So meistert ihr alle (Harrnadel)Kurven.
Fahrtechnik: Ideallinie in Kurven
Wie schon erwähnt, verliert ihr beim Betätigen der Bremse die Kontrolle über eure Räder. Aber auch das Einlenken selbst kostet euch Geschwindigkeit. Daher gibt es zwei Herangehensweisen an eine Kurve, die man grob kategorisieren kann.

1) Breite Strecken
Ist die Strecke breit, dann versucht, so weit es geht geradeaus zu fahren. Heißt also, ihr lenkt so feinfühlig wie möglich und zieht die Kurve so weit wie möglich hinaus. Dadurch könnt ihr beim Herausfahren ordentlich beschleunigen und gewinnt bereits in der Kurve an Geschwindigkeit. Bedenkt dabei, dass die Fliehkraft euren Wagen nach außen trägt. Je schneller ihr seid, desto mehr Kurvenradius wird benötigt. Bei breiten Streckenabschnitten habt ihr den Vorteil, die vorhandene Fläche nutzen zu können.

2) Schmale Strecken
In schmalen Kurven habt ihr keinen Platz, um euren Wagen mit konstanter Geschwindigkeit auszufahren. Darum müsst ihr bei solchen Kurven genau umgekehrt denken. Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder in eine Position zu kommen, in der ihr geradeaus fahren und somit besser beschleunigen könnt. Schaut auf unsere Grafik.

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Je schmaler die Kurve, desto kürzer muss euer Lenkvorgang ausfallen, damit ihr wieder ungestört beschleunigen könnt. Wichtig ist, den Scheitelpunkt zwischen Höchstgeschwindigkeit und Kurvenwinkel schon kurz hinter der Kurve zu erreichen.
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Kritisch ist der Scheitelpunkt zwischen Kurveneinschlag und möglicher Höchstgeschwindigkeit in der Kurve. Das ist der Punkt, ab dem der Einfluss der Reifen auf eure Geschwindigkeit am geringsten ist. Hinter diesem Punkt haben kleine Korrekturen am Kurs so gut wie keinen Einfluss auf eure Beschleunigung.

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Der Trick an der Sache ist, den korrekten Punkt zum Beschleunigen zu finden. Beschleunigt ihr zu früh, werdet ihr aus der Kurve getragen, beschleunigt ihr zu spät, erreicht ihr den Scheitelpunkt zu spät und fahrt die Gerade langsamer an als es möglich wäre. Bedenkt dabei, dass ihr beim Beschleunigen progressiv schneller werdet. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ihr beim Durchdrücken des Gaspedals noch einen Augenblick Zeit habt, das Steuer herumzureißen, ohne dass die Fliehkraft zu stark wird. Versucht trotzdem, die ärgsten Lenkbewegungen dann zu vollziehen, wenn ihr die Geschwindigkeit haltet bzw. frei rollt, ohne Gas zu geben oder zu bremsen.

Fahrtechnik: Haarnadelkurven

Nun geht es ans Eingemachte. Haarnadelkurven sind die härtesten Kurven, denen ihr begegnen werdet. Aber auch hier solltet ihr nicht der Straße folgen, sondern den kürzesten Weg bei höchstmöglicher Geschwindigkeit suchen. Dadurch ergeben sich zwei Herangehensweisen.

1) Harte Haarnadelkurven
In den steilen Varianten einer Haarnadelkurve müsst ihr stark abbremsen, bevor ihr in die Kurve eintretet. Ähnlich wie bei den Kurven auf engen Straßen müsst ihr den Zeitraum, in dem ihr hart einlenkt, möglichst kurz halten. Sofern ihr eine angemessene, aber konstante Geschwindigkeit findet, habt ihr das Schlimmste hinter euch, wenn ihr den Scheitelpunkt der Kurve passiert.

Im Gegensatz zum vorherigen Beispiel stimmt der Scheitelpunkt zwischen Geschwindigkeit und Kurveneinschlag exakt mit dem geometrischen Scheitelpunkt der Kurve überein. Sprich: An der steilsten Stelle seid ihr am langsamsten, dürft dabei aber keinesfalls bremsen. Lasst die Finger bzw. die Füße von allen Pedalen und rollt über den Scheitelpunkt. Gebt erst dann wieder Gas, wenn ihr wieder halbwegs geradeaus fahrt und nicht Gefahr lauft, von der Fliehkraft abgetragen zu werden.

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Bei Haarnadelkurven ist es wichtig, am Scheitelpunkt weder zu bremsen, noch zu beschleunigen. Rollt bei angemessener Geschwindigkeit durch die Kurve, damit ihr hart einschlagen könnt.
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Achtet bei Haarnadelkurven zudem auf den Verlauf der kommenden Kurve. In der Regel müsst ihr von außen anfahren. Folgt die nächste Kurve der gleichen Richtung wie die Haarnadel, dann könnt ihr relativ früh Dampf machen und euch nach außen tragen lassen. Bei entgegengesetzten Kurven solltet ihr so wenig wie möglich bremsen müssen, denn „Stop and Go“ kostet euch meist mehr Zeit als eine konstante Geschwindigkeit.

2) Weiche Haarnadelkurven
In der weichen Variante gelten beinahe dieselben Regeln wie bei der harten Haarnadel. Allerdings ist die Zeit, in der ihr bei konstanter Geschwindigkeit ausrollt viel länger. Herausbeschleunigen könnt ihr erst sehr spät, aber da ihr beim Rollen leicht an Geschwindigkeit verliert, solltet ihr bei Bedarf kurz Schub geben bzw. eure analoge Eingabe geschickt einsetzen. Haltet den Knopf das Pedal oder den Beschleinigungs-Stick etwa bei 50%, damit der Wagen sich gleichmäßig fortbewegt.

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Bremst vor einer weichen Haarnadel nicht zu hart. Versucht stattdessen einigermaßen gleichmäßig durchzurollen und die bestmögliche Geschwindigkeit zu halten.
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Auch hier solltet ihr darauf achten, in welche Richtung die folgende Kurve zeigt. Zumindest, wenn sie in Sichtweite ist. Mehr dazu im nächsten Kapitel, in dem wir auf S-Kurven eingehen.

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