Eins gleich vorweg: God Hand ist keine Fussballsimulation mit Diego Armando Maradona in der Hauptrolle. Vielmehr dient die "Hand Gottes" hier mehr dazu, fiese Buben im Minutentakt auf die Bretter zu schicken. Warum das trotz mehr als ausreichend bekanntem Gameplay dennoch einen Heidenspaß macht, erfahrt ihr in unserem Review!

Das Zahnklavier...
Habt ihr ernsthaft erwartet, dass wir euch an dieser Stelle detaillierte Einblicke in die Hintergrundgeschichte von God Hand geben? Denn das tun wir nicht. Das liegt jedoch nicht daran, dass wir total fiese Menschen wären und euch eins auswischen wollen, sondern daran, dass God Hand schlichtweg keine nennenswerte Story aufzuweisen hat. Kein Wunder, befindet sich das Spiel doch damit in bester Tradition eines waschechten Beat'em up.

God Hand - Maradona wäre neidisch: Diese Hand Gottes haut mal so richtig rein!

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Die Zeit ist reif für ein bisschen Zärtlichkeit, meint ihr nicht?
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Das einzig Nennenswerte ist, dass der Hauptdarsteller Gene heißt und er im Besitz der namensgebenden God Hand ist. Genauer: Der gesamte rechte Arm von Gene bläst bei aufgeladener Powerleiste einen Sturm Backpfeifen los, der die Gegner mehr als ein klein wenig einschüchtert. So sehr, dass sie erledigt und mit vielen blauen Flecken reicher die Radieschen von unten ansehen.

Ihr seht schon: Statt in eine komplexe Handlung- fairerweise ist zu sagen, dass die eingestreuten Cutscenes technisch überzeugen können - haben die Entwickler ihre Zeit lieber in ordentliche Haudrauf-Fights gesteckt. So wundert es niemanden, dass ihr in God Hand nicht mehr machen müsst, als durch die zugegebenermaßen lieblos gestalteten Levels zu rennen und einen Bösewicht nach dem anderen seiner Lebenskraft berauben. Mit anderen Worten: In God Hand gibt es in jeder einzelnen Minute auf die Fresse und das mehr als ausreichend.

God Hand - Maradona wäre neidisch: Diese Hand Gottes haut mal so richtig rein!

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gamona warnt: Silvesterknaller können sehr gefährlich sein!
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Viel auf dem Kasten haben eure Gegner aber nicht, denn die sind lapidar gesagt in etwa so intelligent wie Fliegenkot. Aber stört uns das? Nicht wirklich, denn leicht unterzubuttern sind unsere Feinde dennoch nicht. Schließlich bedienen sie sich gerne mal des zahlreich vorhandenen "lockeren" Interieurs, also herumliegender Balken oder Stühle, die sie uns um die virtuellen Ohren kloppen.

Umgedreht können wir das natürlich auch, nur viel besser. Nicht nur die - wörtlich zu nehmende - schlagkräftige God Hand, sondern auch andere Spezialfähigkeiten erleichtern uns den Prügelalltag erheblich. Bei aufgeladener Leiste stehen uns auf Knopfdruck mehrere Spezialangriffe zur Verfügung, die wir fast in aller Ruhe auswählen dürfen. Denn vorher schaltet das Spiel in eine Art Zeitlupe, bevor wir zum Powerschlag ausholen dürfen. Dennoch ist auch hier gutes Timing gefragt, da der Zeitlupenmodus nicht ewig andauert.

Technisch leider mit kleinen Macken...
God Hand ist vom Gameplay her ein waschechtes Prügelspiel, und selbstverständlich steuert es sich auch so. Sehr intuitiv lässt sich Gene durch die Umgebungen dirigieren, bei den Kämpfen zählt dann mehr Buttonsmashing als überlegte Taktik. Das Aktivieren der famosen God Hand und anderer "Special Abilities"ist ebenfalls keine schwere Herausforderung für die Zockerfinger.

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Kein Jedi - trotzdem cool...
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Grafisch kann God Hand leider nicht überzeugen: Abgesehen von den wirklich gelungenen Animationen enttäuschen die einzelnen Stages. Zu trist, zu abwechslungsarm, und auch die Architektur der Level macht wenig her. Des Weiteren geizt das Spiel mit markanten Effekten und unter Detailverliebtheit beim Charakterdesign verstehen wir etwas anderes - wirklich sehr schade.

Dafür geht auf der akustischen Seite die sprichwörtliche Post ab: Ordentliche Kampfgeräusche - man spürt förmlich wie die Faust das Gesicht trifft - und ein fetziger Soundtrack setzen Akzente. Eine anständige englische Synchronisation rundet das Ganze schließlich gelungen ab.