Die Gerüchte sind wahr +++ GTA V ist gigantisch +++ Uferlos +++ Absolut beeindruckend +++ GTA IV war sehr gut +++ GTA V ist besser +++ Werde Familie verlassen +++ Job kündigen +++ Soziale Standards aufgeben +++ Nur noch Grand Theft Auto spielen +++ Für immer +++ Und ewig +++ Bis, dass der Tod mich von meiner Konsole scheidet.

Hot or Not

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Eine Welt, tausend Möglichkeiten

Entschuldigen Sie, bitte. Hätten Sie Interesse daran, Ihr momentanes Leben aufzugeben und als Kartoffel auf Ihrer Couch zu verrotten? Ein armseliger Abklatsch eines Menschen zu werden, der auf einem flimmernden Kasten mehr Spaß, Möglichkeiten und Begeisterung findet, als es in seinem ganzen Leben in der Wirklichkeit geben könnte? Ja? Super. Ich auch.

Um dieses Ziel zu erreichen und voller Freude, mit einem Grinsen im Gesicht und dem gewissen Glitzern in den Augen die Lebenstage verstreichen zu lassen, hätte ich hier eine 49 Quadratmeilen große Fläche für euch, die in ihrem Detailgrad und den Möglichkeiten, die sie euch bietet, keinerlei Konkurrenz zu befürchten hat.

Mag es auch geteilte Meinungen darüber geben, ob es schon einmal größere Welten zu bereisen gab, so gibt es doch keinen Streit, wenn es um die Möglichkeiten und vor allem die Liebe zum Detail geht. Kein anderes Spiel steckte jemals so voller Leben, Seele und Optionen wie Grand Theft Auto 5, das vielleicht lebendigste Spiel aller Zeiten.

Willkommen zurück in Los Santos, der schönsten, hässlichsten, lautesten und prächtigsten Stadt im fiktiven GTA-Universum. Hier werden Möglichkeiten wahr, Träume zur Wirklichkeit, und wenn du nicht ganz böse aufpasst, kommt ein Polizeiauto mit 140 Kilometer pro Stunde um die Kurve und fährt dich und all deine Freunde über den Haufen. Ach, ja, die gute alte Cop-KI.

Grand Theft Auto 5 - Ein Monster von einem Spiel

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Willkommen zurück!
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Es fühlt sich an wie GTA, es spielt sich wie GTA und es sieht wie GTA aus. Aber es ist größer, um nicht zu sagen: gigantisch. Als wäre die Stadt mit ihren Kasinos, Clubs und Rummelplätzen nicht schon beeindruckend genug, gibt es versiffte Vororte mit brüchigen Hütten, Wüstengebiete, kleine Vorstädte, Gebirge und, und, und. Sich zu verlaufen, das ist hier einfach, sich zu verfahren keine Seltenheit.

Packshot zu Grand Theft Auto 5Grand Theft Auto 5Erschienen für PS3, Xbox 360, PS4, Xbox One und PC kaufen: Jetzt kaufen:

Es ist nicht ungewöhnlich für GTA 5, dass man einen Punkt weit im Norden markiert, Gas gibt, nach vielen Minuten auf dem Highway die Karte aufschlägt und noch nicht einmal die Hälfte der Strecke hinter sich gelassen hat. Während man immer wieder etwas wehmütig und letztlich stolz auf die zu Ende gehende Generation blickt und zeigt, was da noch drin steckt. Das ist es nicht allein, was Rockstar den Open-World-Titel halten und so schnell garantiert nicht loslassen lässt.

Zwar ist es einfach nur klasse, nicht mehr auf eine Art von Umgebung beschränkt zu sein, sprich: neben Stadt und Land und Wüste und Berg noch Neues entdecken zu können, andere Orte zu besuchen und unberührte Landschaften zu erkunden. Der Zauber liegt viel tiefer, an dem Punkt, wo sich jeder dieser Orte einfach richtig anfühlt.

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Sieht aus wie GTA, spielt sich wie GTA, ist wohl GTA.
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Die Stadt ist laut, schnell und schrill. Die Highways sind zur Rush-Hour überfüllt und es staut sich in allen Ecken. Zu anderen Tageszeiten sind sie leerer, die Bergstraßen bei Nacht wirken wie verlassen. Im Wüstengebiet herrscht das Landleben, es ist ruhiger, gemütlicher. Und gefährlicher. Im Gebirge kommt mir ein Wanderer entgegen, an einem anderen Punkt ein Berglöwe. In der Ferne sehe ich Radfahrer die steilsten Pfade nach unten sausen.

Groß, größer, GTA. Der Open-World-Gigant tut es schon wieder und setzt neue Maßstäbe.Fazit lesen

Jede Straße, jede Ecke, jeder Ort... Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht, verschwenderisch vollgestopft mit kleinen Details, verzaubert durch hohen Wiedererkennungswert gänzlich unbekannter Gegenden. Vom größten Highway zum kleinsten Trampelpfad. Von Downtown bis ins kleinste Kaff, und von der Ostküste zur Westküste: Es wurde an jede Kleinigkeit gedacht, sei sie auch noch so unbedeutend.

Das sorgt natürlich nicht nur dafür, dass ihr aus dem Entdecken und Staunen gar nicht mehr rauskommt, sondern es erschafft auch eine Art Genügsamkeit, ein Gefühl, dass alles 'richtig' ist und seinen Platz hat. Jede Ecke bietet die Möglichkeit, einen Moment länger als nötig zu verharren, genauer hinzuschauen, wenn man nur bereit ist, auf die vielen kleinen, liebevoll berücksichtigten Details zu achten.

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Der Gesamteindruck ist fabelhaft.
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Wenn es an den ganzen Hintergassen, Trampelpfaden, kleinen Brücken ins Nirgendwo, Inseln, Leitern, Radwegen, Waldgebieten, verlassenen Ortschaften und potenziellen Fallschirmsprungpunkten überhaupt etwas auszusetzen gibt, dann sind es zwei Dinge:

A) Wir wollen mehr Geschäfte, Häuser und solche Sachen betreten können, denn ganz nach dem Motto „Du dachtest, ich dreh am Knauf und die Tür geht auf“ passiert genau das nicht und wir stehen vor verschlossenen Läden mit verwischten Lichtern im Schaufenster.

Nur wenige Geschäfte lassen sich wirklich betreten. Die für Missionen relevanten, solche, in denen ihr Klamotten und Gerät beschaffen könnt, und die Tankstellen, die ihr um ihre Tageseinnahmen erleichtern dürft.

B) Ich sehe vor lauter Möglichkeiten das Ziel nicht. Man kommt sich schon ein bisschen doof vor, wenn man den Zielpunkt erreicht hat und partout nicht weiterweiß. Hier runter? Nein? Die Treppe da hoch? Hinter dieser Tür? Geht nicht auf. Dort vielleicht? Ach so. In die kleine Gasse da rechts. Na, dann...

Grüß Gott, bis bald, auf Wiederseh'n, muss geh'n, muss geh'n, muss geh'n.

Kennt ihr das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“? Das mit der Taschenuhr und dem gehetzten Blick: „Oh seht, oh seht! Ich komme viel zu spät.“? Auch egal. Wenn ihr mit Grand Theft Auto 5 angefangen habt, werdet ihr vielleicht genauso der Zeit hinterherjagen wie dieses sprechende Fellknäuel.

Ihr könnt Stunden, Tage und vielleicht sogar Wochen damit verbringen, alles zu erkunden und zu untersuchen und werdet doch immer wieder etwas Neues entdecken. Das Spiel quillt über vor Möglichkeiten, Freizeitbeschäftigungen, Aufträgen, Nebenjobs, Zeitvertreiben, Herausforderungen und Orten, Ecken, Brücken, Höfen, Hotdogständen...

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Was man nicht alles machen kann...
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Zwar lassen sich manche Aktivitäten nur mit einem bestimmten Charakter beginnen, jedoch hat jeder der drei Hauptfiguren eine ausschweifende To-do-Liste. Sei es Fallschirmspringen von Bergen und Hochhäusern aus (mit und ohne Motorrad, ja, auch vom Hochhaus), illegale Wettrennen durch die Straßen der Nacht, Wildjagd, Yoga, Tennis und Golf, der Gang in den Stripclub oder zum Psychiater. Wem das nicht genug ist, der kann auch noch Immobilien kaufen und an der Börse spekulieren. Natürlich mit allen betrügerischen Tricks, die man von GTA erwartet.

Und das sind nur die vorgegeben Sachen und davon nicht einmal alle. Eurer eigenen Fantasie sind wenige Grenzen gesetzt. Ob ihr mit einem Taxi auf Tour geht und Fahrmissionen annehmt wie in den guten alten Tagen oder mit dem Abschleppwagen ein paar Dollar dazuverdient. Lieber mit einem Truck den Anhänger an- oder abkoppeln und über die Landstraßen sausen, mit dem BMX einen steilen Berghang hinunter, einen Kojote jagen: Alles möglich und noch ’ne ganze Ecke mehr.

Das Schönste an der ganzen Sache: ihr seid derjenige, der sich meldet, um etwas zu unternehmen. Kein nerviger Cousin, der jede Spielstunde zum Bowling gehen will, keiner, der euch mehr oder weniger hasst, wenn ihr keine Lust oder Zeit habt. Zwar werden sich ab und zu Leute bei euch melden, aber nicht im Sekundentakt und vor allem nicht, weil sie eure Spielzeit unter den blödesten Vorwänden in die Ewigkeit strecken wollen.

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So viel zu tun, so wenig Zeit.
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Dabei nimmt GTA nun überhaupt kein Blatt mehr vor den Mund. Es gibt Leute, die haben sich aufgeregt, weil man – glaubt es oder lasst es – Prostituierte töten konnte. Weil man Autos klaut und Leute überfährt. Weil ein afroamerikanischer Mitbürger in die Klischee-Schublade gedrückt wurde wie alte Zahnpasta in die Tube, irrelevant, ob alle anderen Völkergruppen ähnlich oder gar schlimmer behandelt werden.

Diesen Leuten sollte man den fünften Teil definitiv vorenthalten. Die Persiflage auf den amerikanischen Traum setzt noch ein paar Schippen Kohle drauf und heizt das Feuer der Entrüstung und Empörung weiter an. Nackte Brüste im Strip-Club, Drogenkonsum ohne Ende. Ein Mann, der im Laufe einer Mission gefoltert wird, und zwar von euch bis ins kleinste Detail dargestellt. Möglicherweise auch die eine oder andere Vergewaltigung. Wir sind uns nicht ganz sicher, wenn es um Trevor geht...

Die alten Grenzen gelten nicht mehr und wenn Grand Theft Auto wirklich der Auslöser für manch eine Gewalttat in der realen Welt gewesen sein sollte, dann steh uns Gott bei, was jetzt auf uns zukommt. Doch wäre es töricht, das Spiel auf diese Extreme zu reduzieren. Wer bei Sonnenaufgang mit dem Motorrad die Spitze des Berges erreicht hat und das Panorama der Stadt genoss, hat andere Gedanken als Mord und Totschlag. GTA kann auch ruhig sein, friedlich.

Zugegeben. Das ist ein Zustand, den ihr selbst erreichen und finden müsst, denn die Missionen sind weit abseits von Liebe und Freude am Leben, aber dazu später mehr.

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Ein Ort des Friedens? Michael glaubt noch dran. Noch.
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Weil es ja nicht reicht, dass ihr über viele, viele Stunden mit der Hauptmission beschäftigt sein werdet und die gigantische Anzahl an Nebenaufträgen, Begegnungen mit Fremden (und Freaks) und Hobbys die Spielzeit irgendwo an den Rand der Milchstraße katapultiert, gibt es auch noch unzählige Zufallsereignisse.

Plötzlich taucht ein kleiner Punkt auf eurem Radar auf und ihr wisst: Jetzt gibt es was zu tun. Sei es der tägliche Geldtransporter, der von euch entführt und geknackt werden kann, aber stets viel zu wenig Geld enthält, der betrunkene Verlobte, der Gefahr läuft, seine eigene Hochzeit zu verpassen, oder das verletzte Mädchen im Graben, die nicht in ein Krankenhaus gebracht werden will.

Es gibt viele verschiedene Begegnungen. Manche sind sich recht ähnlich, andere unterscheiden sich vor allem dadurch, mit welchem Charakter ihr sie ins Rollen bringt. Während der eine seinen Gast so schnell wie möglich von A nach B chauffiert und dafür einen einzigartigen Wagen erhält, erschießt der zweite ihn, um sich seine Kohle zu schnappen, und der dritte fährt ihn in die Berge, zu einem gruseligen Kult, der euch für jedes Opfer... äh, jeden Gast, tausend Dollar in die Hand drückt.

Der Junge, der Alte und der Irre

Große Welten, viele Nebenmissionen, unendliche Möglichkeiten. Das ist ja alles ganz schön und gut, aber es gibt eine Sache, die alle anderen in den Schatten stellt und aus einem verdammt guten Spiel ein großartiges Erlebnis macht. Eine Möglichkeit, mit der Rockstar den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen hat, und das sind die drei ständig wechselbaren, grundverschiedenen Charaktere.

Normalerweise kommt ein Studio mit so einer genialen Idee daher und setzt sie anständig um. Einige Zeit später macht die Konkurrenz es dann besser. Und wenn sich keiner findet, macht es das Originalteam ein paar Jahre später halt selbst. Doch in diesem Fall schauen die anderen in die Röhre, denn der Wechsel zwischen Michael, Trevor und Franklin ist schlichtweg genial, sauber umgesetzt und über jeden Zweifel erhaben.

Alleine wie viele kleine Szenen und Situationen Rockstar für den Wechsel zwischen den dreien entworfen hat, sind Lacher für zwei Spiele. Liebe ist eines der meistbenutzten Worte in diesem Text.

Zwar spielen sich alle drei Charaktere völlig gleich, doch schaffen sie es durch ihre Persönlichkeit und ihre erschreckend greifbare Präsenz, dass man jeden anders die Welt von GTA 5 durchstreifen lässt. Jede Figur entspricht einem Aspekt der Spielreihe. Einer Möglichkeit, wie die verschiedensten Leute Grand Theft Auto spielen...

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Franklin ist der fahrer und er ist verdammt gut.
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Der Newcomer

Die erste Figur, die ihr kennen lernen werdet, ist der junge Schwarze Franklin. Scheinbar direkt „Grand Theft Auto: San Andreas“ entsprungen, ist er der Mann, mit dem man einfach durch die Gegend cruist, im Strip-Club abhängt, Autorennen fährt und heiße Schlitten klaut.

Franklin ist sich nicht zu gut, um mal eine Tankstelle zu überfallen. Er würde einen Typen, der ihm doof kommt, glatt eins auf die Mütze geben und die Brieftasche klauen. Aber einer netten Lady zuliebe kann er auch mal Gentlemen sein, einem dreisten Dieb hinterherjagen und die geklaute Handtasche für einen kleinen Finderlohn zurückbringen.

Sein Geld geht meistens für dicke Karren und fette Autoteile drauf, er benutzt das böse, böse N-Wort viel zu oft und weiß eigentlich nicht genau, wohin im Leben. Er ist der Fahrer. Einer, der mit seiner Spezialfähigkeit noch jede Kurve nehmen kann. Der Junge. Der Hippe. Der Neuling, der sich nach oben arbeitet.

Mit ihm raucht man Gras, genießt den Reichtum, den er langsam, aber sicher anhäuft, und gibt ihn für unnützen, schön funkelnden Müll aus. Er weiß nicht, wie das Spiel funktioniert, aber er lernt. Und das schnell.

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Michael, der alte Hase.
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Der Aussteiger

Michael ist der Oldschool-Grand-Theft-Auto-Charakter, nur halt ein paar Jahre später. Er war jung, er war gut und er hat viel Scheiße gebaut. In klassischer GTA-Manier hat sich Michael nach oben gearbeitet, viel Geld verdient und ist dem Tod das eine oder andere Mal von der Schippe gesprungen. Doch wo enden Charaktere aus dieser Spielreihe, wenn sie weder geschnappt werden noch mit sieben Kugeln in der Brust in einem modrigen Grab verrotten?

Im Ruhestand. Eine dicke Villa als Eigenheim, ein netter Wagen, um die Stadt zu erkunden, und eine liebende Familie um sich herum. Oder zumindest so etwas ähnliches, denn Michaels Leben lief nicht gerade wie erwartet. Er sieht sich umzingelt von einer Familie, die ihn nicht mehr will, mit alltäglichen Problemen, die Rockstar so köstlich inszeniert. Einer Frau, mit der er seit Jahren keinen schönen Tag mehr verbracht hat, Kindern, deren Welt eine andere ist.

Michael ist wie Niko Bellic in alt und propper. Voller Wut, die ab und zu nach außen dringt. Ohne Scheu, jeden zu erschießen, der ihn, seine Freunde oder – Gott bewahre – seine Familie bedroht. Er ist der harte Kerl, der genug hat und eigentlich aufhören wollte. Die andere Seite des glamourösen Lebens eines Profi-Gangsters, wie es sich Franklin erträumt.

Mit Michael kann man klassisch spielen. Man kann aber auch versuchen, ein neuer Mensch zu werden. Immobilien kaufen, an der Börse spekulieren, Yoga praktizieren und Tennis spielen. Michael will seine Ruhe. Aber wenn es sein muss, kann er auch ganz anders, zeigt noch mal, wie verrückt er einst war, geht im Kampf in die Zeitlupe und erledigt seine Gegner mit gezielten Kopfschüssen...

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Und Trevor? Ist einfach nur Trevor...
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Der Psychopath

Um Trevor zu beschreiben, fehlen mir echt die Worte. Am besten kann man wohl sagen: Er ist wie Captain H. M. Murdock aus dem A-Team, nur in einer höllisch-psychopathischen Version. Trevor ist die Inkarnation dessen, was passiert, wenn euch in GTA die Langeweile packt und ihr einfach ein wenig Amok lauft. Wenn ihr das mit ihm tut, geht euch nicht einmal das tiefgreifende Spielgefühl verloren. Verrückte und chaotische Taten passen zu ihm.

Er ist auf Drogen und seine Hemmschwelle liegt in einem Loch unter dem Keller. Sein Geld geht hauptsächlich für Waffen drauf oder verschwindet in den Kassen der Krankenhäuser, wenn ihr es mit dem Amoklaufen mal wieder übertrieben habt. Er ist eine schreckliche Naturgewalt, die sich selbst nicht im Griff hat, dessen Seele und Persönlichkeit jedoch viel tiefer liegt und nur erahnen lässt, was in seinem Kopf wirklich vorgeht.

Dieser Mann ist die Personifizierung von GTA 1 und 2. Völlig verrückt spielen und Leute töten, weil...! Seine Spezialfähigkeit ist eine Art Berserker-Modus, in dem er viel Schaden aushalten und noch mehr austeilen kann. Er ist der vielleicht interessanteste Charakter, aber auf jeden Fall der am denkwürdigsten geschriebene und inszenierte. Michael und Franklin sind super, aber Trevor hat das Zeug zu einer Legende. Auf eine kranke und abgedrehte Art und Weise.

The Big One!

Wer hätte gedacht, dass es bei all den Möglichkeiten, die man in GTA hat, auch noch so etwas wie eine Handlung gibt. Aber ja, die gibt es tatsächlich und Gott, ist die schlecht. Nein, jetzt mal ehrlich. Sie ist wirklich so richtig schön mies, viel zu dick aufgetragen und lässt kein Klischee aus. Kurz gesagt: genial.

'Grand Theft Auto V' erzählt die Geschichte, wie sich Franklin und Michael kennen lernen und der Junge aus dem Armenviertel zum Schützling des großen bösen Wolfs wird. Dann ist da Trevor, die schreckliche Erinnerung aus alten Tagen und ein schmutziger Sturm aus Gewalt und Tod, der nach Los Santos kommt und für mehr als nur etwas Wirbel sorgt.

Die Geschichte an sich: nett erzählt, mit vorhersehbaren Wendungen und im Grunde recht banal. Eine Mischung aus 'GTA 2', ' Liberty City Stories' und 'GTA IV'. Und trotzdem, auch wenn sie nicht hundertprozentig Sinn ergibt und hier und dort so stark an den Haaren herbeigezogen wirkt, dass man schon leicht erheitert, leicht genervt mit den Augen rollt, ist sie doch stets unterhaltsam.

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Mal abgedreht, mal ziemlich ernst: die Story in GTA 5.
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Aber nicht die Geschichte ist es, die den fünften Teil so interessant macht, sondern die Möglichkeit, ständig und überall zu einer der anderen beiden Figuren zu wechseln. Ihr könnt, wann und wo es euch beliebt, von Trevor zu Michael, oder Franklin wechseln und umgekehrt. Ihr platzt dann im Grunde direkt in eine Szene aus dem Leben des Charakters rein und übernehmt sofort die Kontrolle über ihn.

Die Handlungen, die ihr miterlebt, passen sich zwar nur selten der momentanen Handlung an, wechseln dafür aber oft den Ort und die Details. Und jeder der drei „Helden“ ist mit anderen Dingen beschäftigt. Mal wechselt ihr zu Michael, der am Strand sitzt und eine raucht, dann zu Franklin, der gerade kurz vor einer Prügelei mit anderen Gangmitgliedern steht, oder ihr besucht mal das Leben von Trevor, der nackt und mit einer Bierflasche in der Hand auf einer kleinen Insel wach wird, umgeben von fünf Leichen – wir wollen es gar nicht wissen...

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Trevor ist halt... speziell.
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Die Nebenmissionen geben einen guten Blick in das Leben der drei Figuren und sind erzählerisch völlig unwichtig. Es ist also nicht erforderlich, sie zu erledigen, wird aber dringend empfohlen, da sie sehr unterhaltsam sind. Leider wird es ab und zu etwas übertrieben und man spürt kurz den kalten Hauch des Irrsinns von Saints Row. Das reißt einen, selbst wenn man mit Trevor unterwegs ist, stark aus dem Spielgefühl heraus.

Ausgleich findet ihr in den Hauptmissionen. Diese drehen sich nicht mehr um witzlose Dinge, wie Fahrermissionen, kleine Überfälle und irgendwo einen großen Coup, hier und dort ein Attentat und viele Kuriermissionen für die großen Mafia-Bosse. Nein, solch Unsinn wurde auf die optionalen Missionen ausgelagert.

Der Hauptteil dreht sich um die großen Dinger. Juweliere ausrauben, Banken überfallen, bei einem Geheimdienst einsteigen und, und, und. Oft müsst ihr dafür das Ziel eurer Mission auskundschaften, Geräte besorgen und euch vorbereiten. Dadurch kommt man sich endlich wie ein echter Gangster vor und nicht wie irgendein kleiner Laufbursche. Die Missionen sind dabei stets spannend und actionreich in Szene gesetzt, mit viel Humor und Sarkasmus.

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Kein Kleinkram; die großen Deals warten.
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Höhepunkt dieser Missionen ist die Möglichkeit, das Vorgehen bei den Jobs selbst zu bestimmen, zum Beispiel das Personal, das ihr für die Einsätze vor Ort haben wollt. Und natürlich die Auswirkungen eurer Entscheidungen. Nehmt ihr beispielsweise einen billigen Schützen zu einem Raubüberfall, weil ihr das Ding leise und mit Köpfchen drehen wollt und euch denkt „Dann spare ich mir das Geld und nehme den Blödkopp“, könnte dieser „Blödkopp“ mit seinem Motorrad gegen die nächste Wand kacheln und schwupps, weg ist das schöne Geld.

Zwar ist es lobenswert, dass diese Entscheidungsmöglichkeiten den Weg ins Spiel gefunden haben, doch werden sie leider viel zu selten genutzt. Anfangs ist man noch begeistert von dieser wundervollen Idee, davon, wie angenehm sie sich in den Spielablauf eingliedert, später ernüchtert, weil man viel zu selten Gebrauch davon machen kann.

Mein Haus, meine Kleider, mein Schlitten, meine Panzerfaust

Mal ganz abgesehen davon, dass einer der drei Figuren ein völlig wahnsinniger Irrer ist, der andere depressiv auf sein Ende wartet und der dritte mehr Energie in sich hat als ein Fitnessriegel für Kraftprotze, gibt es auch andere Unterschiede zwischen den drei Kumpels.

Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten, denn neben der einzigartigen Spezialfähigkeit, die jeder von ihnen innehat, fühlen sie sich in der Steuerung doch relativ gleich an. Sowohl das Fahrgefühl im Auto als auch die Menüführung und die Kampfeinlagen orientieren sich nicht nur sehr stark an GTA 4, sie sind fast eins zu eins übernommen worden.

Ob man das gut oder schlecht findet, sollte jeder selbst entscheiden können, doch hatten wir keine Schwierigkeiten und haben uns schnell in die Steuerung eingefummelt. Trotzdem muss man sagen, dass sie doch leicht eingestaubt wirkt. Die vielen Möglichkeiten, die euer Gamepad bietet, überschlagen sich zudem förmlich und selbst nach Stunden klickt man immer wieder mal die falschen Tasten.

So ballern wir im ungünstigsten Moment aus dem Auto, wobei die Zielgenauigkeit bei einer solchen Aktion wie immer sehr zu wünschen übrig lässt, springen versehentlich aus dem Helikopter und verkrampfen fast unsere Finger, weil wir gleichzeitig rennen wollen, nach hinten gucken und die Kamera schwenken.

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Die Steuerung hätte besser ausfallen können. Na ja.
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Zwar gibt es wieder – und hier werden einige vor Freude jauchzen – trainierbare Fähigkeiten, etwa das Schießen, Ausdauer, Fahrkünste und Stärke, jedoch lassen sich diese viel zu schnell verbessern und schnell hat man drei Figuren, die sich zwar in keinster Weise ähneln, jedoch alle die gleichen Fähigkeiten haben.

Zehn Minuten in der Flugschule und ich bin so talentiert wie der Ex-Navy-Pilot Trevor. Zwei, drei Besuche am Schießstand und ich bin ein Meisterschütze wie Michael. Und ein wenig durch die Stadt gelaufen und schon habe ich einen Ausdauerwert von 100. Löblich, dass man sich verbessern kann, schade, dass es so einfach und schnell geht.

Wenn ihr bis zur Hälfte des Spiels alle Nebenmissionen und Zufallsbegegnungen mitmacht, die Möglichkeiten der Stadt nutzt und mal aus eurem Auto rauskommt, habt ihr fast alle Werte bis zum Anschlag oben.

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Und ihr seid etwas zu schnell gut in Allem.
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Es ist der Versuch, Grand Theft Auto authentischer wirken zu lassen. Es soll alles irgendwie echter sein, sich besser anfühlen. Und bei diesem Versuch überschreiten die Entwickler die eine oder andere Grenze, die nicht berührt werden sollte.

Ich finde es ja auch irgendwie klasse, dass jeder Charakter sein ganz persönliches Gefährt hat und dieses aufgerüstet werden kann, lackiert und poliert. Und ich konnte mich sogar mit dem Gedanken anfreunden, dass ich erst eine Garage in der Stadt kaufen muss, um weitere Autos dauerhaft speichern zu können.

Doch bitte: Wer kam auf die Idee, dass meine anderen Autos, Motorräder und was weiß ich nicht alles nicht wieder in meiner Garage stehen, wenn ich eine Mission abgeschlossen habe, sondern erst mühselig beim Abschleppdienst abgeholt werden müssen? Vor allem, da es die meisten Haupt- und Nebenmission verlangen, dass ich meine Karre zurücklasse. Wer bitte fährt mit seinem aufgemotzten Wagen durch die Stadt, bringt ihn dann wieder brav in die Garage und fährt erst dann zu seinem Auftrag?

Das wäre, als könnte ich wie in The Last of Us nur noch so viele Waffen bei mir haben, wie ich wirklich tragen kann. Zum Glück ist dem nicht so und ihr seid wieder ein wandelndes Arsenal an Tötungsmaschinen, die ihr beim Waffenhändler eures Vertrauens sogar aufrüsten lassen könnt, doch macht das die Sache mit den Wagen nicht schöner. Dieses Spiel ist schließlich „Grand Theft Auto“ und wenn ich mir nur mit solcher Mühe meinen riesigen Fuhrpark anlegen kann, schmeiße ich mich auf den Boden und trampele mit Armen und Beinen, bis Rockstar einen Patch dafür raushaut.

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Will. Mehr. Autos!
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Ähnlich, aber diesmal auf eine positive Art, verhält es sich mit der Kleidung. Ihr könnt alle drei Charaktere individuell einkleiden, wofür es mehrere Läden mit unterschiedlichen Angeboten gibt. Selbst bei Ammu-Nation könnt ihr Klamotten finden.

Doch wer nach längerer Zeit zu einer Figur zurückwechselt, macht große Augen, wenn er entdeckt, dass sich die Figur mittlerweile umgezogen hat. Das ist natürlich nervend, wenn man gerade erst durch die halbe Stadt gesaust ist, um Franklin in einen freshen Anzug zu stecken. Aber auch verdammt super, dass die Figuren nicht dauernd das Gleiche anhaben und ein Leben führen, während ihr die Umgebung unsicher macht.

Schade ist jedoch, dass Franklins Hund, der mit Pauken und Trompeten angekündigt wurde, im Grunde nur für eine Nebenmission nützlich ist und sonst nur etwas bringt, wenn ihr die entsprechende App auf eurem Smartphone/Tablet nutzt. Das ist Bullshit. Ich will auch ohne so einen Mist, dass mein bester virtueller Freund Collectables findet und Tricks lernt. *mecker*

Visuelle Meisterleistung oder Griff ins Klo?

Was die Grafik und allgemeine Darstellung von GTA 5 angeht, schwankt meine Meinung sehr stark zwischen „Wow, was für eine Wucht“ zu „Meh. Das sieht bescheiden aus, um es nett auszudrücken“. Am besten passen wohl die Worte eines Kollegen, der meinte: „Ich weiß nicht, ob mir die Grafik gefallen soll. Erst denkt man sich, dass es mies aussieht, und dann staunt man nur noch über den wunderschönen Sonnenaufgang“.

Fakt ist, es sieht besser aus als noch in GTA 4, aber leider nicht viel. Autos, Hauptcharaktere und wichtige Locations haben einen Tick zugelegt. Dafür hat sich bei den Häusern, Straßen, Passanten und eigentlich allem, was nicht im direkten Zusammenhang mit den Hauptmissionen steht, nicht viel getan.

Pixelmatsch als Umgebung, vermurkste, detaillose Zivilisten und ein oft unruhiges Bild. Man könnte meinen, GTA 5 wäre hässlich. Aber das ist die Aussage von Leuten, die viel auf Aussehen geben, ohne genau hinzugucken. Die ein hässliches Entlein mit Steinen bewerfen, weil sie nicht den Schwan erkennen.

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Da kann man schwer was gegen sagen, oder?
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Grand Theft Auto 5 ist ein solches Entlein, denn es ist auf den ersten Blick nicht sehr schön. Je näher man an ein Objekt herantritt, desto hässlicher wird es. Nicht auf der Höhe der Zeit. Oder doch? Wer spielt denn so? Wer fährt durch diese riesige Stadt, hält am Straßenrand und guckt sich jede Textur ganz genau an?

Wenn man alles an sich vorbeiziehen lässt, wer den Moment genießt und das Spiel spielt, das Leben in GTA lebt und einfach alles aufsaugt, kann sich nicht beschweren. Das Gesamtbild der Stadt, der Umgebung, die Wüste, die Berge, die kleinen Ortschaften. All dies strotzt vor Liebe zum Detail. Ich habe keine Ahnung, wo diese Rechenleistung herkommt, denn ich hätte sie der altersschwachen Konsolengeneration nicht mehr zugetraut.

Doch ist es wahr: Es gibt kein Spiel, das euch mehr bietet als GTA 5. Jeder Busch, jeder Feldweg, jede Laterne, Treppe, jeder Hinterhof und jeder Stein, alles ist da, wo es hingehört, und bildet ein Ganzes, wie ich es noch nie gesehen habe.

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Alles passt zusammen. Super.
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Nur wer auf die Suche geht, unbedingt etwas finden will, wird mit der Hässlichkeit dieses Spiels konfrontiert. Die anderen, die das Spielgefühl genießen und sich völlig in ihre Figuren und ihr Tun und Handeln hineinversetzen können, sehen eine wundervolle Welt, die sich in ihrer Unvollkommenheit präsentiert und dabei wunderschön aussieht.

Alles passiert in Echtzeit, das Spiel braucht keine tollen Videosequenzen und gerenderten Action-Filmchen, die fast schon an großes Hollywood-Kino erinnern. Alles Gezeigte läuft mit Ingame-Grafik und passiert in dem Moment, in dem ihr euch dort befindet. Vom großen Bankeinbruch über das Fallschirmspringen aus großer Höhe, bis zum Ziehen an der Bong in Franklins Bude.

Das gilt auch für das Wetter und den Tag- und Nachtwechsel. Kleinere Regenschauer, Unwetter und Wolkenbruch, Sonnenauf- und Sonnenuntergang. All das wirkt sich nicht nur auf das Verhalten der Passanten aus, sondern auch auf das Spielgefühl selbst. Es ist schön zu sehen, wie bei Regen eben keine Wanderer auf dem Berg unterwegs sind. Wie die Straßen Nachts ruhiger und am Tag stark befahren sind.

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Grand Theft Auto 5.
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Doch es gibt nicht nur Positives zu sagen. Leider stimmen die ersten Gerüchte und die Stadt wirkt manchmal recht leer. Wenn ihr zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs seid, fällt es kaum auf. Doch sobald ihr euch in ein Auto setzt und losflitzt, wäre die Berechnung der einzelnen Fußgänger wohl zu schwer und die Stadt wirkt teilweise wie ausgestorben.

Hier und dort sind noch Leute unterwegs und am Straßenrand, außerhalb der Stadt, sogar noch Kojoten, Rehe und Wildkatzen. Aber die Anzahl der Passanten ist so gering, dass man erschrocken stehen bleibt, aus dem Auto aussteigt und sich umsieht. Dann dauert es auch nicht lange und die Leute sind alle wieder da. Irgendwie nicht annähernd genug, für eine so große Stadt.

Ein kleines Trostpflaster ist hier die Individualität der Figuren. So viele Gesichter, Klamotten und kleine, wechselnde Accessoires, dass es fast unmöglich ist, zweimal der gleichen Person zu begegnen.

Ganz anders sieht es schon bei den Autos aus, die in GTA 5 Tag und Nacht unterwegs sind. Hier scheint sich die Rechenleistung zur Gänze zu verabschieden, weht mit dem weißen Fähnchen und geht in den Urlaub. Seid ihr zu schnell, bricht die Framerate enorm ein, Texturen laden im Schneckentempo und die Welt wird hässlich wie das besagte Entlein.

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