Diese Geschichte handelt von Göttern, Sagengestalten, Legenden und Mythen. Sie öffnet euch die Augen für Titanen und gefallene Götter, Mutter Gaia und den Göttervater Zeus und bietet quasi einen Abriss der griechischen Sagenwelt, eine Geschichtsstunde der ganz besonderen Art, in deren Mittelpunkt der "Geist von Sparta" steht - Kratos.

In God of War stürzte er vor zwei Jahren den Kriegsgott Ares von seinem Thron und stieg in den erlauchten Kreis der Götterwesen auf. Doch nur von kurzer Dauer ist sein Triumph. Unbefriedigt vom seichten, verweichlichten Leben der Götter, die er verachtet, wirft er sich erneut mit seinen Spartanern in die Schlacht und wird in God of War 2 für diesen Frevel bestraft.

God of War 2 - God of War Collection Trailer14 weitere Videos

Vom Olymp verbannt
Keine Geringere als Athene selbst nimmt sich der Aufgabe an, ihren vormaligen Schützling wieder auf sein Normalmaß zu stutzen. Doch was kümmert es ihn! Starrköpfig und widerborstig widersetzt er sich dem Willen der Götter und kämpft gegen sein zerstörerisches Schicksal an.

Dass es gleich zu Beginn des Spiels der Koloss von Rhodos auf Kratos abgesehen hat, spielt für ihn keine Rolle. Sein Hass treibt ihn voran, speist sein unerschütterliches Ego, seine Kraft und lässt ihn Übermenschliches vollbringen. Wieder schwingt er seine beiden Doppelklingen in unnachahmlicher Weise und schickt seine Feinde zu Hunderten in den Hades - die Unterwelt der Toten.

God of War 2 ist eine Tour de Force durch die griechische Sagenwelt und präsentiert dabei eine vor Kreativität strotzende Spielgestaltung, die euch von einem Highlight zum Nächsten befördert. Dabei fällt die Linearität des Gameplays gar nicht ins Gewicht - viel mehr fühlt man sich in einen interaktiven Kinofilm versetzt, bei dem man selbst die Hauptfigur übernehmen darf.

God of War 2 - Ein Spiel für die Götter: Kratos schlachtet die Rekordwertung!

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Kratos hat mit seinen Feinden keine Gnade!
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Wer den kürzlich erschienenen Film "300" gesehen hat, bekommt eine ungefähre Ahnung davon, worauf er sich einstellen darf. Blutige Gemetzel, brutale Kombos und Moves, die nichts für Zartbesaitete sind. Es ist keine Seltenheit, dass der Antiheld seinen Feinden den Kopf oder Gliedmaße vom Körper reißt und das Blut in Strömen vergießt. Bisweilen ist die Metzelorgie noch brutaler als im Vorgänger. Denn Kratos ist gegen sämtliche seiner Gegner unerbittlich, Gefangene werden nicht gemacht. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn und wird entsprechend bekämpft.

Architektonisches Meisterwerk
Dabei erschaffen die Entwickler von Sony Santa Monica eine pompöse Kulisse, die auf dem Spielemarkt ihresgleichen sucht. Schon allein der Epilog in Rhodos übertrifft das Finale so manch anderen Games, und doch ist dies nur der Beginn eines martialischen Hack n' Slay-Abenteuers der höchsten Kategorie.

In den acht großen Levels kämpft ihr gegen unzählige Gegner, sammelt Artefakte, baut sie aus und macht sie effektiver, vernichtet Zyklopen, grausame Mischwesen, Skelette, Sirenen oder Medusen. Doch eure Aufgaben sind nicht eindimensional, sondern vielschichtig und spannend. Ihr reitet auf Pegasus, trefft auf Prometheus, erlebt das Leiden des Atlas, der die Welt auf seinen Schultern tragen muss, tretet gegen den Höllenhund Zerberus an - mehr wollen wir nicht verraten. Doch da ist noch viel mehr!

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Oft werdet ihr staunend die gigantische Optik genießen.
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Auch in God of War 2 konfrontieren euch die Spieldesigner mit einer ganzen Palette an kleinen Puzzles, Rätseln und allerlei Kombinationsaufgaben. Diese sind im klassischen Stil gehalten, sodass ihr Mal hier eine Statue verschiebt, dort einen Schalter umlegt und ein Tor im richtigen Timing öffnet. Die Aufgaben reichen von einfach bis knifflig, doch richtig schwer oder gar unfair sind sie nie. Und natürlich tretet ihr immer wieder gegen mächtige Bossgegner an, die ihr nicht nur bis aufs Blut bekämpft, ihr beweist auch euer Geschick, indem ihr bei Mini-Games die richtigen Tastenkombinationen meistert und mit kontextabhängigen Angriffen den Titanen und Kolossen den Rest gebt, sie in Stücke hackt und noch im Tode erniedrigt. Keine Gnade!

Neuerungen im Detail, alte Klasse
Im Grunde unterscheidet sich das Spielgeschehen von GoW 2 kaum von seinem hervorragenden Vorgänger. Lediglich Nuancen wurden angepasst, Details verbessert. So verfügt der tragische Held dieses epischen Dramas diesmal über die Fähigkeit, sich mit Ketten, die an seinen Klingen angebracht sind, über Abgründe zu Schwingen und tiefe Spalten zu überwinden.

Zudem hat Kratos in seiner kurzen Zeit auf dem Olymp neue magische Angriffe erlernt, die er nun noch effektiver gegen seine Kontrahenten einsetzt. Gelegentlich greift ihr daher auf einen magischen Bogen zurück oder werft Blitze auf die Feinde. Solche Feinheiten lockern gekonnt das Gameplay auf und geben euch mehr Möglichkeiten für ein variantenreiches Metzeln.

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Kratos kann nicht nur mit dem Schwert umgehen, er beherrscht auch Magie-Attacken.
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Je weiter ihr fortschreitet, desto mächtiger wird Kratos. Ihr erhaltet neue Waffen und neue Zauber. Beispielsweise erhaltet ihr die Fähigkeit, die Zeit zu verlangsamen. Einige Rätsel sind nur mit dieser Magie zu lösen, Feinde bekämpft ihr in verlangsamter Zeit zudem deutlich effektiver. Wenn das alles noch nicht reicht, setzt ihr entweder mächtige Kombos ein oder aktiviert den "Titanenzorn", der eure Attacken für kurze Zeit eine noch zerstörerische Durchschlagskraft verleiht und euch zugleich unempfindlicher macht gegen feindliche Angriffe.

Doch dies sind nur die prallen Sahnehauben auf einem ohnehin toll durchchoreografierten Abenteuer, das zu keinem Zeitpunkt langweilig wird und doch immer wieder Zeit gibt durchzuschnaufen. Die Speicherpunkte sind absolut fair im Spiel verteilt, was ebenso für Energie spendende Truhen gilt. Doch auch abseits der Kämpfe wird sehr viel geboten. Die bombastische Architektur mit teilweise wahrhaft gigantischen Ausmaßen ist ein wahrer Augenschmaus, selbst wenn man bedenkt, dass God of War 2 für die PlayStation 2 produziert wurde.

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Was für eine Optik! Kratos weidet die PS2-Technik mächtig aus...
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Natürlich erreicht das Spiel nicht die Auflösung aktueller PS3-Games oder deren Texturqualität, dafür glänzt es mit einer tollen Atmosphäre und Optik, die diese Konsole sicher ans Limit fährt. Abgerundet wird der superbe Eindruck von der fast perfekten Kameraperspektive, die sich dem Spielgeschehen anpasst und einen tadellosen 3rd-Person-Überblick gewährleistet. Übrigens gibt es eine gute Nachricht für alle PS3-Besitzer: Das Spiel funktioniert ohne Abstriche auf Sonys Next-Gen-Konsole und kann somit sogar kabellos gezockt werden.

Komplettiert wird der hervorragende Gesamteindruck durch einen famosen Soundtrack und eine sehr gute Sprachausgabe, bei der die englische Originalvertonung zwar deutlich besser ist als die deutsche Übersetzung. Doch auch diese ist auf einem sehr guten Niveau.