Wurde aber auch Zeit! Nach knapp vier Jahren Entwicklungszeit nährt sich Gran Turismo Sport mit Siebenmeilen-Stiefeln seiner Fertigstellung. Was die für den 18. Oktober geplante PS4-Rennsimulation technisch auf dem Kasten hat, wie sich der VR-Modus anfühlt und was man von den Solo- und Multiplayer-Modi erwarten darf, konnte ich kürzlich auf einer mehrstündigen Hands-on-Veranstaltung bei Sony herausfinden.

Mit Vollgas voraus: Das erwartet euch in Gran Turismo Sport:

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Ich liebe Rennspiele, aber mit Gran Turismo Sport hatte ich in der jüngeren Vergangenheit seltsamerweise keine Berührungspunkte. Umso mehr freute ich mich, als Sony am 14. September zu einem ausführlichen Probespiel in die deutsche Firmenzentrale ins hessische Neu-Isenburg einlud. Nach einer kurzen Einführungspräsentation ging’s dann auch gleich mit Vollgas los. Meine erste Anlaufstelle ist die in den Arcade-Modus integrierte „VR-Tour“, sprich die Virtual-Reality-Komponente des Spiels.

Gran Turismo Sport - Eine weitere Ode ans Automobil?

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Im virtuellen Museum erfahrt ihr viel Wissenswertes über jeden Fahrzeughersteller. Auch geschichtliche Ereignisse werden thematisiert
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GT Sport VR: Steigt selbst ins Cockpit eures Rennfahrzeuges

Interessantes Detail gleich vorweg: Alle Ingame-Menüs präsentiert GT Sport innerhalb der VR-Tour lediglich auf einer virtuellen Leinwand. Die Entwickler von Polyphony Digital machten sich also nicht die Mühe, ein eigenständiges VR-Interface zu entwerfen. Einmal auf der Strecke schaltet GT Sport dann jedoch prompt zur eigentlichen VR-Darstellung um und spielt seine erste Trumpfkarte perfekt aus. Gemeint sind die famos modellierten Cockpits, in denen ich mich jederzeit frei umschauen kann.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Setzt beispielsweise der Gegner links oder rechts zum Überholmanöver an, genügt eine kurze Kopfbewegung, um die Lage optimal einzuschätzen. Doch auch der typische Blick in den Rück- sowie die beiden Außenspiegel sorgt für eine fantastische Immersion, wie sie eben nur in VR möglich ist. Nicht zu vergessen: die spürbare Beengtheit innerhalb des Cockpits, die man ohne VR in der Regel kaum rüberbringen kann.

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Im VR-Modus kann man sich bei voller Fahrt nach Belieben umsehen. Schade: Im VR-Trailer (hier ein Screenshot daraus) wird suggeriert, dass man gegen mehrere Fahrer antritt. Im Spiel hat man es dann jedoch nur mit maximal einem Gegner zu tun
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Spielt man nun noch mit einem hochwertigen Kopfhörer und einem Force-Feedback-Lenkrad (vor Ort nutzt Sony aktuelle Modelle von Thrustmaster), entfaltet der VR-Modus seine volle Faszination. Prima Sache: Selbst nach mehreren Runden Nordschleife in dem bis zu 430 km/h schnellen Konzept-Flitzer Bugatti Vision GT (1650 PS!) spürte ich – anders als beispielsweise in Driveclub VR – keinerlei Anzeichen von Übelkeit. Hauptgrund hierfür ist zweifelsohne die extrem flüssige Bildrate.

Klingt soweit ziemlich überzeugend? Prinzipiell schon. Allerdings plagen den VR-Modus verschiedene Wehwehchen. Da wäre zum einen das auf gerade mal einen KI-Gegner beschränkte Fahrerfeld. Richtig gelesen, in GT Sport duellieren sich nur zwei Fahrzeuge – aus Performance-Gründen, sagt Sony. Für Motorsport-Enthusiasten mit einem Faible für packende Positionsrennen trotzdem eine herbe Enttäuschung.

Einziger Hoffnungsschimmer: In Sonys offiziellem VR-Trailer zum Spiel tauchen stets mehrere Kontrahenten auf. Macht euch selbst ein Bild vom VR-Modus:

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Ein Zeichen dafür, dass die Japaner den Modus in den nächsten Wochen noch einmal nachbessern? Ich persönlich würde dies sehr begrüßen, glaube aber irgendwie nicht so recht daran. Problem Numero zwei: Derzeit sind VR-Rennen lediglich über ein Submenü in den Arcade-Modus integriert. Die Inhalte der Solo-Kampagne, geschweige denn der Online-Modus bieten nach meinem Wissensstand keine VR-Tauglichkeit. Schade.

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