Alle Straßenwagen, die ihr in Gran Turismo zur Auswahl habt, erhaltet ihr in ihrer gewöhnlichen Verkaufsversion. Sie sind für raue, abgenutzte Verkehrswege optimiert und somit weich gefedert. Durch die weiche Federung passen sich Reifen samt Fahrwerk der Strecke an. Wenn man Geschwindigkeit gewinnen will, ist das eher hinderlich.

Eine ideale Straßenlage erhaltet ihr durch das ideale Zusammenspiel von Federung, Stoßdämpfern und Reifen. Die Härte der Federung bestimmt, wie viel Gegendruck die Reifen bei Unebenheiten aufbringen. Stoßdämpfer bestimmen dagegen, wie weit sich eure Reifen innerhalb der Federung bewegen. Die Reifenkonsistenz bestimmt, wie stark sich der Wagen überhaupt für Unebenheiten der Straße interessiert. Grundsätzlich gilt: Je härter, desto besser die Kraftübertragung. Je weicher, desto sicherer / stabiler.

Eine weiche Federung dient der Stabilität bei Unebenheiten. Sie gibt nach und kompensiert die Erschütterung. Wenn die Räder eines Autos auf ein unebenes Hindernis treffen, dann federn sie nicht gerade nach oben, sondern in einem Viertelkreis-Radius in die Karosserie hinein – quasi wie ein Uhrzeiger.

Gran Turismo 6 - Launch Trailer5 weitere Videos

Dies zuzulassen ist aber oft unnötig. Profi-Rennkurse sind normalerweise aalglatt und belasten die Federung viel weniger als öffentliche Straßen. Ausnahmen wie der Sebring bestätigen die Regel. Eure Federung darf also durchaus etwas härter ausfallen. Außerdem solltet ihr Bremsen und Reifen zumindest auf Sport-Klasse bringen, egal wie wenig Zaster ihr zum Tunen habt.

Wichtig ist eine ausgeglichene Federung. Ist sie zu weich, verliert ihr Druck bei der Beschleunigung. Schraubt ihr sie zu hart, so gibt der Wagen selbst bei kleinsten Unebenheiten nicht mehr nach und springt buchstäblich über die Strecke. Die Federung sollte so eingestellt sein, dass sie gerade noch alle Imperfektionen kompensiert, ohne das Auto aus der Bahn zu werfen. Speziell auf dem Nürburgring mit seinen vielen kleinen Schlaglöchern kann eine zu hart eingestellte Federung viel Zeit kosten und zu ungewollten Stunts führen.

Das Gleiche gilt für die Reifen. Weiche Reifen kompensieren viele kleinere Makel des Belags, sind aber an der Oberfläche so flexibel, dass sie in Kurven ihre Struktur verändern. Sie „arbeiten“ in der Kurve. Dadurch benötigt euer Wagen mehr Kraft, um Geschwindigkeit aufzubauen. Harte Reifen übertragen die Kraft besser, sind aber anfälliger für Unebenheiten.

Radsturz

Die Reifen eines Rennwagens werden auf einer Strecke unterschiedlich belastet – je nach Kurvenrichtung. In einer Kurve verlagert sich das gesamte Gewicht des Fahrzeugs. Zwei Räder tragen das meiste Gewicht. Um die Haftung in Kurven zu optimieren, stehen die Reifen eines Rennwagens leicht schräg, sodass die Reifenseite, die auf der Straße steht, leicht nach außen zeigt. Das garantiert, dass beide Reifenpaare einer Wagenseite beim Nehmen einer Kurve voll aufliegen.

Je schräger man die Reifen einstellt, desto mehr Grip haben sie in steilen Kurven. Im Gegenzug verlieren sie ebenjene Haftung auf Geraden, weil dann nur noch Teile der Reifen voll auf der Straße liegen.

Hier sollt man mit einrechnen, dass der Wagen das Gewicht in Geraden gleichmäßig verteilt. Vier Räder die halb aufliegen, haften genauso stark wie zwei Räder die voll aufliegen. Wie stark man den Radsturz einstellen sollte, hängt also mal wieder von der Strecke ab. Ist der kommende Kurs ein Kurvenfest ohne sonderlich viele Geraden (siehe Nordschleife), kann man den Radsturz durchaus ein wenig steiler einstellen. Übertreibt es nur nicht und lasst der Federung genug Spiel, damit die Reifen der Neigung folgen können.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: