Aufs Gaspedal treten kann jeder. Viel wichtiger für den Erfolg auf der Strecke ist jedoch eine gute Bremstechnik, die zur jeweiligen Kurve und zum Anfahrwinkel passt. Merkt euch daher eine wichtige Faustregel:

Faustregel 1: Wer beim Bremsen lenkt, hat Zeit verschenkt.

Während eines Bremsmanövers blockieren eure Reifen. Ihr könnt zwar minimal einlenken, aber die Kurskorrektur ist in den meisten Fällen so gering, dass ihr euch den Aufwand sparen könnt. Anti-Blockier-Systeme (ABS) verhindern zwar, dass eure Reifen blockieren, vermindern aber auch die Bremswirkung. ABS ist nur als Notfalllösung im normalen Straßenverkehr gedacht, damit man einem Hindernis notfalls ausweichen kann. Auf der Rennstrecke hat ABS keinerlei Vorteil. Es vereinfacht das Handling durchaus, kostet euch aber auch eine Menge Zeit und behindert beim Driften. Verzichtet auf diese Fahrhilfe, sofern ihr Bestzeiten erreichen wollt.

Gran Turismo 6 - Launch Trailer5 weitere Videos

Faustregel 2: Vor der Kurve bremsen, aus der Kurve heraus beschleunigen.

Da lenken während einer Bremseinlage sinnlos ist, müsst ihr euch angewöhnen, früh zu bremsen, noch vor dem Scheitelpunkt der Kurve die bestmögliche Geschwindigkeit zu halten und aus der Kurve heraus zu beschleunigen. Beachtet dazu unsere Grafik.

Gran Turismo 6 - Guide, Tipps und Tricks

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
Dort wo die Streckenlinie rot eingezeichnet ist, müsst ihr bremsen. Gelb bedeutet Geschwindigkeit halten und bei grün gebt ihr Gas. Der Ablauf sollte fließend vonstattengehen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die bestmögliche Geschwindigkeit in einer Kurve hängt vom Winkel und vom Fahrzeug ab. Ihr solltet sie bei jedem Fahrzeug individuell herausfummeln. Dazu braucht ihr euch aber meist keine genauen Geschwindigkeitswerte zu merken – es genügt, sich zu merken, in welchem Gang man die jeweilige Kurve anfährt.

Degressives und progressives Bremsen

Um möglichst wenig Zeit zu verlieren und so früh wie möglich wieder lenken zu können, solltet ihr zudem auf euren Bremsstil achten. Bei harten Kurven solltet ihr degressiv bremsen – also zuerst hart auf die Klötzer treten, dann nachlassen, was dank der analogen Steuerung gar nicht mal so schwer ist. Der Vorteil beim degressiven Bremsen liegt in der erhöhten Kontrolle vor dem Einlenken.

Je länger ihr bremst, desto langsamer wird das Auto – ist klar. Mit sinkender Geschwindigkeit benötigt ihr aber auch weniger Bremskraft. Das solltet ihr ausnutzen, denn Vollbremsungen verringern die Geschwindigkeit oft viel zu stark, sodass ihr zu langsam in die Kurve kommt. Beim degressiven Bremsen könnt ihr besser einschätzen, wann ihr wieder Gas geben könnt und habt zudem besseren Zugriff auf die Reifen.

Packshot zu Gran Turismo 6Gran Turismo 6Erschienen für PS3 kaufen: Jetzt kaufen:

Progressives Bremsen funktioniert genau umgekehrt. Bei dieser Technik bremst man am Anfang nur ganz leicht und drückt das Pedal bzw. den Knopf am Controller mit der Zeit immer stärker. Diese Technik braucht ihr nur sehr selten auf einer Rennstrecke, denn progressiv bremst man normalerweise nur, wenn man am Ende zu einem kompletten Stop kommen möchte. Allerdings kann feinfühliges bremsen der Gesamtgeschwindigkeit in leichteren Kurven dienlich sein.

Denkt daran: Ihr braucht nicht zwingend den Bremsknopf voll durchzudrücken. In leichten Kurven genügt es oft, leicht anzubremsen und kurzzeitig minimal härter zu drosseln, falls ihr die Kurve unterschätzt habt. In beiden Fällen ist das oberste Ziel, einen möglichst flüssigen Ablauf zu erreichen – also ohne unnötige Stops und Anfahrten durch die Kurve zu kommen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis: