Grand Theft Auto: Liberty City Stories (PSP Review)

Viele Handheld-Umsetzungen krankten lange Zeit daran, dass die tragbare Hardware eine Portierung des ursprünglichen Spiels nicht zuließ. Mit der PSP hat sich das geändert. Sonys Power-Handheld erlaubt es den Herstellern erstmals, Konsolentitel nahezu zu portieren.

Grand Theft Auto: Liberty City Stories - Trailer

Grand Theft Auto: Liberty City Stories - Tony Cipriani räumt auf! Die volle Ladung Action auf der PSP!

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Der neueste Spross der GTA-Familie spielt in der gleichen Umgebung, die ihr schon in GTA3 unsicher machen durftet - der Name lässt es bereits vermuten. Die Story spielt allerdings drei Jahre vor den Geschehnissen des dritten Teils. Deswegen ist die Stadt zwar die gleiche, allerdings fallen schnell einige Unterschiede ins Auge. Auf den drei Inseln Portland, Staunton Island und Shoreside Vale findet ihr an einige Stellen zum Beispiel statt verfallenen Ruinen Häuser, die noch vollständig intakt sind. Insgesamt fühlen sich GTA-Anhänger jedoch schnell heimisch. Wer die Vorgänger nicht kennt (gibt's das wirklich?), hat jedoch ebenfalls keine Orientierungsschwierigkeiten.

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Zurück in die Zukunft
In der Rolle von Toni Cipriani kehrt ihr nach einigen Jahren Auszeit wieder in die Stadt zurück. Was liegt also für Toni näher, als sich erneut an seinen ehemaligen Chef Salvatore Leone zu wenden. Dieser verschafft ihm schnell einige kleine Aufträge. Euer Dasein als Kleinganove ist allerdings nur von recht kurzer Dauer. Schnell steigt ihr auf und müsst keine einfachen Botengänge oder ähnliches mehr absolvieren. Die Auftraggeber werden immer zahlreicher, das gleiche gilt natürlich auch für eure Feinde. Zu denen gehört übrigens auch die Mutter von Toni. Da die ihren Sprössling als Versager ansieht, hetzt sie ihm Auftragskiller auf den Hals.
Das Spiel warnt euch, sobald die unangenehmen Gesellen in eurer Nähe auftauchen.

Liberty City Motor Show Erfahrungsgemäß ist die Spielwelt von GTA-Titeln so enorm groß, dass Feinde motorisierter Fortbewegung schnell kapitulieren. Glücklicherweise ist auch in Liberty City Stories für ausreichend fahrende Untersätze gesorgt. Neu dabei sind die bereits aus San Andreas bekannten Motorrädern, unter anderem das Über-Bike PCJ-600. Je nach Gusto könnt ihr die zwei- und vierrädrigen PS-Schleudern zum Cruisen, Flüchten, für illegale Straßenrennen und vieles mehr nutzen.

Freiheit? Freiheit!
Bereits seit dem ersten GTA-Teil ist die Grand-Theft-Auto-Reihe für ihre enorme Handlungsfreiheit bekannt. Liberty City Stories macht da keine Ausnahme. Jederzeit lässt sich die umfangreiche Storyline mit all ihren Missionen für die zahllosen Nebenmissionen unterbrechen. Beispielsweise kann Toni Aufgaben für Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und ein Taxiunternehmen erfüllen.

Auch die 100 versteckten Päckchen sind wieder mit dabei. Wer genügend davon findet, wird mit zusätzlichen Waffen belohnt. Selbstverständlich könnt ihr alle optionalen Aufgaben einfach links liegen lassen - dabei entgeht euch jedoch einiges. Beispielsweise lassen sich erneut Kostüme und andere Boni freispielen. Manche sehen einfach nur cool aus, andere erleichtern euch das Leben auf den Straßen der Stadt erheblich.

Tonis Weg zur Macht
Die Hauptstory erzählt die Geschichte von Toni, der von Kleingangster zum anerkannten Familienmitglied aufsteigt. Die Missionen sind deutlich kürzer geraten als die der Konsolen-Pendants. Allerdings werden wohl nur die wenigsten Handheld-Zocker unterwegs mehrere Stunden an einer Mission knabbern wollen. Das Spektrum der Aufgaben ist gewohnt breit und umfasst so ziemlich all das, was einem im Gangsterleben so begegnet. Schießereien, Diebstahl, Raub, Sabotage, Rennen - ab und an darf auch ein Zeuge auf Mafia-Art "behandelt" werden.

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Die Zwischensequenzen sind erneut hervorragend gestaltet, exzellent vertont und sehr atmosphärisch. Insgesamt erreicht die Geschichte jedoch nicht das Niveau der GTA-Kollegen, dazu fehlt ein wenig der rote Faden.

Dafür dürft ihr euch erstmals in der GTA-Welt mit Freunden vergnügen. Liberty City Stories bietet einen Multiplayer-Modus, in dem sich bis zu sechs Spieler über WiFi in sieben Spielmodi messen können. Jeder hat dabei die gleichen Möglichkeiten wie im Einzelspieler-Modus. Durch die enorme Größe der Spielwelt (immer jeweils eine Insel) sollten allerdings vier oder mehr Spieler mit von der Partie sein - sonst trefft ihr euch nämlich seltener als ein Blinder die Zielscheibe.

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Meisterschütze
Die Steuerung wurde im Rahmen der technischen Möglichkeiten identisch von der PS2 übernommen. Damit das Zielen leichter von der Hand geht, hat sich Rockstar etwas Besonderes einfallen lassen: Mit Hilfe der rechte Schultertaste schaltet ihr in den Zielmodus. Mit dem Steuerkreuz kann dann zwischen den Gegner hin-und-hergeschaltet werden. Jetzt einfach noch den Auslöser durchziehen und die Feinde sind Geschichte. Genial! Das Fadenkreuz bekommt ihr nur beim Scharfschützengewehr und stationären Geschützen zu Gesicht. Ans Sniper könnt ihr mit der linken Schultertaste zudem die Bewegungsgeschwindigkeit der Zielvorrichtung halbieren. Damit sollte jeder ins Schwarze treffen können!Grafik & Sound
Was Rockstar aus der kleinen PSP herausholt, ist einfach Weltspitze. Tolle Animationen, beeindruckende Sichtweite und tolle Lichteffekte setzten ein exzellentes Spiel ehrausragend in Szene. Wo viel Licht ist, findest sicher aber natürlich auch Schatten. Die Figuren wirken etwas klobig, manchmal poppen plötzlich Objekte ins Bild und die Kameraführung ist in Ermangelung eines zweiten Analogsticks nicht immer optimal. Trotzdem bleibt Liberty City Stories die Referenz, an der sich zukünftige PSP-Titel werden messen lassen müssen.

Wie von Rockstar gewohnt, haben die Entwickler dem Spiel einen richtig fetten Soundtrack verpasst. Unzählige Radiostationen spielen die unterschiedlichsten Musikstile - da ist für jeden etwas dabei. Wer dennoch während dem Spielen seine eigene MP3-Sammlung hören will, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Per mitgeliefertem Programm könnt ihr die Musikstücke auf den Memory-Stick spielen und sie während dem Zocken genießen.Grafik & Sound
Was Rockstar aus der kleinen PSP herausholt, ist einfach Weltspitze. Tolle Animationen, beeindruckende Sichtweite und tolle Lichteffekte setzten ein exzellentes Spiel ehrausragend in Szene. Wo viel Licht ist, findest sicher aber natürlich auch Schatten. Die Figuren wirken etwas klobig, manchmal poppen plötzlich Objekte ins Bild und die Kameraführung ist in Ermangelung eines zweiten Analogsticks nicht immer optimal. Trotzdem bleibt Liberty City Stories die Referenz, an der sich zukünftige PSP-Titel werden messen lassen müssen.

Wie von Rockstar gewohnt, haben die Entwickler dem Spiel einen richtig fetten Soundtrack verpasst. Unzählige Radiostationen spielen die unterschiedlichsten Musikstile - da ist für jeden etwas dabei. Wer dennoch während dem Spielen seine eigene MP3-Sammlung hören will, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Per mitgeliefertem Programm könnt ihr die Musikstücke auf den Memory-Stick spielen und sie während dem Zocken genießen.