Lange sah es nicht gut aus für Peter Molyneux' Kickstarter-Projekt Godus. Sein gerade erst gegründetes Studio 22cans schien bereits dem Ende entgegenzusehen, da erreichte Godus zwei Tage vor dem Schluss sein Ziel von 450,000 Pfund.

Godus - Peter Molyneux kann wieder schlafen

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Auch 22cans sieht endlich Licht am Horizont
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Für Peter Molyneux, der bereits befürchtete, dass sich die möglichen Geldgeber vielleicht gerade wegen seiner Person einer Finanzierung verweigern, musste das ein befreiender Moment gewesen sein.

Die letzten 30 Tage schlief er immer mit seinem Gesicht auf seinem iPad, weil er des Nachts immer checken wollte, wie es um sein Projekt stand.

Obwohl die ersten Anzeichen einer erfolgreichen Finanzierung bereits Anfang der Woche zu ersehen waren, fürchtete Peter Molyneux bis zum Schluss, dass noch etwas schiefgehen könnte oder eher sogar würde. So fürchtete er besonders, dass sich gerade Finanziers mit höheren Beträgen ab 5000 Pfund als Trolle entpuppen würden, die im letzten Moment das Geld zurückzögen, um die Finanzierung zum Einsturz zu bringen.

Und so kam es auch, kurz bevor Godus das Ziel von 450,000 Pfund erreichen konnte, zog ein Finanzier seine 5000 Pfund zurück.

Momentan verbleiben noch weniger als 12 Stunden und das 22cans-Team um Peter Molyneux befindet sich nun in der luxuriösen Lage, ihre Zusatzziele einzulösen, sollten gewisse finanzielle Meilensteine erreicht werden. Die einzigen optionalen Ziele, die noch offenstehen, sind die Coop- und Possession-Modi im Multiplayer und 1st Person World Crafting bei 500,000 Pfund und die Linux- und Ouya-Unterstützung bei 550,000 Pfund. Bei 496,652 Pfund sollte das zumindest für das vorletzte Ziel noch zu schaffen sein.

Unter den Finanziers befindet sich anscheinend auch Minecraft-Erfinder Marcus Persson, der über Twitter verlauten ließ "Godus ist die Sorte Spiel, die ich von 22cans sehen will. Geldspendemodus: AKTIVIERT!"

Noch in der Nacht vor der erfolgreichen Finanzierung diskutierte das Team über mögliche Szenarien. "Wir hatten sogar 'alle werden ihre Gelder zurückziehen! Das sind alles Trolle. Das wars. Lasst uns alle einfach Selbstmord begehen!'", so Peter Molyneux. "Das ist Futter für Paranoia. Man muss nur paranoid genug sein. Eigentlich ist Angst ein großartiger Motivator um Großartiges zu vollbringen."

Kaum stand die Finanzierung, musste Peter Molyneux weinen. "Ich hatte meine kleinen Freudentränen." Daraufhin vollführte er mit seinem Team den Gangnam Style-Tanz vor laufender Kamera. "Meine Tränen verpufften sofort vor lauter Scham. Ich hab das Material dazu gesehen und ich bin total aus dem Takt."

"Du weißt nicht, was du tun sollst. Du willst feiern. Ich hab ein Dankeschön an alle gepostet. Ich fühlte mich allen gegenüber einfach so unglaublich dankbar. Die Unterstützung der Finanziers für unser Projekt ist einfach unglaublich. Das ist eines der inspirierendsten Dinge. Es ist einfach eine wundervolle Erfahrung. Wie alles im Leben, wenn etwas schwer zu bewältigen ist und man es doch schafft, war es die Mühe wert."

Die folgende Nacht ging Peter Molyneux um 2 Uhr nachts ins Bett und wachte um 9 Uhr morgens auf. Sein Gesicht lag nicht auf seinem iPad.

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