Ground Control 2 - First Look
(von Thomas Bayer)

Wir konnten uns während eines Besuches bei Vivendi Universal in Langen einen ersten Eindruck von Massives kommenden RTS-Spektakel Ground Control 2 machen. Selbstverständlich möchten wir unsere Erkenntnisse mit euch teilen und haben die wichtigsten Punkte in ein erstes

Preview verpackt. Schauplatz: Irgendwo in den unendlichen Weiten des Weltraums. Zeit: Das Jahr 2741. Zwei Parteien prallen aufeinander. Die Folge sind Tod und Verwüstung, alte Helden sterben, neue werden geboren. Doch die Story von Ground Control 2 scheint nur auf den ersten Blick abgedroschen zu sein.

Ground Control 2: Operation Exodus - Ground Control 2: Choppers Movie14 weitere Videos

Im 24. Jahrhundert kolonisiert die Menschheit unter Führung der »Crayven Corporation« viele abgelegene Planeten - einer von ihnen ist »Morningstar Prime«, Ausgangspunkt der Geschehnisse in Ground Control 2.

Nach der Kolonialisierung bilden sich dort zwölf unabhängige, demokratische Stadtstaaten. Doch der Frieden währt nicht lange und während des folgenden Konflikts mit dem »Terranischen Imperium« um das Jahr 2500 vereinen sich die zwölf Staaten unter der Flagge eines Militärbundes, der »Northern Star Alliance (NSA)«. Während dieses ersten Konflikts verliert die »Crayven Corporation« den Kontakt zu »Morningstar Prime«, erst im Jahre 2701 kehrt sie zurück, um sich zu nehmen, was in den Augen ihrer Anführer ihr Eigentum ist.

Der Leser wird es bemerkt haben: Die Bad Boys im neuen Spiel des schwedischen Studios »Massive« sind ausgemacht. Doch noch fehlen zu einem echten RTS-Spiel die Guten, wie so oft gekennzeichnet durch eine scheinbar aussichtslose Position.

Genau so verhält es sich auch in »Ground Control 2« - der Spieler schlüpft in die Rolle von »Jacob Angelus«, einem der brillantesten Köpfe des NSA-Militärs, der zusammen mit seiner Einheit der Crayven Corporation mal so richtig zeigen soll, was eine Harke ist.

Zu Beginn des Spiels wird Angelus mit seinen Mannen in die Hauptstadt von Morningstar Prime beordert, die - wie sollte es anders sein - bereits in der Hand der bösen Feinde ist. Exakt hier beginnt auch das eigentliche Spiel - JC (gespr: DscheiSi) muss mit Hilfe seiner treu ergebenen Truppe in einer Stadtmission einige strategisch wichtige Punkte besetzen und den feindlichen Einheiten den Garaus machen.

Die erste Mission beginnt wie jeder Einsatz der Kampagne mit einem ingame - Briefing, in dessen Rahmen der Spieler durch eingeblendete und sehr atmosphärische Video-Übertragungen erfährt, wo und wie er dieses Mal die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Im Hintergrund ist derweil das dargestellt, was einem Vorgesetzte und Untergebene via
Übertragung vor den Latz knallen - es handelt sich dabei übrigens nicht um vorgerenderte Filme, alles wird mit Hilfe der ingame-Grafik präsentiert. Diese Art des Briefings erzeugt eine extrem dichte Atmosphäre, man wartet geradezu darauf, daß im nächsten Moment ein Trupp Feinde durch die Tür gestürmt kommt.

Zunächst sticht aber die Grafik ins Auge. Die Einheiten wirken bei näherem Heranzoomen derart detailliert und echt, dass die Infanterietruppen fast schon einem Shooter entsprungen sein könnten. Auch das Wasser verdient besondere Erwähnung: Schwappende Wellen - mittels modernster Bump - Mapping Technik hervorragend in Szene gesetzt - kräuseln sich auf kleineren und größeren Gewässern, daß es eine wahre Freude ist. Überhaupt ist das gesamte Terrain mit Liebe erstellt und animiert, abwechslungsreiche Texturen und weiche Übergänge sorgen dafür, dass nichts eckig oder kantig wirkt. Geographische Begebenheiten erfüllen in Ground Control 2 nicht nurden Zweck, die Karten schöner zu machen. An Steigungen verlieren Einheiten an Geschwindigkeit, Wälder können nur von Infanterie betreten (und als Versteck benutzt) werden und Gewässer stellen für die meisten Fahrzeuge ein unüberwindliches Hindernis dar. Bestimmte Terrain-Arten garantieren unterschiedlichen Einheiten diverse Boni.

So verschaffen z.B. Berge der Artillerie eine erhöhte Reichweite und das in Wäldern versteckte Fußvolk bekommt einen erheblichen Verteidigungsbonus. Auch die immer wieder anzutreffenden Häuser dienen nicht nur der Zierde. Besonders in Stadtmissionen erlangen sie große Bedeutung. Neben der Möglichkeit, sich hinter ihnen zu verbergen, können Infanteristen sich nämlich auch darin verstecken, was ihnen einen ansehnlichen Verteidigungsbonus verschafft. Alle Einheiten verfügen über eine reale Line of Sight, so können feindliche Truppen außerhalb des Sichtradius oder solche, die hinter Gebäuden positioniert sind, nicht ausgemacht werden.

Ground Control 2: Operation Exodus - Haltet die Stellung! Ein erster Blick auf das Echtzeit Spektakel

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Clevere Aufstellung auf dem Schlachtfeld ist somit elementar wichtig, da viele schwere Einheiten (Panzer, Artillerie) wesentlich weiter schießen als sehen können. Leichte Einheiten wie Fußsoldaten und Scharfschützen können z.B. in einem vorgelagerten Waldstück postiert werden, um den in den hinteren Reihen plazierten schweren Einheiten den nötigen Durchblick zu verschaffen.

Packshot zu Ground Control 2: Operation ExodusGround Control 2: Operation ExodusErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Apropos Scharfschützen: Mit diesen netten Jungs können feindliche Besatzungen aus ihren rollenden Stahlungetümen herausgeschossen werden, da die Fahrer, sofern sie nicht im Gefecht sind, realistisch den Kopf aus der Einstiegsluke strecken, um weiter sehen zu können.

Bereits in der ersten Mission wird klar, dass Massive sehr um Abwechslung bemüht ist. Die stupide "Ich baue eine Basis, bunkere mich ein und plätte den Feind mit meinen tausend Panzern" - Taktik kann getrost in der C&C-Schublade eingesperrt bleiben. In Ground Control 2 ist damit kein Blumentopf zu gewinnen, nur eine gesunde Mischung verschiedener Einheiten führt zum Ziel.

An dieser Stelle ist es nun auch Zeit, eine der größten Katzen aus dem Sack der Unterschiede zu lassen, die Ground Control 2 von der Masse der Echtzeitstrategie Spiele abheben. RTS - Veteranen sollten sich hinsetzen und anschnallen, denn Massive verzichtet in seinem Spiel komplett auf den Basisbau! Es gibt keine Farmen, keine E-Werke, keine Kasernen und keine Fabriken. Auch die gewohnten Rohstoffe fehlen, wozu sollte man sie auch brauchen, wenn keine Basis gebaut werden muss? Dies ist auch der Grund, warum die Entwickler Ground Control 2 nicht als RTS (Real Time Strategy) sondern als RTT (Real Time Tactics) bezeichnen. Im Vordergrund soll die Action und der gekonnte Einsatz und Mix der Einheiten stehen, nicht das Ressourcen pumpen, um den Gegner schließlich in einer Materialschlacht zu besiegen.

Da der Spieler natürlich nicht die ganze Mission mit den Einheiten bestreiten kann, die ihm zu Anfang jeder Mission zur Verfügung gestellt werden, muss selbstverständlich ein Ausgleich für die fehlenden Produktionsstätten her. Massive beschreitet hier einen durchaus unkonventionellen Weg, der aber enorme taktische Möglichkeiten bietet. Jeder Spieler startet an einer Dropzone - ausgenommen davon sind solche Missionen, in denen keine neuen Truppen erworben werden können und der Einheitennachschub an festgelegte Ereignisse gebunden ist, wie beispielsweise in der Stadtmission zu Beginn des Spiels.

Nur an dieser Dropzone kann Nachschub angeliefert werden. Um die Einheiten ins Feld zu bringen kommt das »Dropship« zum Einsatz, ein riesiges Transportraumschiff, welches nach erfolgreicher Belieferung normalerweise zu seiner Basis außerhalb der Karte zurückkehrt. Das Dropship taucht allerdings nicht einfach an der Dropzone auf, sondern überfliegt einen Teil der Karte (je nach Position der Dropzone kann der Weg kürzer oder länger sein) und damit auch feindliches Gebiet. Sollte der Gegner es entdecken, kann er versuchen, es abzuschießen. Hat er Erfolg, gehen alle transportierten Einheiten verloren und zusätzlich steht dem betroffenen Spieler für eine gewisse Zeit keine Nachschubmöglichkeit zu Verfügung. Doch das Dropship dient nicht nur dem Einheitennachschub, sondern kann auch aktiv in den Kampf eingreifen. Es ist in mehreren Bereichen stufenweise upgradebar, so können z.B. Kapazität, Waffen, Panzerung und Treibstoffvorrat verbessert werden. Abhängig von der Ausbaustufe in der Kategorie "Fuel" (Treibstoffvorrat) ist es dem Dropship möglich, eine bestimmte Zeit nicht zur Basis zurückkehren zu müssen. In diesen Zeitraum ist es wie jede andere Einheit steuerbar und stellt eine erhebliche Verstärkung der eigenen Truppen dar. Laut Aussage von Hendrik, Game Director von Ground Control 2, kann dies "einem Spieler durchaus einen entscheidenden Vorteil verschaffen und den Kampf zu seinen Gunsten entscheiden". Neben der Dropzone, an der die Mission beginnt, finden sich über die Karte verteilt weitere solcher »Häfen«, die der Spieler in seinen Besitz bringen kann. Sind mehrere Dropzones unter der Herrschaft eines Spielers, können Einheiten wahlweise an einer der verfügbaren Dropzones angeliefert werden. Wie gewohnt müssen neue Truppen natürlich bezahlt werden. Da es keine konventionellen Ressourcen wie Gold, Öl oder Holz gibt, muss ein anderes Zahlungsmittel her. In Ground Control 2 wandern deswegen »Aquisition Points« (AP's) über die virtuelle Ladentheke, um für den Nachschub zu blechen. Diese regenieren sich selbstständig, die Regenerationsgeschwindigkeit hängt dabei von der Anzahl der Dropzones ab, die sich in den Händen des Spielers befinden.Verwendet werden sie neben dem Kauf von Nachschub auch auf die Upgrades des Dropships. In Multiplayer - Gefechten stellen die Dropzones und die AP´s faktisch ein Maß für die Kartenkontrolle dar, wer mehr davon in seinem Besitz hat, besitzt nicht nur einen Kontroll-Vorteil, sondern auch eine schneller sprudelnde Geldquelle. Überhaupt der Multiplayer-Teil: Durch den Verzicht auf den Basisbau ist Action von der ersten Minute an garantiert - nebenbei verlieren auch die beliebten und immer wieder verbesserten Build - Orders (Reihenfolge des Gebäudebaus, besonders zu Anfang) an Bedeutung. Dies war einer der »ausschlaggebenden Punkte bei der Entscheidung gegen den gewohnten Basisbau«, so Martin Walfizh, CEO und Chef von Massive Development.

Die tolle Grafik, gepaart mit dem frischen, unverbrauchten Spielprinzip und der starken Identifikation mit der Hauptfigur Jacob Angelus verspricht ein herausragendes Spiel. Der Multiplayer - Part lässt durch den wegfallenden, oftmals langwierigen Basisbau auf viel Action hoffen.Massive plant hierfür übrigens öffentliche Server, sozusagen eine Art Battle.net für RTS bzw. RTT. Am 05.03.04 werden wir ein ausführliches Preview veröffentlichen. Bis dahin müsst ihr euch noch gedulden, allerdings dürfen wir euch jetzt schon etwas tolles ankündigen:

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Wir wünschen euch viel Glück dabei!Verwendet werden sie neben dem Kauf von Nachschub auch auf die Upgrades des Dropships. In Multiplayer - Gefechten stellen die Dropzones und die AP´s faktisch ein Maß für die Kartenkontrolle dar, wer mehr davon in seinem Besitz hat, besitzt nicht nur einen Kontroll-Vorteil, sondern auch eine schneller sprudelnde Geldquelle. Überhaupt der Multiplayer-Teil: Durch den Verzicht auf den Basisbau ist Action von der ersten Minute an garantiert - nebenbei verlieren auch die beliebten und immer wieder verbesserten Build - Orders (Reihenfolge des Gebäudebaus, besonders zu Anfang) an Bedeutung. Dies war einer der »ausschlaggebenden Punkte bei der Entscheidung gegen den gewohnten Basisbau«, so Martin Walfizh, CEO und Chef von Massive Development.

Die tolle Grafik, gepaart mit dem frischen, unverbrauchten Spielprinzip und der starken Identifikation mit der Hauptfigur Jacob Angelus verspricht ein herausragendes Spiel. Der Multiplayer - Part lässt durch den wegfallenden, oftmals langwierigen Basisbau auf viel Action hoffen.

Ground Control 2: Operation Exodus - Haltet die Stellung! Ein erster Blick auf das Echtzeit Spektakel

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Massive plant hierfür übrigens öffentliche Server, sozusagen eine Art Battle.net für RTS bzw. RTT. Am 05.03.04 werden wir ein ausführliches Preview veröffentlichen. Bis dahin müsst ihr euch noch gedulden, allerdings dürfen wir euch jetzt schon etwas tolles ankündigen:

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