Gigantische Roboter, gleißende Explosionen, Feuergefechte auf Häuserdächern... Die Welt im Jahr 2155 hat es in sich. Und ihr seid mitten in den Kämpfen zwischen einer Gruppe unabhängiger Organisationen, die sich als Agency Zero bezeichnen, und dem übermächtigen Commonwealth, welches nach dem verheerenden Dritten Weltkrieg die Macht an sich riss.

Genmanipulierte Elitesoldaten sollen dem Commonwealth dabei helfen, die letzten Widerstände zu vernichten. Ursprünglich solltet ihr zu einem dieser Elitekämpfer "modifiziert" werden, könnt jedoch während eines Angriffs der Rebellen aus dem Labor fliehen und blickt dabei hinter die Fassade. All dies geschieht während des Tutorials, in dem ihr noch allein unterwegs seid und euch langsam mit der Steuerung und der Welt vertraut macht.

Global Agenda - Jetzt ist Endzeit!

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Global Agenda versetzt euch in die düstere Zukunft des Jahres 2155.
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Zu Beginn steht ihr vor der Wahl einer Klasse. Ob ihr ein Medic, Assault, Recon oder Robotics sein wollt, bestimmt nicht nur eure Aufgabe im späteren Team, sondern auch eure Fähigkeiten und Bewaffnung. Nach dem Tutorial findet ihr euch in Dome City wieder, dem Stützpunkt der Rebellen, in welchem ihr mit Aufträgen versorgt werdet. Dabei entscheidet ihr euch zwischen PvE, PvP und Allianz-gegen-Allianz-Szenarien. Obwohl es sich bei Global Agenda um ein MMO handelt, könnt ihr einige Missionen auch alleine absolvieren, sollte gerade kein Team zu Hand sein.

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Oft kommt es in Global Agenda zu brenzligen Situationen.
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Wer sich etwas in das Spiel reingefuchst hat, bemerkt eine gewisse Ähnlichkeit zu Gearbox' Borderlands – vor allem im PvE-Modus und im Open-Zone-Spiel. In Global Agenda geht es nicht um Ballerorgien. Zwar steht das Kämpfen im Vordergrund und es kommt oft zu heftigen Schießereien, dennoch entscheidet hier nicht der Skill des Spielers über Sieg oder Niederlage. Wie in einem Rollenspiel erhält euer Charakter Erfahrungspunkte, die ihr in verschiedene Fertigkeiten investieren könnt. Hier spielt vor allem auch die Lebenskraft eine wichtige Rolle. Je höher diese ist, desto mehr Treffer hält euer Held aus.

Grundsätzlich lässt sich jede der genannten Klassen in verschiedene Richtungen ausbauen. Spielt ihr etwa einen Recon, so könnt ihr ihn durch Verteilung von gewonnenen Skillpunkten entweder durch den Ausbau der entsprechenden Fertigkeiten in eine offensive Richtung, eine verstohlene Sniper-Laufbahn oder gar in einen Experten auf dem Gebiet der Sprengstoffe entwickeln. Dies gilt auf ähnliche Art auch für die anderen Klassen. Erfahrungspunkte oder manchmal auch neue Items erhaltet ihr für abgeschlossene Missionen und gewonnene Schlachten.

Die Mischung macht's

Wer sich auf ein schnelles, actionreiches Shooterspiel im Stil bekannter Online-Actiongames freut, wird schnell feststellen, dass bei Global Agenda einiges anders ist. Gerade durch den Einsatz von Skills und die gewählten Items pro Mission kommt deutlich mehr Taktik ins Spiel. Nicht nur Schusswechsel sind möglich, auch Nahkämpfe mit futuristischen Schwertern bringen Abwechslung ins Spiel. Auch der Umstand, dass jeder Spieler ein Jetpack besitzt, ist von besonderer Bedeutung in Global Agenda.

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Jede Klasse in Global Agenda hat ihre eigenen besonderen Fähigkeiten.
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Das Jetpack dient in den Missionen nicht nur dazu, spektakulär von Haus zu Haus zu fliegen. In den Kämpfen ist es ein wichtiges Instrument, sich in Sicherheit zu bringen. Allerdings hat dies auch einen entscheidenden Nachteil. In Kämpfen – vor allem auch in den Nahkämpfen – kommt es nicht selten vor, dass der Gegner kurz vor dem „Todesstoß“ schnell sein Jetpack benutzt und sich außer Reichweite in Sicherheit bringt. Bis man ihn wieder gefunden hat, ist er unter Umständen wieder geheilt und das Spiel geht von vorne los. Dies ist jedoch nur in den PvP-Missionen ein Nachteil.

Ein einzigartiges Shooter-MMO mit viel Taktik und Unreal Engine 3.Fazit lesen

In den PvP-Modi habt ihr die Wahl, etwa zu zehnt gegen zehn Spieler eines gegnerischen Teams anzutreten oder in Vier-gegen-vier-Kämpfen zu zeigen, was ihr drauf habt. Nicht nur der einfache Deathmatch ist vorhanden, Control, Payload, Demolition, Scramble und Breach bieten genug Abwechslung und interessante Aufgaben, die im Team zu absolvieren sind. Wichtig ist im PvP, dass das Team stimmt und aufeinander eingespielt ist. Daher haben Teams, die immer zusammenspielen einen deutlichen Vorteil gegenüber denjenigen, die sich in Zufallsteams einteilen lassen. Dies ist im PvE-Modus nicht ganz so drastisch ausgeprägt.

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Möchtet ihr sehen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt, wählt ihr die Open-Zone-Missionen des PvE. Diese führen euch in große, offene Gebiete auch außerhalb der Stadt, in der ihr ähnlich einem MMORPG auf NPCs trefft, die Missionen für euch haben. Hier kann es auch zu plötzlichen Überfällen und Kämpfen kommen, die außerhalb des Quest-Rahmens liegen. Diese Open Zones heben Global Agenda vom Team-Shooter beinahe zu einem MMORPG mit einer anderen Spielweise, als vom Genre bisher gewohnt - actiongeladener, schneller. Es ist auch möglich, alleine eine Open Zone zu betreten, was jedoch sehr gefährlich werden kann. Im Team unterwegs zu sein, schützt vor prekären Situationen, wie Feinden in die Arme zu laufen, die gerade nichts anderes zu tun haben, als Einzelgänger platt zu machen.

Die zweite Missionsart, die euch im PvE-Bereich zur Verfügung steht, sind Defensive Raids. Hier ist es eure Aufgabe, besondere Orte in Dome City vor anrückenden Horden des Commonwealth zu beschützen. Dies führt oft zu gigantischen Schlachten, in denen Taktik und Teamgeist zählen.

Postapokalyptische Gildenkriege

Wer es gerne richtig groß mag, der tritt einer der „Gilden“ – sogenannten Agencys – bei und beteiligt sich an gigantischen Agency-Kriegen. Diese sollen immer weiter ausgebaut werden, bis hin zum Krieg um die Weltherrschaft. Denn hier wird in großen Schlachten um Gebiete gekämpft, in denen die vorherrschende Agency die Rohstoffe abbauen kann. Die Gebiete sind auf einer großen Karte als Hexfelder gekennzeichnet, wodurch aufgrund der ständigen Verschiebungen etwas die Atmosphäre eines Strategiespiels aufkommt.

Mit den Ressourcen lassen sich in Fabriken Kriegsgeräte wie Mechs herstellen, die in den Schlachten eingesetzt werden können. In diesem Modus hat Global Agenda etwas von Quake Wars: Enemy Territory, jedoch mit einem weitreichenderen, strategischen Aspekt.

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Grafisch weiß Global Agenda durchaus zu überzeugen.
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Da Global Agenda die Unreal Engine 3 nutzt, sehen die Figuren und Robotermonster hervorragend aus. Detailreich und außergewöhnlich designt, machen die Kämpfe gegen die Blechkameraden aber auch gegen andere Spieler Spaß. Nicht zuletzt dank der spektakulären Effekte. Nicht ganz so überzeugend dagegen präsentiert sich die Umgebung. Diese wirkt eher trist und detailarm, was zwar in das postapokalyptische Szenario passt, jedoch auf Dauer langweilt. Vor allem, da sich das nicht sonderlich umfangreiche Repertoire an Maps optisch nicht grundlegend voneinander unterscheidet und Levelabschnitte anscheinend oft kopiert werden.

Auch das Interface lässt zu wünschen übrig, zu ungelenk und unnötig kompliziert wirkt es. Allein die Option, es selbst einrichten zu können, würde Wunder wirken. Die Anordnung der einzelnen Elemente ist gewöhnungsbedürftig und sowohl für Neulinge als auch Veteranen anderer MMOs ungewöhnlich. Auch die Missions- und Teamauswahl ist schwerfällig, was überhaupt nicht zum Rest des Spiels passt. Das Balancing zwischen den Klassen macht einen zwiespältigen Eindruck. Zwar hat jede Klasse eine wichtige Bedeutung, dennoch wird man das Gefühl nicht los, in direkten Kämpfen haben Recon und Medic deutlich das Nachsehen, was in einer eingespielten Gruppe nicht ein so großes Problem darstellt. Während eines Alleingangs jedoch umso mehr.