Das meinungsbildende Boulevard-Blatt "Bild" präsentierte am gestrigen Tag deutschlandweit einen recht interessanten Artikel, in dem es sich um eine schöne - und nun tote - Ärtzin, einen habgierigen Arbeitslosen, ein Cabrio und Grand Theft Auto: Vice City drehte.

Was war passiert? Die "schöne Ärtzin" - Zitat Bild - hatte ein schwarzes Mercedes-Cabrio, dass der 29jährige Täter unbedingt haben wollte. Also entführte der Mann die Frau inklusive Fahrzeug mit einer Spielzeug-Pistole und erdrosselte sein Opfer wenige Zeit später mit dessen eigener Halskette. Vor Gericht war er geständig und gab zu, rein aus Habgier gehandelt zu haben.

An sich tragisch genug, doch die Bild-Zeitung musste eins draufsetzen. Der eifrige Reporter fand heraus: Der Mörder spielte mit Vorliebe Grand Theft Auto: Vice City. Bild zitierte einen Freund des Mörders mit folgenden Worten: "Von dem Spiel war Marco total begeistert. Er hat es sich ausgeliehen und dann zu Hause stundenlang gespielt".

Für Bild war klar: Der Mörder übte seine Tat mit Grand Theft Auto: Vice City und propagierte dies auch so offensiv in ihrer gestrigen Ausgabe.

Ob und wie bundesdeutsche Politiker auf diese "Sensationsmeldung" aus dem Hause Springer reagieren werden, ist noch nicht abzusehen.

Grand Theft Auto: Vice City ist für PS2 und seit dem 16. Mai 2003 für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.