte man in zwei Worten zusammengefasst als solide und stabil bezeichnen.