Die Projektwut Google's nimmt immer größere Ausmaße an. Neben Bildbearbeitungstool Picasa, einem eigenen Officepaket, dem Suchdienst, W-LAN in San Francisco sowie dem virtuellen Globus Google Earth steht wieder etwas neues an.

Die Erde hat man schon weitestgehend erfasst, darum will man nun den Weltraum scannen. Das Unternehmen beteiligt sich am Bau des LSST ("Large Synoptic Survey Telescope"), dass 2013 am Cerro Pachon in Chile prangen soll. Es soll dazu dienen, kleine Objekte und Asteroiden durchgehend zu erfassen.

Wie es aussieht dürfte Google dabei für die Datenauswertung verantwortlich zeichnen und in der zehnjährigen Betriebsdauer jeden Nacht eine erwartete Menge von 30 Terabyte an Bildinformation auswerten - und das in Echtzeit.

Die Zeichen deuten darauf hin, dass es neben Google Earth früher oder später auch ein Äquivalent für das All geben wird. Schon am 17. Dezember des Vorjahres gingen Google und die NASA eine Kooperation ein.

Sorgenvoll blickt dieser Entwicklung Stephen Maran von der amerikanischen Astronomengesellschaft entgegen, der befürchtet, dass Google möglicherweise "bloß Anzeigen an das Sternbild Orion kleben" wolle.