Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto hatte ein Problem mit der Gewalt im N64-Klassiker Goldeneye 007, wie Co-Designer Martin Hollis im Rahmen der GameCity verriet.

Goldeneye 007 - Shigeru Miyamoto schlug vor: James Bond und Gegner sollten sich Hände reichen

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Er führte an, dass Bond nun einmal ein gewalthaltiges Franchise sei und es daher eine Herausforderung war, dies mit dem sehr familienfreundlichen Nintendo zu verknüpfen: "Für eine Weile hatten wir einiges an Gore [viel Blut und Gewalt], es war ein Daumenkino bestehend aus rund 40 Texturen; wunderschön gerendertes Gore, das in die Luft fliegt."

Weiter sagte er: "Als ich es das erste Mal sah, war ich begeistert, es war eine Fontäne aus Blut. So wie dieser Moment in Shining, als sich die Fahrstuhltüren öffnen. Dann dachte ich aber, dass es vielleicht etwas zu viel Rot ist."

Auch wenn die Gore-Effekte aus dem Spiel wieder verschwanden, war Miyamoto nicht gerade begeistert vom Rest. Er schickte während der finalen Phase der Entwicklung also ein Schreiben an Rare und schlug vor, die Gewalt weiter zu reduzieren.

"Eine Sache war, dass es zu vieles Töten aus der Nähe gab – er fand es ein wenig zu grausam. Ich denke nicht, dass ich irgendetwas mit dem Input machte. Die zweite Sache war, dass er dachte, das Spiel sei mit all dem Töten zu tragisch. Er schlug vor, dass es am Ende des Spiels schön wäre, wenn man sich mit all den Feinden im Krankenhaus die Hand gibt", so Hollis.

Die Credit-Szene, in der alle Charaktere als Schauspieler dargestellt werden, wurde übrigens integriert, um zu zeigen, dass es sich in dem Spiel nicht um "echtes Töten" handelte.

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