Morgen erscheint Red Dead Redemption 2, Rockstar Games' erstes echtes Generation-8-Spiel. In einem Interview sprach Lead-Writer Dan Houser aber auch über Grand Theft Auto 6 und ist froh, dass das Spiel nicht in der Trump-Ära veröffentlicht wird.

Trevor aus GTA 5 wäre aber sicherlich ein Liebling von US-Präsident Donald Trump

Mit Red Dead Redemption 2 erscheint morgen eines der meist erwarteten Titel des Jahres und das langerwartete Sequel zum 2010er-Hit Red Dead Redemption (und Red Dead Revolver). Für Dan Houser, Lead-Writer bei Rockstar Games, ist es gut, dass es nicht etwa Grand Theft Auto 6 ist, sondern ein Western-Titel, wie er in einem Interview verriet. Der grund ist der, dass er sich Sorgen macht wegen der politischen Lage und Lager, die in jeglicher Hinsicht ins Extreme verfallen. "Es ist unklar, was wir daraus machen sollten", spricht Houser die Tatsache an, dass Rockstar Games mit der GTA-Reihe auch immer versucht habe, ein Abbild der gegenwärtigen Weltlage zu erschaffen, "geschweige denn, wie sehr die Leute daran Anstoß an dem nehmen würden, was wir daraus eben machten. Sowohl die Liberalen wie auch die Konservativen sind derzeit ziemlich militant eingestellt und sehr wütend. Es ist beängstigend, aber auch seltsam. Und doch scheinen beide Lager hin und wieder ins Absurde abzudriften. Aus diesem Grund ist es schwer, das Ganze satirisch zu behandeln. Einiges von dem, was man sieht, ist schon jenseits des Satirischen. Und es wäre innerhalb von nur zwei Minuten bereits veraltet, alles ändert sich so rasant."

Anstoß genommen hat die Gaming-Community freilich dennoch bereits an Red Dead Redemption 2, genauer gesagt an der Geschäftspolitik von Rockstar Games selbst: Nachdem Houser in einem Interview verraten hatte, dass sie bei der Entwicklung des Western-Titels bereits mehrfach in diesem Jahr die 100-Stunden-Marke pro Woche geknackt hatten, flammte erneut die Kontroverse um Crunch Times in der Videospielindustrie. Rockstar Games stand immerhin bereits 2010 - im Jahr der Veröffentlichung von Red Dead Redemption - im negativen Fokus aufgrund dieser Thematik. Auch ohne US-Präsident Donald Trump hat es die GTA-Reihe in der Vergangenheit für zweifelhaftes Aufsehen gesorgt: So erzeugte der Hot Coffee Mod in Grand Theft Auto: San Andreas 2005 einen handfesten Skandal im prüden Amerika.

Kein GTA 6 während der Trump-Ära bedeutet demnach kein neues Spiel der Reihe bis mindestens 2021 oder - im Falle einer Wiederwahl - nicht vor 2025. Letzteres dürfte aber eher unwahrscheinlich sein, in beiderlei Hinsicht.

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